Ist GIS politisch – oder wie viel Medienkompetenz benötigen wir?

Ein Thema, das mich beschäftigt, seit ich mit GIS zu tun habe Wie können wir eigentlich sicherstellen, dass die Informationen, die wir verarbeiten und deren Ergebnisse wir dann nutzen, korrekt sind? Wer entscheidet das? Das ist ein Thema, über das ich mich sehr lange auslassen könnte Ich gehe an dieser Stelle aber nicht – jedenfalls heute – darauf ein.

Dennoch: Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang dieser Artikel: http://bit.ly/A5Vr3W – Es geht um Straßennamen. Wir kennen das in Deutschland ja auch: Straßen und manchmal auch Städte werden nach bedeutenden Daten (Strasse des 17. Juni) oder Personen (Karl-Marx-Stadt) benannt und ggfs. nach einem Wechsel der Regierung(sform) dann auch geändert, weil die Bedeutung dann eine andere ist.

Genau das geschah in Syrien (und wahrscheinlich auch andernorts): Mit dem MapMaker, mit dem Google jetzt auch Crowd Sourcing betreibt, können Daten von jedermann erfasst und geändert werden. Ein Redaktionsprozess dazu existiert zwar, er führt aber im vorliegenden Fall zu politischen Diskussionen: Heißt die Strasse jetzt noch so, wie  das aktuelle Regime es sieht oder wird erscheint sie mit einem neuen Namen auf der Karte? Wer hat Recht? Und wie verhält sich der Datenanbieter?


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