Na, wie war ich

Bei der Seite über die Dope Preise war ich schon beeindruckt, was nicht alles auf Karten dargestellt wird. Nun das hier: Eine Seite bei der man eintragen kann, wo man ein Kondom getragen hat und wie die damit verbundene … Nummer war. Wenn ich darüber nachdenke – das ist ja eigentlich DIE Seite für unseren Blog…

Interessant, wie weit unser Geschäft mittlerweile gekommen ist…

Microsoft und Nokia schaffen einheitliche Karte

Wenn ich die letzten Tage surfe, habe ich immer Freddy Mercury in den Ohren, der “Barcelona” singt. Dort trifft sich derzeit die Smartphone Branche – und es hat mehr Bedeutung für unsere Branche als je zuvor.

So haben Microsoft (BING) und Nokia jetzt und dort bekanntgegeben, dass die beiden Unternehmen die Gestaltung ihrer Karten gemeinsam überarbeitet haben. Das neue Design wird sowohl auf dem Bing Maps Blog wie auch dem von Nokia vorgestellt.

Gemeinsame Karten, Nokia Lumia mit Microsoft Betriebssystem: Ich bin gespannt, wie das mit Microsoft und Nokia weitergeht.


GoogleMaps und G+

Google hat unlängst eine neue Version der GoogleMaps Mobile App herausgebracht. Diese ermöglicht es nun, an Orten “einzuchecken”, wie man es auch von foursquare bereits kennt oder wie es facebook mit dem mittlerweile übernommenen gowalla macht. Dazu werden der Standort des Handies (basierend auf den GPS Daten) mit der GoogleMaps POI Datenbank abgeglichen. Dann gibt man noch an, mit welchen Menschen auf Google+ (G+) man diese Infos teilen will.

Sinn?

Google erhöht so den “Wettbewerbsdruck” auf Unternehmen und Gastronomie, in GoogleMaps präsent zu sein. Denn die bekannten Orte aus Google Places werden beim Einchecken automatisch zur Auswahl angeboten.

Google erhält so ein Bild über die Qualität von “Orten” und bekommt auch ein Bild davon, welche Zielgruppe diesen Ort häufig aufsucht. Das bildet dann zu gegebener Zeit die Basis für weitere Anwendungen…


ESRI FedCon – Konferenz für amerikanische Bundesbehörden

Die Konferenzsaison 2012 beginnt und damit kommen auch die ersten Nachrichten über neue Features, neue Trends etc.

In den USA fand gerade die ESRI FedKon, eine Konferenz für die Bundesbehörden statt. Man muss dazu erwähnen, dass es in den USA weniger eine Messekultur gibt wie bei uns. Stellt hierzulande die Intergeo oder die CeBit einen wichtigen Termin für viele GIS Anwender und Entscheider dar, sind es in den USA eher die Veranstaltungen von Herstellern. Entsprechend findet diese Veranstaltung Resonanz, nicht zuletzt weil ESRI zahlreiche, wenn nicht die meisten amerikanischen Bundesbehörden beliefert.

So wurden in den letzten Tagen wieder neue Eindrücke und Meinungen zu ArcGIS 10.1 veröffentlicht – das neue Release war selbstredend ein wesentliches Thema.

Folgender Artikel schreibt abseits der Features, dass ESRI mehr Verständnis für IT Sicherheits- und Betriebsthemen bekommen hat. So soll es z.B. in Zukunft möglich sein, ArcGIS Runtime gemeinsam mit älteren ArcGIS Versionen auf einem Rechner zu betreiben.

Dieser Artikel meint, dass ESRI immer stärker auf einen Trend eingeht, der nicht zuletzt durch Google und Co. gefördert wird: GIS Spezialisten werden immer weniger benötigt. Vielmehr benötigt man zunehmend fachliche Spezialisten, die wissen, das es geographische Analysemethoden gibt.

Ein letzter Artikel, den ich zu diesem Thema gelesen habe, stellt heraus, dass ein wesentlicher Aspekt von ArcGIS 10.1 das Thema “Cloud” sei. Der Gedanke, Wissen und Karten zu teilen, ist ja nicht neu – Jack Dangermond predigt das seit langem. Mit Google Earth Builder scheint aber nun Wettbewerb da zu sein, der auch ESRI im Tempo anspornt.


ArcGIS 10.1

In den USA hat Jack Dangermond ArcGIS 10.1 (dessen Entwicklung angeblich 300 Mio. US$ gekostet hat) vorgestellt bzw. die Neuerungen konkret vorgestellt. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Integration in Microsoft Office: Es soll einen ESRI Maps Ribbon in Office geben (wohl als neues Produkt), das Excel Daten direkt in Karten darstellt und dann auch in PowerPoint Folien bringt.

