11 deutsche Städte haben ein Open Data Portal

behauptet jedenfalls die Zeit. Und liefert gleich eine gelungene Karte dazu. Hoffentlich bleibt die nicht ganz so übersichtlich.

In dem Zusammenhang hab ich mal wieder bei GovData vorbeigeschaut (ich hatte ja schon mal darüber berichtet) und – bin überrascht worden. Diverse Datensätze des BKG sind dort veröffentlicht und verfügbar: Als WebService und als Shape-Datei. Eine schönere Übersicht gibt es aber beim Geodatenzentrum des BKG. Glückwunsch ans BKG – geht doch!


Google Map Maker nun auch in Deutschland

Google Map Maker gibt es seit gestern auch für Deutschland. Damit verfolgt Google den Ansatz, mittels Crowd Sourcing Daten erheben zu lassen. Das Ganze funktioniert recht komfortabel und flutscht ganz gut. Im Blog fordert Google (ohne Umschweife) dazu auf, mit Map Marker Daten zu erfassen.

Allerdings: Warum ein Mensch Zeit und Energie investieren soll, Daten für ein kommerzielles Unternehmen zu erheben – ohne dafür etwas zurückzubekommen – erschließt sich mir noch nicht. Allerdings: Mit foursquare, OSM und nicht zuletzt Nokia muss Google zusehen, dass der Wettbewerb offen bleibt!


Google Street View Filme

Wieder mal etwas, was wirklich cool ist, wenn auch sich der Nutzen – mir zumindest – nicht sofort erschließt: Filme – quasi Road Movies – erzeugt aus Google Street View. Unabhängig von mehr oder weniger sinnvollen Ankündigungen des BGH letzte Woche “frame” ich ein Beispielvideo hier – freilich nicht, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Copyright dafür bei teehan+lax liegt.

Google Street View Hyperlapse from Teehan+Lax Labs on Vimeo.

Ich muss sicher nicht erwähnen, dass man selber solche Videos erstellen kann und dass die Technologie für alle Interessierten auch verfügbar ist – als Open Source.

 

Crowd Sourcing und Open Data in China

Ein interessanter Artikel – wenn auch recht kurz – über Crowd Sourcing Karten zum Thema Umweltverschmutzung in China. Dass Luftverschmutzung insbesondere in Peking ein Thema ist, war in den letzten Wochen ja immer wieder in den Medien.

Aktuell sind zwei Städte vertreten: Shanghai und Shaoxing. Schade nur, dass ich keinerlei Chinesisch verstehe, sonst könnte ich hier noch etwas mehr berichten.


Erneuerbare Energien

Energiewende: Was alle wollen aber nimby (not in my backyard) und schon dreimal nicht zahlen. In einem früheren Artikel hatte ich schon einmal kurz über das Thema geschrieben. Hier und heute nun noch einmal ein paar Links mit interessanten GIS related Daten:

Und jetzt das Schöne an meiner abendlichen Recherche: Da scheint eine Kooperation tief im Source Code verankert zu sein.

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Amtliche Geodaten in Baden-Württemberg

Wenigstens sind die Schwaben ehrlich: Des schnöden Mammons wegen wollen sie ihre Geobasisdaten nicht frei verfügbar machen. Jährlich mehrere Millionen Euro spülen die Verkäufe von Geodaten in die Landeskasse. Das ist die Kernaussage einer Anfrage der Grünen an das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz (was mich ein wenig verwirrt, da der Minister doch selbst Mitglied der Grünen ist).

Interessant ist dieser Satz aus der Antwort auf die Anfrage:

Die Bereitstellung der Geobasisdaten erfüllt bereits heute eine Vielzahl der Merkmale, die im Rahmen von Open Data gefordert werden: Sie sind einfach zugänglich, dauerhaft verfügbar, einheitlich strukturiert und maschinenlesbar, in offenen Formaten und unter gleichen Bedingungen erhältlich. Die nutzergerechte Bereitstellung der Geobasisdaten soll schrittweise weiter ausgebaut werden.

