SAP Hana kann Geo

SAP kündigte vergangenen Donnerstag an, dass SAP Hana zukünftig um  Fähigkeiten im Bereich der Geodatenverarbeitung erweitert werden soll.

SAP hat ja bereits des öfteren angekündigt, “etwas mit GIS” machen zu wollen, bereits seit über 10 Jahren gibt es unterschiedliche Projekt- aber auch Produktspezifische Ansätzr und Kooperationen. Das spannende an diese Ansatz: SAP Hana ermöglicht Big Data Analysen in “Echtzeit”, also ohne dass Vorberechnungen notwendig sind, wie das heute bei den meisten Business Intelligence Systemen der Fall ist. Möglich wird das durch den sogenannten “in Memory” Ansatz: Es werden möglichst viele Daten im Speicher gehalten.

Bemerkenswert ist diese Meldung, weil SAP die Hana Platform für alle möglichen Anbieter öffnet, so dass auch GIS- Lösungen auf Hana zugreifen können.

Ob SAP hier eigene Geoprocessing Technologie entwickelt hat oder aber auf Kooperationen setzt, wurde bislang offiziell nicht verkündet.


Google Map Maker nun auch in Deutschland

Google Map Maker gibt es seit gestern auch für Deutschland. Damit verfolgt Google den Ansatz, mittels Crowd Sourcing Daten erheben zu lassen. Das Ganze funktioniert recht komfortabel und flutscht ganz gut. Im Blog fordert Google (ohne Umschweife) dazu auf, mit Map Marker Daten zu erfassen.

Allerdings: Warum ein Mensch Zeit und Energie investieren soll, Daten für ein kommerzielles Unternehmen zu erheben – ohne dafür etwas zurückzubekommen – erschließt sich mir noch nicht. Allerdings: Mit foursquare, OSM und nicht zuletzt Nokia muss Google zusehen, dass der Wettbewerb offen bleibt!


Google Street View Filme

Wieder mal etwas, was wirklich cool ist, wenn auch sich der Nutzen – mir zumindest – nicht sofort erschließt: Filme – quasi Road Movies – erzeugt aus Google Street View. Unabhängig von mehr oder weniger sinnvollen Ankündigungen des BGH letzte Woche “frame” ich ein Beispielvideo hier – freilich nicht, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Copyright dafür bei teehan+lax liegt.

Google Street View Hyperlapse from Teehan+Lax Labs on Vimeo.

Ich muss sicher nicht erwähnen, dass man selber solche Videos erstellen kann und dass die Technologie für alle Interessierten auch verfügbar ist – als Open Source.

 

GIS und BigData – ESRI und Hadoop

Zum Thema Big Data und GIS hatte ich ja schon das ein oder andere berichtet. Ich bin mir nicht sicher, ob Esri diese Nische gerade als einziger GIS Anbieter besetzt, oder ob ich nur deren Infos zu dem Thema mitbekomme. Deshalb noch mal schnell bei Google nachgeschaut und… in der Tat, die anderen scheinen da weniger aktiv zu sein…Wie dem auch sei: Hier ein Beitrag zu Esri und Hadoop.

Ein paar viertelwissende Grundlagen zu BigData: Es gibt einerseits so genannte “in memory” Ansätze, bei denen die Daten in einen Speicher geladen werden und so schnell verfügbar sind. Andererseits gibt es Hadoop – hier handelt es sich um eine verteilte Architektur, d.h. die Daten und Berechnungen werden auf mehrere Rechner verteilt. Eine einfache und gute Einführung zu Hadoop befindet sich hier bei der Computerwoche.

Nun also der Schwenk zum GIS. Esri hat mit den GIS Tools für Hadoop ein Open Source Toolkit bereitgestellt, das es erlaubt, Unmengen von räumlichen Daten in Hadoop auf Basis räumlicher Kriterien zu filtern und zu aggregieren. Oder Flächen zu definieren Punkt-in-Polygon Auswertungen durchzuführen. Wieder mit Unmengen von Daten. Man kann aber auch die Ergebnisse kartographisch darstellen. Hört sich spannend an, zumal es in ArcGIS 10.1 integriert werden kann.


Geodaten im Blick behalten

Das hört sich jetzt vielleicht trivial an, aber der Sinn und Zweck eines GIS ist ja im wesentlichen, dass man Informationen bereitstellt, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden. Da macht es ja nur Sinn, wenn man weiss, ob und wann diese Infos aktualisiert wurden. Nun gibt es Infos, die (nehmen wir mal geologische Karten) sich nicht in allzuhoher Taktzahl ändern. Alllerdings gibt es auch Informationen (die evtl. auch “nur” an geografischen Features dranhängen), die sich öfters mal ändern. Und in Zeiten von BigData, SAP Hana Data, “ich muss alles in Echtzeit wissen, vor allem Kennzahlen” ist es natürlich auch maximal sexy (verzeiht diesen Ausdruck), alles auf einem “Dashboard” sehen zu können. Dem trägt nun auch Esri Rechnung: Das Operations Dashboard für ArcGIS bietet die Möglichkeit, Sichten auf Daten aus ArcGIS Online zu erstellen, und das eben auch “in Echtzeit”. Das Dashboard lässt sich mittels Widgets konfigurieren, so dass man die Postion von Objekten oder deren Attribute anzeigen kann – nicht nur in Karten. Dabei finden die Rollen der aus ArcGIS Online Anwendung.