ArcGIS 10.1 soll in Sharepoint, Cognos und Salesforce integriert werden – wie auch immer das im Detail ausschaut.

Eine ausführliche Liste dazu findet sich hier. Was ich persönlich am bemerkenswertesten finde: Angesprochen auf die Frage, was nach 10.1 kommt, gab es von Jack Dangermond keine konkreten Aussagen außer “there will be more 3d and more real-time data management”. Das hört sich fast so an, als würde 10.1 länger als ein Jahr die aktuelle Version bleiben…


Open Source – Was ist das eigentlich

Wenn es zur Diskussion kommt, ob OpenSource Software besser sei als “geschlossene”, wird es schnell unsachlich. Ich habe jedenfalls schon viele Diskussionen erlebt, in denen Open Source als Synonym verwendet wurde zu Begriffen wie “kostenlose Software” oder “Open Standards”.

Daher freute ich mich heute besonders über den Artikel “Ten Things You Need to Know About Open Source Geospatial Software”. Hier eine kurze Zusammenfassung der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte:

Open Source Software ist nach den Kriterien Open Source Iniciative lizenziert.

Open Source Software wird von einer Gemeinde entwickelt.

Open Source Software ist das Gegenteil von Proprietärer Software. Open Source Software ist nicht das Gegenteil von kommerzieller Software.

Open Source Software ist wie Proprietäre Software vor allem eines: Software. Weder Open Source Software noch Proprietäre Software ist alleine dieses Kriteriums wegen besser oder schlechter.

OSGeo fördert die Entwicklung von Open Source GIS Software. Das OGC hingegen kümmert sich um offene GIS Standards, die im wesentlichen den einfachen Austausch von Geodaten zwischen unterschiedlichen Softwareprodukten ermöglichen sollen. Open Source Software und Offene Standards sind nicht dasselbe.

Die Einführung von Open Source Software kostet in der Regel Geld. Zwar ist die Software kostenlos, aber es kommt vor, dass Beratungsleistungen oder Anpassungsarbeiten notwendig sind.


Google Goggles

Heute nahm ich noch in einer Besprechung teil, bei der es um die GIS Strategie ging. Klare Ansage dabei war: “Die nächsten zwei Jahre, keine Science Fiction”.

So “gewarnt” habe ich das Thema Augmented Reality dann mal für mich behalten. Komme heim und lese diesen Artikel: Google will bis Jahresende Google Goggles auf den Markt bringen. Sonnen- oder besser Androidbrillen also, die wie Smartphones sind: Ein kleiner Monitor zeigt dem Träger alle möglichen Funktionen an, die Smartphone auch hat. Angeblich hat das Gerät dann auch einen GPS Empfänger. Das eröffnet zum Beispiel mit Street View ziemlich viele Möglichkeiten. Stadtrundgänge mit historischem Hintergrund wären eine Idee – auch wenn damit nicht allzu viel Geld zu machen sein wird. Aber ich kann mir auch noch einiges anderes vorstellen.

Aussehen soll diese Brille übrigens ungefähr so.


Freie Parkplätze twittern: Mercedes Tweet Fleet

Mercedes hat seinen Autos twittern beigebracht: Autos erkennen im Vorbeifahren (<36km/h – das ist wohl die Parkplatzsuchgeschwindigkeit) freie Parkplätze. Diese werden dann getwittert und und auf Google Maps dargestellt. Um die Tweets zu erhalten, muss man dem Twitter Account @MBTweetFleet folgen.

Anscheinend wurde das Ganze bislang nur an einem Tag (22.12.2011) wirklich getestet, das war aber mindestens medienwirksam. Informationen dazu gab es in Deutschland und den USA.

Praktisch dürfte die Idee für Locals, die sich auskennen, kaum sein. Für Autofahrer in einer fremden Stadt hingegen schon: Einfach noch die Funktionen einbauen, die mir nur Parkplätze in unmittelbarer Umgebung einbauen und mich dann direkt hinrouten, und schon ist richtig geschmeidig.


Cannabispreise kartographiert

Hm, ich hoffe, dieser Post bringt mir nicht gleich die Polizei, Drogenfahnung oder sonst wen ins Haus: Cannaberg.com.

Diese Seite zeigt für die USA und Canada die aktuellen Preise für verschiedene Marijuana Produkte. Ein interessantes Beispiel für Kraut Sourcing…