Erneuerbare Energien

In den USA wurde unlängst eine interaktive Windpotenzialkarte veröffentlicht. Nun wurde auch ein Atlas der “renewable Energy” veröffentlicht. Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) hat eine Anwendung auf Basis von Google Maps veröffentlicht, die die räumliche Verteilung des Potenzials verschiedener erneuerbarer Energieträger enthält.

Auch hier stellte ich mir die Frage, was es denn dazu in Deutschland gibt. Diesmal bin ich fündig geworden: Die Energy Map enhält Infos zu (angeblich) allen Anlagen in Deutschland. Und sorry, wenn ich wieder läster: Im Geoportal des Bundes finde ich diese Daten nicht so schnell…


FBI sucht nach Mitteln, Social Media Plattformen auszuwerten

Diverse amerikanische Seiten verweisen heute auf diesen Artikel: Das FBI, die US amerikanische Bundespolizei, hat bereits am 20.1. einen RFI (request for information, quasi eine Voruntersuchung zu einer Ausschreibung)  veröffentlicht. Es geht dabei um eine Lösung, die Social Media Plattformen analysieren soll, auch räumlich:

  • diverse Phänomene sollen auf augenblicklich auf Karten dargestellt werden
  • Social Media Quellen sollen geokodiert werden und räumliche Suchfunktionen enthalten
  • die “bösen Buben” (sorry, aber wie soll man sonst “bad actors” übersetzen?) sollen geortet, ihre Bewegungen verfolgt und analysiert werden.

Damit sucht mal offensichtlich eine Möglichkeit, aus belanglosen Meldungen in Twitter, Facebook und Co., die Schlüsselbegriffe enthalten, konkrete Bilder von Situationen zu bekommen. So könnten z.B. Meldungen, die das Wort Rauchwolke oder Knall enthalten, in einer räumlichen Konzentration auf einen Großbrand hindeuten – was unter Umständen auch einen Bombenanschlag bedeutet. Auf diese Art und Weise könnte perspektivisch auch ein Profiling von Accounts stattfinden, so dass die “bösen Buben” nicht nur verfolgt werden – Wunsch scheint zu sein, deren Verhalten auch räumlich vorher sagen zu können.

Interessant an dieser Geschichte finde ich dreierlei:

  1. Welcher Anbieter wird wohl hier das Rennen machen und: Werden wir es je erfahren?
  2. Wenn das FBI eine solche Asschreibung veröffentlicht: Haben die selber
    - keine Ahnung
    - keinen Marktüberblick und keine Mittel, den zu schaffen?
  3. Big Brother is seriousliy starting to watch us!

Als Kinder haben wir uns öfters mal den Spass gemacht und am Telefon “Bombe” gesagt, auf dass wir irgendeinen Spion irgendeiner Geheimpolizei damit beschäftigen. Es hieß, dass Telefone überwacht würden und auf bestimmte Codewörter anspringen würden. Nix mehr Spass…


 

Android Virus oder doch nicht?

Immer mehr GIS findet mobil statt und das ist wohl auch der große Wachstumsmarkt. Umso problematischer, dass es noch keine wirklich brauchbare Schutzsoftware für mobile Geräte gibt. Jedenfalls wird geschrieben, dass die Sicherheitssoftware (noch) nicht ausgereift sei, gleichzeitig tauchen immer mehr neue Viren für Smartphones auf (eine gute Zusammenstellung gibt es bei Chip). Immerhin werden Handies immer öfter das Ziel von Angriffen.

Sprich: Ob und wie sich unser Thema auf mobilen Geräten durchsetzt, hängt auch davon ab, wann und wie schnell Handies sicher werden.

Nun machte in den letzten Tagen eine von Symantec veröffentlichte Meldung die Runde , dass 5 Mio Smartphones infiziert worden seien. Dazu gibt es einige Kritik, da es sich aus Sicht mancher gar nicht um Schadsoftware handelt. Das zeigt vor allem eines: Das Geschäft mit Smartphones ist noch lange nicht erschöpft – noch werdne die Claims abgesteckt.


OGC verabschiedet Open GeoSMS Standard

Das OGC hat den GeoSMS Standard verabschiedet. SMS? Ist doch eher 80er, oder? Nun, es scheint, dass dieser Standard tatsächlich noch immer sinnvoll ist – zumindest in Taiwan – vom dort ansässigen Unternehmen Taiwan Industrial Technology Research Institute (ITRI) kam der Vorschlag – gibt es einige Anwendungen, in denen dieser Standard eingesetzt wird. Hintergrund sind wohl vor allem Anwendungen für den Katastrophenschutz.

The OGC Open GeoSMS Standard provides developers with an extended Short Message Service (SMS) encoding and interface to facilitate communication of location content between different LBS (Location-Based Service) devices or applications. SMS is the open  text communication service standard most commonly used in phone, web and mobile communication systems for the exchange of short text messages between fixed line or mobile phone devices. The lightweight and easy to implement Open GeoSMS Standard facilitates interoperability between mobile applications and the rapidly expanding world of geospatial applications and services that implement OGC standard interfaces, encodings and best practices.


