OSM Routing

OpenStreetMap war bislang insbesodere eine gute Alternative zu kommertiellen Anbietern, wenn es um Visualisierung ging. Als Google vor einiger Zeit Lizenzgebühren erhob, wechselten prompt einige große Kunden zu OSM.

Nun gibt es einen ersten Prototyp, in dem mit OSM Daten auch geroutet wird. Ohne es im Detail getestet zu haben: Es ist zumindest mal rattenschnell.

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

Wie gut verschiedene Abbiegevorschriften etc. berücksichtigt sind, ist noch genauso unklar, wie die Abdeckung der Daten. Aber wie gesagt: Schnell ist es!

Python lernen

Wer noch immer noch keinen guten Vorsatz für das neue Jahr hat, könnte sich ja mal überlegen, Python zu lernen. Hier eine Liste brauchbarer, kostenloser Ressourcen:

Und wem das nicht reicht: Hier eine noch umfangreichere Liste

 

Waze: nutzt selbst die Polizei

Waze ist in Deutschland noch recht unbekannt (jedenfalls sind sich der CEO von Waze, Noam Bardin, und ich da einig): ein israelischer Navigationsdienst, der wie ein soziales Netzwerk funktioniert: Anwender melden Staus und Verkehrsbehinderungen. Waze wurde im Sommer letztes Jahr von Google übernommen (für ein Heidengeld). In der Zeit ist nun ein Interview mit Noam Bardin. Darin erzählt er, wie Waze funktioniert, und warum er an den DIenst glaubt. Mit einem gesunden (?) Maß an Selbstbewusstsein sagt er: „Die Software, die Oberfläche der Multimediadienste und die Navigation [in Autos] sehen im Vergleich zu der aktuellen Ästhetik auf Smartphones und Tablets ziemlich ärmlich aus.“ Ich bin gespannt, ob sich Waze durchsetzt.

ArcGIS Online für Dummies

Ich halte ArcGIS Online ja für eine der besseren „GIS Erfindungen“ der letzten Jahre – leider wird das Vertrauen in die Cloud Dienste in letzter Zeit nicht wirklich bestärkt… Neben dem Problem der Datensicherheit hat ArcGIS Online ein weiteres Problem: Je stärker es genutzt wird, sprich: Je mehr User und je mehr Content, desto „schwieriger“ wird es zu bedienen. Eigentlich ja gedacht, um „nicht GISlern“ das Leben einfach zu machen, müssen die sich dann doch wieder Fachwissen aneignen, um WebMapServices und FeatureServices von Apps zu unterscheiden. Hierfür bietet mapfolio eine Lösung: Mit weniger Clicks zum Ziel bietet es Admins die Möglichkeit, ArcGIS Online auf die Bedürfnisse der Anwender anzupassen. Macht Sinn.

Linienplan von London für Farbenblinde

Kartographie für farbenblinde oder gar ganz erblindete Menschen ist ein besonderes Thema, das das Zeug zu einem eigenen Fachgebiet hat.

Den Netzplan der Londoner U-Bahn gibt es nun auch als App für iOS und Android für Sehbehinderte. In der App kann man zwischen verschiedenen Layouts auswählen und auch die Schriftgröße einstellen. Zusätzlich ist die App ziemlich einfach zu bedienen. Also: Unter Umständen lohnt es sich, diese App mal anzuschauen und ein paar gute Ideen davon abzukupfern.

Parklücken in London

Die Suche nach Parklücken ist für jeden Autofahrer nervig, kostet Zeit, erhöht den Abgasausstoß, erhöht die Anzahl der fahrenden Autos (die eigentlich parken wollen), kurzum: Die Suche nach Parklücken ist die Pest.

Es gibt verschiedene Ansätze, wie man diese Suche minimieren kann – von einem deutschen Projekt wurde hier auch schon berichtet. In London (wo meiner Erinnerung nach Autos nicht fahren, sondern überall nur rumstehen, weil nichts vorwärts geht) werden nun Sensoren in der Stadt eingebaut, die erkennen, ob ein Parkplatz frei ist oder nicht. Dazu gibt es dann eine App, mit deren Hilfe man diese Parklücken auch finden kann.