Europa in drei Minuten

Das hier finde ich mal klasse: Europa in drei Minuten. Fachlich zwar eher Geschichte denn Geographie, technisch trotzdem klasse. Dynamische Karten hatte ich bereits einige vorgestellt, und ich muss sagen: Das gefällt mir!

Hier nun also Europa der letzten 1.000 Jahre in knapp drei Minuten. Beeindruckend, wie wenig stabil dieser Kontinent in der Vergangenheit war. Erstellt wurde das übrigens von einem Herrn Reed bei Centennia Software. Die haben auch alle Rechte an diesem Video.


Small World jetzt mit Google Maps

Als ich zuerst von dieser Pressemeldung von GE Smallworld hörte, war ich begeistert: Google steigt greift nach dem Logistik Markt auch in den EVU Sektor ein. Das ist sicher auch nicht verkehrt, allerdings ist es nicht so, dass Google nun Anwendungen für die Energieversorger hat. Smallworld kann nun Googe Maps darstellen. Das hört sich zunächst einmal so an, als wäre es die Pressemitteilung nicht wert: Was ist bitte schön so toll daran, Google Karten in einer klassischen GIS Software anzuzeigen?

OK, denken wir mal weiter: Smallworld benötigt – wie manch andere Software – eine Schönheitsoperation, damit es attraktiver wird. In ca. 5 Jahren wird es wahrscheinlich nur noch wenige Rechner geben, wie wir sie heute kennen: Microsoft Surface, iPad, Nexus etc. sind die Vorboten der neuen Geräte. Entsprechend werden die Anwendungen von monolithischen Trümmern zu kleinen modularen “Apps” wandeln. Fängt GE Smallworld also jetzt an, seine Anwender an seine zukünftigen Standardkarten zu gewöhnen?


Verlorenes Gepäck orten

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach DER Killer App. TrackDot wird es wohl nicht, aber auf die Liste der erwähenswerten Apps hat es TrackDot hiermit geschafft.

Man braucht ein kleines Stück Hardware – quasi einen Sender – und legt den in seinen Koffer. Der Sender weiss dann, wo der Koffer ist, und das kann man mit einen Konto beim Hersteller auf einer Karte anschauen. Dufte, wenn der Koffer mal wo ganz anders hin fliegt, als man selbst. Damit man trotzdem was für sein Geld bekommt, wenn der Koffer im richtigen, sprich: im gleichen Flieger war, bekommt man an der Gepäckausgabe eine Benachrichtigung, wenn er via Bluetooth Kontakt zum Handy aufnimmt. Und kann sich auf Google Maps anschauen, wo der Koffer schon überall war. Straßengenau funktioniert die Ortung zwar nicht, dafür aber auch mit Rucksäcken…


Road Kill auf der Karte

Road Kill – englisch für überfahrene Tiere – auf einer Karte. Wieder mal eine Karte, bei der ich mich nach dem Sinn frage. Nun, vielleicht werden zukünftige Generationen diese Daten heranziehen, um bestimmte Tierpopulationen zu rekapitulieren.

Erwähnenswert finde ich aber das Tool, das dem zugrunde liegt: EpiCollect (nennt sich ein OpenSource Projekt) ermöglicht es, geokodierte Daten von Smartphones einzusammeln. Ohne dass man groß was entwickeln muss. Technisch basiert das Ganze auf Google’s App Engine, entwickelt vom Department of Infectious Disease Epidemiology am Imperial College London.

Um ein eigenes Projekt zu erstellen, muss man im wesentlichen

  • ein Projekt anlegen
  • ein Dateneingabeformular erstellen.

Dann kann man Daten auch ohne Internetverbinung erfassen (lassen) und eine Karte angucken.

Coole Sache das. Und ein Schelm, wer meint, dass Google das aus reiner Gemeinnützigkeit tut. Womit ich nichts schlechtreden will.


Google Maps für iOS

Dass die Apple Maps ein Flop waren, ist ja längst breitgetrampelt worden in zahlreichen Beiträgen – auch in diesem Blog.

Nun erschien die Google Maps App für iOS 6, und sie ist – wenn man das Echo im Web liest – auch recht gut. iPhone und iPad Anwender haben also wieder eine brauchbare Karten App. Nicht: Konjunktiv, nicht “könnten haben”, sondern haben. Ausrufezeichen! Denn innerhalb kürzester Zeit schaffte es die Google Maps App an die Spitze und ist die am häufigsten heruntergeladene kostenlose App im AppStore. Das nenne ich mal ein Ausrufezeichen setzen!