SAP Hana kann Geo

SAP kündigte vergangenen Donnerstag an, dass SAP Hana zukünftig um  Fähigkeiten im Bereich der Geodatenverarbeitung erweitert werden soll.

SAP hat ja bereits des öfteren angekündigt, “etwas mit GIS” machen zu wollen, bereits seit über 10 Jahren gibt es unterschiedliche Projekt- aber auch Produktspezifische Ansätzr und Kooperationen. Das spannende an diese Ansatz: SAP Hana ermöglicht Big Data Analysen in “Echtzeit”, also ohne dass Vorberechnungen notwendig sind, wie das heute bei den meisten Business Intelligence Systemen der Fall ist. Möglich wird das durch den sogenannten “in Memory” Ansatz: Es werden möglichst viele Daten im Speicher gehalten.

Bemerkenswert ist diese Meldung, weil SAP die Hana Platform für alle möglichen Anbieter öffnet, so dass auch GIS- Lösungen auf Hana zugreifen können.

Ob SAP hier eigene Geoprocessing Technologie entwickelt hat oder aber auf Kooperationen setzt, wurde bislang offiziell nicht verkündet.


Der Unterschied zwischen Papier- und elektronischen Karten

Das hat zwar nur am Rande mit GIS zu tun, einen kurzen Post finde ich es aber wert: In Californien wurde ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er vor einem Stau auf seinem Smartphone nach einer alternativen Route suchte. Ja, auch in Californien ist die Benutzung des Handy am Steuer verboten – dort nennt man das “distracted driving” also abgelenktes Fahren. Er ging gegen diese Strafe vor, weil er der (nicht unberechtigten) Meinung war, dass das Rumdatteln mit Papierkarten mindestens genauso ablenkend sei. Recht bekam er nicht. Der Originaltext (verfasst nach dem netten amerikanischen Schema: sag, was du sagen wirst, sag es, sag, was du erzählt hast) ist hier.

Komische Karten – guter Blog

Heute abend bin ich über einen Blog gestolpert, den ich Euch ans Herz legen möchte – falls Euch mein Geschreibse mal langweilt oder Ihr auf neue Beiträge von mir wartet: Strange Maps. Dort wird (englisch) Wissenswertes, Sinnfreies, Kurioses geschrieben und berichtet – stets im Zusammenhang mit Karten. Also: einfach mal reinlesen.


11 deutsche Städte haben ein Open Data Portal

behauptet jedenfalls die Zeit. Und liefert gleich eine gelungene Karte dazu. Hoffentlich bleibt die nicht ganz so übersichtlich.

In dem Zusammenhang hab ich mal wieder bei GovData vorbeigeschaut (ich hatte ja schon mal darüber berichtet) und – bin überrascht worden. Diverse Datensätze des BKG sind dort veröffentlicht und verfügbar: Als WebService und als Shape-Datei. Eine schönere Übersicht gibt es aber beim Geodatenzentrum des BKG. Glückwunsch ans BKG – geht doch!


Google Map Maker nun auch in Deutschland

Google Map Maker gibt es seit gestern auch für Deutschland. Damit verfolgt Google den Ansatz, mittels Crowd Sourcing Daten erheben zu lassen. Das Ganze funktioniert recht komfortabel und flutscht ganz gut. Im Blog fordert Google (ohne Umschweife) dazu auf, mit Map Marker Daten zu erfassen.

Allerdings: Warum ein Mensch Zeit und Energie investieren soll, Daten für ein kommerzielles Unternehmen zu erheben – ohne dafür etwas zurückzubekommen – erschließt sich mir noch nicht. Allerdings: Mit foursquare, OSM und nicht zuletzt Nokia muss Google zusehen, dass der Wettbewerb offen bleibt!


Google Street View Filme

Wieder mal etwas, was wirklich cool ist, wenn auch sich der Nutzen – mir zumindest – nicht sofort erschließt: Filme – quasi Road Movies – erzeugt aus Google Street View. Unabhängig von mehr oder weniger sinnvollen Ankündigungen des BGH letzte Woche “frame” ich ein Beispielvideo hier – freilich nicht, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Copyright dafür bei teehan+lax liegt.

Google Street View Hyperlapse from Teehan+Lax Labs on Vimeo.

Ich muss sicher nicht erwähnen, dass man selber solche Videos erstellen kann und dass die Technologie für alle Interessierten auch verfügbar ist – als Open Source.

 

Crowd Sourcing und Open Data in China

Ein interessanter Artikel – wenn auch recht kurz – über Crowd Sourcing Karten zum Thema Umweltverschmutzung in China. Dass Luftverschmutzung insbesondere in Peking ein Thema ist, war in den letzten Wochen ja immer wieder in den Medien.

Aktuell sind zwei Städte vertreten: Shanghai und Shaoxing. Schade nur, dass ich keinerlei Chinesisch verstehe, sonst könnte ich hier noch etwas mehr berichten.


Karten erstellen für Farbenblinde

Sehr interessant: Laut diesem Artikel sind rund 7% der Männer (gegenüber 0,4% der Frauen) in einer mehr oder weniger starken Form farbenblind. Für diese Menschen ist ein wesentlicher Vorteil von Karten – schnelles Erfassen von Informationen – hinfällig. Die Engländer haben dem bereits vor zwei Jahren Rechnung getragen und ein spezielles Farbschema erarbeitet.

Im genannten Artikel werden einige Tools vorgestellt, mit denen man Farbschemata auswählen kann, die dem Problem Rechnung tragen oder aber seine Karten “mit den Augen” eines Farbenblinden testen kann.


Islamisches Google Earth

Das hier würde ich als Aprilscherz bezeichnen, auch wenn der Guardian das am 10. April gebracht hat: Der Iran plant ein Pendant  zu Google Earth, ein “Islamisches Google Earth”, das Basir heissen soll.

Das jedenfalls behauptete angeblich der iranische Informationsminister, der auch in Nordkorea studiert haben soll. Was das Ganze quasi zu einem GIS des Bösen macht. Und nein: Ich habe nichts von dem überprüft. Ich finde die Geschichte so wie sie ist einfach berichtenswert.


Noch einer zum Thema “Gute Webkarten”

Das Thema haben anscheinend einige für sich entdeckt: Die wichitgsten Kriterien guter Webmapping-Anwendungen. Die Beiträge von MapBrief kann man diesbezüglich eigentlich schon als Standardliteratur bezeichnen.

Nun haben die Kollegen von Gislounge einen weiteren Beitrag zu dem Thema erstellt. Im wesentlichen schreiben die Kollegen nichts Neues (was nicht sagen will, dass der Artikel nicht lesenswert sei), ich erwähne ihn deswegen, weil ein bislang unerwähnter Aspekt erwähnt  wird: Dokumentation. Will sagen, dass man dem Anwender mitteilen sollte, wie aktuell die dargestellten Daten sind und woher sie kommen. Letzteres ist bei uns aus juristischen Gründen ohnehin ziemlich unverzichtbar.