Big Data – und bad reality

Dieser Artikel hat nur am Rande mit Geodaten zu tun. Der Artikel, auf den ich hier hinweise hat genau genommen nur so viel mit GIS zu tun, dass das Wort „Karte“ einmal darin vorkommt. Aber – und das ist interessant: Dass GIS gar nicht mehr explizit erwähnt wird, zeigt auch um so mehr, dass GIS inzwischen nichts besonderes mehr ist – oder sein muss. Oder wie ein Kollege von mir das unlängst formulierte: „GIS ist doch nichts anderes als Big Data“…

Zum Artikel: Er hat den netten Namen „Ich habe nur gezeigt dass es die Bombe gibt“ und beschreibt – in einem Satz zusammengefasst, wie altertümlich die Social Media Kampagne von Hillary Clinton sich im Gegensatz zu der von Donald Trump ausnimmt. So wird dann im Nachhinein auch klar, warum Donald Trumps Wahlkampf so bescheiden wirkte – finanziell wie auch bezogen auf seine Reisetätigkeit…

Apple macht Street View aus der Luft

Apple plant laut diesem Beitrag, seine Kartendaten mittels autonomen Dronen zu verbessern: Ähnlich StreetView sollen die Dronen auch Daten z.B. von Verkehrsschildern sammeln. Allerdings sollen diese und andere Informationen wie z.B. Staus und deren Länge deutlich schneller verfügbar gemacht werden.

Außerdem will Apple in das Thema Indoor Navigation investieren, um Anwendern nicht nur die Route zum Einkaufszentrum zu zeigen, sondern auch noch zum gesuchten Geschäft.

Bewegungsdaten sammeln per App

Schon vor einigen Jahren (es dürfte so um die Zeit gewesen sein, als ich hier den letzten Beitrag verfasst habe), habe ich ein Strategiepapier eines bekannten IT Analysten gelesen. Der schrieb damals sinngemäß, dass im Jahr 2020 alle dann erhobenen Informationen nicht nur einen Zeit- sondern auch einen Ortsbezug haben würden. Warum? Weil die meisten Informationen dann mit mobilen Endgeräten erfasst werden. Man kennt das ja heute schon von Handyfotos.

Nun also ist es soweit: Ein Start Up namens Locarta hat die App Collekt entwickelt, die nichts weiter macht, als Bewegungsdaten auszulesen. Dafür, dass der Nutzer seine Bewegungsdaten preisgibt, bekommt er Geld oder Gutscheine. Die Daten werden dann von Locarta für Marktforschungszwecke genutzt. In diesem Interview erzählt der Gründer des Unternehmens, Jan Rettel, mehr dazu.

Wohin geht’s mit GIS?

Ein Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt, wurde gerade in den USA diskutiert: Wo geht’s eigentlich mit GIS hin? Teilt sich die GIS Welt in eine „neue“ und eine „alte“?

Die „alte“, die „traditionelle“ GIS Welt: Ich hab mich oft gewundert, warum es so viele altbackene Traditionalisten gibt, die an überkommenen Ideen und Geschäftsmodellen festhalten – und neue Ideen und Geschäftsfelder ignorieren.

Andererseits: Die „moderne“ Welt mit Maps, Social Media und Apps. Lauter neue Datenquellen und neuen Geschäftsideen. Ist das GIS?

Ist es vielleicht einfach nur so, dass die „alten GIS Hasen“ nun feststellen, dass immer mehr Menschen in GIS machen, ohne den traditionellen Geo-Hintergrund? Und dass die Diskussion völlig überflüssig ist und nur deswegen geführt wird, weil die alten GIS Hasen sich also bedroht sehen?

Was meint Ihr?

Mit anständigen Geodaten wäre das nicht passiert

Immer mal wieder lese ich Meldungen und frage mich, wie so etwas eigentlich passieren kann. In den USA hat ein EVU tatsächlich keinen Überblick, welche Leitungen ihm gehören und wo die sind. Und nun das: Amerikanische Militärhubschrauber verfliegen sich. Das Donnerwetter möchte ich mir nicht vorstellen, dass die Piloten zu hören bekamen, als sie dann endlich daheim waren.

