SAP Hana kann Geo

SAP kündigte vergangenen Donnerstag an, dass SAP Hana zukünftig um  Fähigkeiten im Bereich der Geodatenverarbeitung erweitert werden soll.

SAP hat ja bereits des öfteren angekündigt, “etwas mit GIS” machen zu wollen, bereits seit über 10 Jahren gibt es unterschiedliche Projekt- aber auch Produktspezifische Ansätzr und Kooperationen. Das spannende an diese Ansatz: SAP Hana ermöglicht Big Data Analysen in “Echtzeit”, also ohne dass Vorberechnungen notwendig sind, wie das heute bei den meisten Business Intelligence Systemen der Fall ist. Möglich wird das durch den sogenannten “in Memory” Ansatz: Es werden möglichst viele Daten im Speicher gehalten.

Bemerkenswert ist diese Meldung, weil SAP die Hana Platform für alle möglichen Anbieter öffnet, so dass auch GIS- Lösungen auf Hana zugreifen können.

Ob SAP hier eigene Geoprocessing Technologie entwickelt hat oder aber auf Kooperationen setzt, wurde bislang offiziell nicht verkündet.


Islamisches Google Earth

Das hier würde ich als Aprilscherz bezeichnen, auch wenn der Guardian das am 10. April gebracht hat: Der Iran plant ein Pendant  zu Google Earth, ein “Islamisches Google Earth”, das Basir heissen soll.

Das jedenfalls behauptete angeblich der iranische Informationsminister, der auch in Nordkorea studiert haben soll. Was das Ganze quasi zu einem GIS des Bösen macht. Und nein: Ich habe nichts von dem überprüft. Ich finde die Geschichte so wie sie ist einfach berichtenswert.


Der Wert von Satellitenbildauswertungen

Ich bin ja immer dankbar für Berichte, die Beispiele dafür bringen, welchen Wert GIS oder GIS Analysen haben. Für die Energieversorger gibt es ein recht schönes und prägnantes Beispiel, was passieren kann, wenn man gar kein GIS einsetzt. Beispiele, an denen aber der Wert der Analysen (nicht der zu vermarktenden Daten) errechnet wird, gibt es zwar, sie sind aber noch immer selten.

Das USGS hat für den Staat Iowa (besser: einen Teil davon) im Rahmen einer Value of Information Analysis (VOI) untersucht, welchen Wert Analysen von Landsat Daten haben. “A VOI analysis is a comparison of what canbe accomplished with higher quality informationversus what can be accomplishedwithout it.” Konkret wurde dort untersucht, wie sich die Nitratbelastung des Mais- und Sojaanbaus auf das Grund- und damit Trinkwasser auswirkt. Die Ergebnis: Die Nutzung der Landsat Daten ist mehrere 100 Mio US$ wert.


Patentklage gegen Google

Es gab ja schon lange nichts mehr zum Thema Patentklagen – insbesondere bei mobilen Endgeräten gab es im letzten Jahr ja einige davon.

Nun gibt es eine Klage von Microsoft gegen Google: Microsoft beruft sich dabei auf ein Patent aus dem Jahr 1996, das durch Google Maps verletzt würde. Google wiederum ist bereits so weit verbreitet, dass sich beide Seiten einig zu sein scheinen, dass das Abschalten von Google Maps “schlimme Folgen” haben könne. Enstprechend scheint man sich bereits einig zu sein, dass die Zahlung von Lizenzgebühren “diesen Krieg” beenden könne.

Man könnte fast von Kriegsgewinnlern reden…

 

Big Data

Big Data ist eines der aktuellen IT Hype Themen. Und wie das bei solchen Hype Themen so ist, reden da jede Menge Menschen mit, die auf einen Zug aufspringen und eigentlich nur ein Viertelwissen haben. Um mich dessen nicht selber schuldig zu machen, vertiefe ich das Thema an dieser Stelle nicht selber, sondern verweise mal auf ein paar lesenswerte Artikel, die entweder einen GIS Bezug haben oder einfach so lesenswert sind. Was nicht heissen muss, dass es nicht andere lesenswerte Artikel zu dem Thema gibt.

  1. Eine Einführung zum Thema GIS und Big Data (ooops – doch schuldig) mit einem Überblick, was es 2012 im Sommer an Lösungen gab
  2. Ein Artikel, in dem Esri die Nische besetzt – was machen eigentlich andere GIS Anbieter in diesem Umfeld?
  3. Ein fast schon philosophischer Artikel in der SZ – absolut lesenswert.

Die Lektüre dieser Artikel sollte ausreichen, um auf der Cebit mitreden zu können. Die wird für uns GIS Menschen nämlich zunehmend wichtiger – wenn auch die Intergeo immer noch das alte Familien- und Klassentreffen ist.