Lärm messen mit Android App

Was ist naheliegender, als ein Smartphone zum Lärmmessgerät umzufunktionieren? Und wenn’s schon ein Smartphone ist: Warum dann nicht gleich den Lärm geokodieren und auf ein schönes Geoportal hochladen?

Das macht der Noisemeter der European Environment Agency. Die dazugehörige Webseite hatte ich schon einmal vorgestellt, mache ich aber gerne noch einmal, zumal sie mir sehr gut gefällt: Eye on Earth.


Transparenz in Google Maps stufenlos regeln

Einen Schieberegler, mit dem man stufenlos zwischen Google und überlagernden Kacheln wechseln kann? Für die Google Maps API v3 gibt es hier den Code.


Finnische Landesvermessung gibt Geodaten frei

Ich war nie in Finnland. Wenn ich an Finnland denke, kommen mir zwei Dinge in den Kopf:

  • Das Lied von Monty Python
  • Die Eishockey WM von 1987

Egal. Die Landesvermessung von Finnland hat nun einige Geodatensätze “freigegeben”, d.h. diese Daten werden ab dem 1.5.2012 kostenlos über einen Download Server zur Verfügung gestellt.

Hier eine Liste der Daten, die kostenlos verfügbar sein werden: http://bit.ly/zjgMj0


Google Maps Public Alerts

Google stellt mit dem Projekt Public Alerts aktuelle Informationen zu Notfällen und möglichen (Natur)katastrophen bereit. Die Informationen werden von verschiedenen US Behörden geliefert und auf Google Maps dargestellt. Und ja: Es sind amerikanische Datenlieferanten und damit Daten (fast) ausschließlich für die USA. Erdbeben werden weltweit angezeigt.

Das interessante daran: Es handelt sich zwar um eine Kartenapplikation, aber eigentlich ist es eine Google Suchmaschine, die die Anfrage auswertet und kartographisch darstellt. Das ist insofern sinnvoll, als man mit wenigen Stichwörtern – die man aufgeschnappt hat – googeln kann und dann alle relevanten Infos zu dem Thema bekommt.

Laut Google Blog steht man noch am Anfang und will das Ganze ausbauen.


Wenn Geodaten von Jedermann erhoben und veröffentlicht werden

Hier ist ein sehr lesenswerter Artikel, der sich damit auseinandersetzt, wie sich GIS (oder einfach die Verfügbarkeit und die Nutzung von Geodaten) entwickelt hat und welchen Einfluss das auf die Gesellschaft hat: How citizen map makers are changing the stories of our lives.

Die Kernaussage: Während Geodaten in der Vergangenheit wesentlich aus offiziellen Quellen stammten (Behörden) und selbst einfachste GIS Analysen Spezialisten vorbehalten waren, kann inzwischen mehr oder weniger jeder aus Geodaten neue Erkenntnisse ziehen. Das liegt zum einen daran, dass (Geo)daten nun eine fast überall verfügbare Ressource sind und zum anderen die Tools auch einfach genug zu bedienen sind. Die Macht der Karten liegt also nicht mehr in den Händen weniger.

Heute sind immer mehr Menschen in der Lage, Dinge zu kartieren, sie kartieren Phänomene, die bislang nicht kartiert wurden und sie stellen diese Daten auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Dadurch entsteht ein völlig neues Bild, wie Menschen ihre Umgebung wahrnehmen.

Die sich hieraus ergebenden neuen Möglichkeiten für Raumplaner blieben aber weitgehend ungenutzt, weil es bei Behörden und offiziellen Stellen ein hohes Maß an Skepsis gegenüber der Verlässlichkeit dieser Daten gibt.

Wie gesagt: lesenswerter Artikel!


Wie man einen OS Map Server aufsetzt

Vor 20 Jahren war das Installieren von Software noch etwas für echte Geeks. Wenn man seinen Freunden erzählte, dass man DOS auf seinen Rechner installiert hatte, dann wurde man schon mit Respekt behandelt und wurde vom ein oder anderen Komilitonen eingeladen – in der Hoffnung, man könne vielleicht noch das ein oder andere am Rechner reparieren.

Heute ist Software installieren in der Regel sehr einfach – oft bekommt man als Anwender gar nicht mehr mit, dass etwas installiert wird.

Im Fall von Server Technologie ist es zwar auch alles einfacher gewrden, aber mitunter immer noch tricky. Ivan Tasev hat eine “kleine” Anleitung veröffentlicht, wie man einen MapServer bestehend aus Mapnik, PostGIS und Tile Stache auf Ubuntu aufsetzt. Dabei geht er Schritt für Schritt vor und verweist auf andere Quellen, die weitere Infos enthalten.