Ich könnte jetzt eine ausführliche Liste von entsprechenden Anbietern beifügen, aber eine Suche bei Google bringt Euch selber zu Systemherstellern wie Euroavionics oder Kartenherstellern wie Jeppesen. Dieser Beitrag wird übrigens nicht gesponsert. Wer mag, kann weitere Anbieter wie Lufthansa Systems gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Roger Tomlinson ist gestorben

Roger Tomlinson, der „Father of GIS“, ist gestorben. Ich habe ihn einmal in einem Seminar persönlich erleben dürfen, und muss sagen, dass mich diese Begegnung beeindruckt hat. Es gibt viele andere Menschen, die ebenfalls viel für GIS getan haben, aber er hat die Grundsteine gelegt. Nihct nur einen. Ein Verlust.

Globale Wetterdaten schick dargestellt

Schick dargestellt ist ein wenig untertrieben: Hier gibt es eine Anwendung, die Windverhältnisse und Meereströmungen enorm aktuell und vor allem anschaulich darstellt. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es auf deren Facebook Seite. OK, man braucht einen halbwegs schnellen Rechner, wenn man sich das anschauen will, aber dann lohnt es sich auch. Die Steuerung könnte etwas benutzerfreundlicher sein; ein Click auf „earth“ führt zur Layersteuerung, die leider auch nicht ganz selbsterklärend ist.

Open Geodata in Europa

Ich habe gerade einen sehr interessanten Vortrag zum Thema OpenData gehört, den ich eigentlich nicht zusammenfassen muss, weil das ist in dem Video hier unten eigentlich schon geschehen.

Marc de Vries spricht von drei Phasen beim Openmachen von Daten:

sewing phase: der Aufwand bei der Behörde ist hoch, der Preis ist Null und der Bedarf steigt langsam an

growing Phase: es werden Umsätze mit den Daten erzeugt, z.B. durch Diesntleistungen, Sekundärprodukte etc.

harvesting Phase: es sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden, die dem Staat zusätzliche Einnahmen bescheren. Dazu gab es ein paar konkrete Rechenbeispiele, die ich (sofern ich die bekomme) hier posten werde.


Der Unterschied zwischen Papier- und elektronischen Karten

Das hat zwar nur am Rande mit GIS zu tun, einen kurzen Post finde ich es aber wert: In Californien wurde ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er vor einem Stau auf seinem Smartphone nach einer alternativen Route suchte. Ja, auch in Californien ist die Benutzung des Handy am Steuer verboten – dort nennt man das „distracted driving“ also abgelenktes Fahren. Er ging gegen diese Strafe vor, weil er der (nicht unberechtigten) Meinung war, dass das Rumdatteln mit Papierkarten mindestens genauso ablenkend sei. Recht bekam er nicht. Der Originaltext (verfasst nach dem netten amerikanischen Schema: sag, was du sagen wirst, sag es, sag, was du erzählt hast) ist hier.

Noch einer zum Thema „Gute Webkarten“

Das Thema haben anscheinend einige für sich entdeckt: Die wichitgsten Kriterien guter Webmapping-Anwendungen. Die Beiträge von MapBrief kann man diesbezüglich eigentlich schon als Standardliteratur bezeichnen.

Nun haben die Kollegen von Gislounge einen weiteren Beitrag zu dem Thema erstellt. Im wesentlichen schreiben die Kollegen nichts Neues (was nicht sagen will, dass der Artikel nicht lesenswert sei), ich erwähne ihn deswegen, weil ein bislang unerwähnter Aspekt erwähnt  wird: Dokumentation. Will sagen, dass man dem Anwender mitteilen sollte, wie aktuell die dargestellten Daten sind und woher sie kommen. Letzteres ist bei uns aus juristischen Gründen ohnehin ziemlich unverzichtbar.