Nokia Here offen für alle

Nokia, ehemals Weltmarktführer ist in den letzten Tagen ja ziemlich präsentin der Presse: Die neuen Lumia Smartphones und die Allianz mit Microsoft haben es heute sogar ins Heute Journal geschafft. Kein Wunder, denn aktuell findet ja auch die Branchenmesse in Barcelona statt.

Nun hat Nokia dort erklärt, seine Kartendienste auch anderen Plattformen als Windows Phone zu öffnen. Wer sich mal die Karten auf einem dieser neuen Nokia Handys angeschaut hat, wird verstehen, warum Nokia an dieser Stelle von sich selbst überzeugt ist.

Eine interessante Analyse zu dem Thema findet sich in diesem Artikel: Die Zukunft der mobilen Geräte seien die Brillen – gestern hieß das noch Google Glasses, heute wird es bereits herstellerneutral als Smart Glass tituliert. Und mit den Brillen bekommt dann das Thema Augmented Reality einen ganz anderen Stellenwert. Und da sieht Nokia sich als Pionier und zukünftigen Marktführer. Zitat Stephen Elop, Scheff von Nokia: “We clearly have established a pattern for being leaders in augmented reality”.


Google macht CrowdSourcing

Google nutzt Crowd Sourcing (man könnte hier von der “Erfindung” von Open Street Map sprechen), um seine Datenbasis von Google Maps zu verbessern. Das unterstützt Google mit Tools und den Map Maker Conferences. Gestern startete Google einen Mapathon, der bis zum 25. März geht. Zur Teilnahme motiviert Google, indem Preise von T-Shirts bis Tablets ausgelobt werden. Leider nur in Indien. Blöd, weil recht weit weg.

Aber auch interessant.

Denn Indien ist (zumindest diesem Artikel zufolge) ein stark umkämpfter Markt für Smartphones. Nokia und Microsoft – aktuell im Handyrennen ja nicht ganz vorne dabei – könnten hier richtig Boden gut machen. Schließlich hat Nokia (Navteq) nach eigenen Angaben in Indien bereits eine Coverage von rund 80%. Womit dieser Mapathon den Charakter eines Schachzugs im globalen Spiel bekommt…


670 Mio. Smartphones in 2012 verkauft

2011 wurden mehr Smartphones verkauft als PC’s. Dass das der Beginn einer – ich will’s nicht gleich industrielle Revolution nennen – dramatischen Veränderung im IT Markt werden würde, war klar. 2011 waren es 488 Mio Smartphones, 2012 670 Mio. Sauberer Zuwachs.

Noch immer ist Android vorne, Samsung ist der Spitzenreiter, Symbian (was war das nochmal?) ist quasi tot, Nokia sieht mit dem Lumia aber Land. Und Apple? Ist mit dem iPhone 5 gut dabei, aber was kommt dann?

Was Apps und Maps angeht also: Google und Android weit vorne, iOS kommt dann und Windows Phone hat Potenzial…


Was Foursquare fourhat

Diesen Artikel von Foursquare hatte ich schon vor einigen Tagen gefunden, komme aber leider erst jetzt dazu, darüber zu schreiben. Was im Wesentlichen daran liegt, dass ich ihn erstmal selber lesen wollte.

Foursquare hat über drei Monate alle CheckIns ausgewertet und jeweils als Punkt dargestellt. Das ergibt einige wirklich coole Karten, wie die hier.

Quelle: https://foursquare.com/infographics/500million

Dazu schreiben die Leute von foursquare, was sie mit “ihren” Daten machen wollen:

  1. Nicht nur die Punkte sondern auch die Reihenfolge der CheckIns sind wichtig. Sprich: Es kommt nicht nur darauf an, welche Orte Menschen gerne besuchen, sondern auch, welche Orte sie gerne als nächstes besuchen. So wie Google Seiten und Amazon Produkte empfiehlt, will Foursquare dann echte Orte empfehlen.
  2. Eine aktuelle Datenbank aufbauen, die jede Menge Orte enthält. Das ist wohl die naheliegendste Idee, wie man diese Datenvergolden kann.
  3. Was viele Leute heute bereits als Geschäftsmodell sehen und warum dieser Markt von Google, Apple und andere so heftig umkämpft wird: Man will den Geschäften, Museen, Gaststätten etc. neue Möglichkeiten geben, wie sie mit ihren (heute anonymen) Kunden interagieren können.

Alles irgendwie naheliegend. Heute jedenfalls.

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Eine GPS Uhr mit OSM Karte

Erinnert Ihr Euch noch an WAP Handies und die ersten Versuche, die mit Karten gemacht wurden? Arrgh. Nun sind ein paar ehemalige Nokia Mitarbeiter dabei, eine Sportuhr zu entwickeln, die auch OSM Daten recht schön darstellen kann. Dazu brauchen die Jungs noch etwas Geld, das sie versuchen über Kickstarter.com, ein Crowdfunding Seite, zu sammeln. Wer also interesse an einer coolen Uhr hat, einfach hier reinclicken.