Big Data – und bad reality

Dieser Artikel hat nur am Rande mit Geodaten zu tun. Der Artikel, auf den ich hier hinweise hat genau genommen nur so viel mit GIS zu tun, dass das Wort „Karte“ einmal darin vorkommt. Aber – und das ist interessant: Dass GIS gar nicht mehr explizit erwähnt wird, zeigt auch um so mehr, dass GIS inzwischen nichts besonderes mehr ist – oder sein muss. Oder wie ein Kollege von mir das unlängst formulierte: „GIS ist doch nichts anderes als Big Data“…

Zum Artikel: Er hat den netten Namen „Ich habe nur gezeigt dass es die Bombe gibt“ und beschreibt – in einem Satz zusammengefasst, wie altertümlich die Social Media Kampagne von Hillary Clinton sich im Gegensatz zu der von Donald Trump ausnimmt. So wird dann im Nachhinein auch klar, warum Donald Trumps Wahlkampf so bescheiden wirkte – finanziell wie auch bezogen auf seine Reisetätigkeit…

Nokia Here für Android und iOS

Die Nokia Here Apps waren ein, wenn nicht das Argument, warum ich mir vor einiger Zeit ein Windows Phone gekauft habe. Dass Microsoft und Nokia nicht mehr nur glücklich in ihrer Ehe sind, hatte ich schon mal gehört, aber verfolgt habe ich das nicht (was sich ja auch in der „Auszeit“ von orgismus bemerkbar machte). Nun verkündete Nokia eine Kooperation mit Samsung, die den Beginn der Here Apps für Android markieren soll. Auch für iOS sollen die Here Apps (wieder) kommen, für Microsoft werden sie zumindest weiterhin gewartet. Allerdings habe man die Android Version komplett und von Grund auf neu entwickelt, so dass eine Windows Version auch recht einfach kompiliert werden könne.

Zunächst soll die Android Version exklusiv auf Samsung Devices (Galaxy sowie der Smart Watch Gear S) laufen.

Ein ausführlicher Artikel zu dem Thema findet sich hier: Dort wird auch die Historie der Nokia Kartendienste kurz aber gut beschrieben.

Der Ball rollt wieder

Bereits vier Spieltage absolviert (in der ersten Liga) und der FSV Mainz 05 steht an Platz zwei, nachdem er sich auch früh aus zwei Wettbewerben verabschiedet hat. Da stellt sich doch gleich mal die Frage, was das denn nun mit GIS zu tun hat. Nix. Ganz einfach.

Aber irgendwie musste ich ja zu dieser Karte überleiten: Eine Karte, die die Verteilung der Mitglieder der Bundesligaclubs zeigt. Korrekter: der Herren Fussballbundesligaclubs. Leider ist diese Karte bzw. die Datengrundlage noch nicht vollständig, trotzdem ist das interessant anzusehen.

Interessant daran finde ich persönlich, dass ein Komilitone von mir eine ähnliche Karte bereits in den 90ern erstellt hatte. Damals freilich nur für den Bundesligisten seines Herzens. Aber der hatte mächtig Interesse daran, zu erfahren, wie denn die Fanclubs verteilt sind. Da war Geomarketing halt noch richtig revolutionär. So wie der FSV Mainz 05 immer noch der beste Club in der Liga ist.

OSM Routing

OpenStreetMap war bislang insbesodere eine gute Alternative zu kommertiellen Anbietern, wenn es um Visualisierung ging. Als Google vor einiger Zeit Lizenzgebühren erhob, wechselten prompt einige große Kunden zu OSM.

Nun gibt es einen ersten Prototyp, in dem mit OSM Daten auch geroutet wird. Ohne es im Detail getestet zu haben: Es ist zumindest mal rattenschnell.

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

Wie gut verschiedene Abbiegevorschriften etc. berücksichtigt sind, ist noch genauso unklar, wie die Abdeckung der Daten. Aber wie gesagt: Schnell ist es!

England auf einer Karte

Hier mal wieder ein Beispiel für eine gelungene (wie ich finde) Webmapping Seite: Illustreets zeigt verschiedene Daten von England in einer WebMap. Dabei handelt es sich im Nachbarschaftsdaten, wie Einkommen, Bildung, Kriminalitätsrate etc. Gut gemacht finde ich die Kartenanwendung: „ungissig“ mit der wesentlichen Aussage direkt offensichtlich.

Nachtrag vom 16.1.2014: Diesem Artikel zufolge (der die Seite wie ich übrigens für extrem gelungen hält) stammen die zugrunde liegenden Daten aus OpenDatea Quellen.

Hochauflösende Daten aus dem All

In einem der letzten Beiträge steht, dass das Angebot an Rasterdaten immer größer werden wird, vor allem weil die Befliegungen mit Drohnen immer einfacher werden. Nun bin ich (dank @GIS_ELSE) auf zwei Unternehmen gestoßen, die eigene Rasterdaten aus dem All bereitstellen (wollen). Dazu bauen beide selber Satelliten und schießen sie ins All.

Skybox bietet einerseits hochauflösende (farbige) Luftbilder und Videos an. Man kann aber auch Zeiten der Satelliten mieten, um Daten für spezifische Regionen zu erhalten – man beauftragt quasi seine eigene Satellitenbefliegung. Wie solche Videos aussehen, zeigt Skybox auf YouTube:

Eine Regel der Marktwirtschaft besagt, dass es in lukrativen Märkten auch immer Wettbewerb gibt. Dass es hier bereits einen ebenso aktiven Wettbewerber gibt, zeugt davon, dass diesem Markt ein erhebliches Potenzial eingeräumt wird.

Planet Lab (früher Cosmogia) stellt ebenfalls eigene Nanosatelliten her, allerdings scheinen die Bilder dieses Unternehmens nicht so hochauflösend zu sein.

Bilig ist das Ganze freilich nicht zu machen; beide Unternehmen sind auf Investitionen im mehrstelligen Millionenbereich angewiesen. Aber: Sie bekommen diese.


Nokia Here nicht mehr für iOS

Laut Indian Express (nee, von dieser Zeitung hab ich bislang auch noch nichs gehört) hat Nokia seine Here App zum Jahresende aus dem Apple AppStore entfernt. iOS User können nun nur noch den Webdienst nutzen.

Als Grund hierfür wird angeführt, dass es mit iOS 7 Probleme gab: „We have made the decision to remove our HERE Maps app from the Apple App Store because recent changes to iOS 7 harm the user experience.“

Allerdings scheint das nicht der einzige Grund gewesen zu sein: Nach dieser Quelle sind die Nutzer- und Zugriffszahen mit iOS Usern deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Dazu kommt sicherlich, dass Maps ein häufig genutztes Feature auf mobilen Geräten sind – die enge Kooperation zwischen Microsoft und Nokia legt nahe, dass man hier einen Vorteil gegenüber Apple sieht.


Schlechte Karten

Das hier wollte ich Euch nicht vorenthalten: Ein Dialog auf Twitter über eine wahrhaft nicht schöne „Karte„. Schon bemerkenswert, mit welcher Qualiität von Karten und Software manche Menschen huete noch arbeiten…