Was 2014 in Sachen GIS wichtig wird

So, das neue Jahr hat begonnen, meinen ersten Arbeitstag habe ich hinter mir, nun also die Prognose, was 2014 in Sachen GIS bringen wird. Die kommt freilich nicht von mir selbst sondern wurde von ein paar Kollegen erstellt. Die haben dafür verschiedene Menschen aus der Branche befragt, ich fasse das Ganze mal kurz zusammen:

WebMaps werden immer stärker zunehmen – weil die Erstellung von WebKarten überall einfacher werden wird. Für diejenigen, die immer noch programmieren: Java Script wird an Einfluss gewinnen.

OpenSource Software wird stärker und die Anzahl der „gemischten“ Installationen (bestehend aus kommerziellen Anbietern – wie Esri – und OS) wird zunehmen. Insbesondere die „klammen“ Behörden werden sich zunehmend OpenGeo zuwenden.

Es wird zunehmende Rasterdatenangebote und -anbieter geben. Grund: immer einfachere Möglichkeiten, Befliegungen mit preiswerten Drohnen durchzuführen. Entsprechend werden auch die Angebote für Rasterdatenanalyse zunehmen. 3D Visualisierung und -modellierung wird zunehmen.

Apps werden sich nicht mehr nur darauf beschränken, einen Punkt auf der Karte zu zeigen. Auf Basis der Location werden immer mehr Apps wirklich Aktionen auslösen – welcher Art auch immer. LBS kommt rund 15 Jahre nach dem ersten Hype nun doch.

Außerdem wird Indoor Navigation einen Boom erleben, weil es zahlreiche Unternehmen gibt, die auf diesen Zug aufspringen.

Wer auf diesen Artikel hin eine Wette verliert, dem sei hiermit gesagt, dass ich dafür nicht gerade stehe.


Schlechte Karten

Das hier wollte ich Euch nicht vorenthalten: Ein Dialog auf Twitter über eine wahrhaft nicht schöne „Karte„. Schon bemerkenswert, mit welcher Qualiität von Karten und Software manche Menschen huete noch arbeiten…


Social Media räumlich auswerten

Die räumliche Auswertung von Social Media Kanälen funktioniert nicht nur, in der Zwischenzeit ist sie insbesondere im Katastrophenschutz fast unverzichtbar.

Wer sich dem Thema nähern will, ohne aufwendige Programmieraktionen zu starten, sollte sich mal GeoFeedia anschauen. Dabei handelt es sich um ein Tool, mit dem man auswerten kann, was auf welchen Kanälen wo gepostet wird. Man kann also auf einer Karte den Bereich eingrenzen, den man beobachten möchte, kann nach Hashtags filtern und bekommt auf diese Weise ziemlich genau mit, was im Zielgebiet so los ist.

Wer noch nicht verstanden hat, welchen Nutzen man davon hat, der kann mich gerne mal zu einem guten Essen einladen – dann können wir das gerne diskutieren.

Google will in den Business Bereich

Offensichtlich meint Google es langsam aber sicher ernst: Genug für den Konsumer Markt gemacht, nun soll der Business Bereich mit Karten und GeoApllikationen gerockt werden.

Zum Einen hat Google unlängst Toolbars auf den Markt gebracht, mit denen es möglich ist, in ArcGIS Desktop bzw. QGIS Daten aus der Google Maps Engine zu nutzen. Zum Anderen hat Google heute eine Partnerschaft mit Safe Software bekannt gegeben. Inhalt dieser Partnerschaft ist zunächst ein Tool, das es ermöglicht, 18 Formate kostenlos in die Google Maps Engine zu importieren (und auch wieder zu exportieren). Das alles ist nichts für Kindergeburtstage (Schnitzeljagdkarten macht man mit Google Maps, nicht ArcGIS und schon gleich gar nicht mit Hilfe von FME), sondern ein offensichtliches Bestreben, den kommerziellen GIS Markt aufzurollen.