Demnach macht Google ja auch schon fast Open Data…


So wird das gemacht

Schön, dass es sowas gibt: Das Open Data Portal von Hamburg.

Eine übersichtliche Themenliste, mit verständlichen Symbolen, eine anständige und intuitive Benutzerführung und eine Suche, die die Ergebnisse liefert, die man erwartet – das ist der erste Eindruck.Das Thema “Rechtliches zu Open Data” ist prominent platziert und bietet keine Überraschungen, wie manch andere Seite.

Schaut man ein wenig rein, findet man 34 “GIS Datensätze”, die in diversen Datenformaten verfügbar sind. Manch andere Datensätze liegen lediglich als HTML Tabellen vor. Im Überblick der Suchergebnisse sieht man, wie andere Menschen diesen Datensatz bewerten (die Bewertung selbst ist enorm einfach) sowie die Lizenz.

Wenn ich etwas bemängen wollte: Sie Seite mit den Links zu weiteren Open Data Portalen kann noch ausgebaut werden. Aber: Wo nix is, kann man auch nix verlinken…


Google macht CrowdSourcing

Google nutzt Crowd Sourcing (man könnte hier von der “Erfindung” von Open Street Map sprechen), um seine Datenbasis von Google Maps zu verbessern. Das unterstützt Google mit Tools und den Map Maker Conferences. Gestern startete Google einen Mapathon, der bis zum 25. März geht. Zur Teilnahme motiviert Google, indem Preise von T-Shirts bis Tablets ausgelobt werden. Leider nur in Indien. Blöd, weil recht weit weg.

Aber auch interessant.

Denn Indien ist (zumindest diesem Artikel zufolge) ein stark umkämpfter Markt für Smartphones. Nokia und Microsoft – aktuell im Handyrennen ja nicht ganz vorne dabei – könnten hier richtig Boden gut machen. Schließlich hat Nokia (Navteq) nach eigenen Angaben in Indien bereits eine Coverage von rund 80%. Womit dieser Mapathon den Charakter eines Schachzugs im globalen Spiel bekommt…


Open Data Deutschland

Über die Open Data Pläne der Bundesregierung wurde an dieser Stelle bereits berichtet. Am 19.2. soll nun laut Süddeutscher Zeitung das Portal “Gov Data” live gehen. In diesem zentralen Portal sollen verschiedene “ebenenübergreifende” (ich liebe Behördendeutsch!) Datensätze (also von Kommunen, Ländern und Bund) veröffentlicht werden, die explizit weiterverwendet werden dürfen.

Laut SZ sind allerdings einige “Netzaktivisten” skeptisch, dass die Daten wirklich “offen” sein werden: Laut BMI liegt es “im Ermessen der jeweiligen Datenbereitsteller” ob und zu welchen Konditionen die Daten wem zur Verfügung gestellt werden. Es ist also möglich, dass die Daten für eine Seminararbeit nutzbar sein können, für kommerzielle Analyse aber nicht. Da ist folgender Screenshot doch schon fast Sinnbild:



Gesundheit

Aus gesundheitlichen Gründen war es hier in den letzten Tagen etwas ruhiger als sonst. Aus gegebenem Anlass also ein themenbezogener Beitrag. Diese Seite hier könnte man mit einem GIS Dienst sicher etwas cooler gestalten, aber informativ ist sie doch: Die Arbeitsgemeinschaft Influenza hat für die zurückliegenden 10 Jahre Karten der Grippeverbreitung in Deutschland erstellt und im Kartenarchiv veröffentlicht. Leider nur als Bilder. Auf der Startseite ist immerhin eine interaktive Karte – nach einem Klick auf die Karte kommt man zu verschiedenen Statistiken und Diagrammen zum Thema.

Wer an Daten zu Infektonskrankheiten interessiert ist, kann beim Robert Koch Institut vorbeischauen: Hier gibt es weitere Daten zu Dingen, die ich nieeeee bekommen will. Für ein GIS verwertbar aber nur auf Anfrage.

Ich geh jetzt wieder ins Bett.