Prism, Snowden und – GIS

Datenschutz und Privatsphäre – das sind Themen, die auch hier bereits angerissen wurden. Dieser Artikel beschreibt auf hervorragende Art und Weise warum den meisten Deutschen zu Datenschutz ein Verhältnis haben, dass andere Nationen nur mit Mühe verstehen: Seit 1933 (sprich in den letzten 80 Jahren) gab es zwei totalitäre deutsche Regimes, die auf Denunziation, Misstrauen und Überwachung gründeten (die ich beide zum Glück nicht selbst erfahren habe).

Nun also Prism und Snowden. Und GIS. Was man mit Daten anstellen kann, sollte die Leser dieses Blogs eigentlich nicht überraschen, aber eindrucksvoll ist dieses Beispiel von Malte Spitz dennoch: Die Verbindungsdaten seines Mobiltelefons verbunden mit Twitter Feeds zeichnen für ein halbes Jahr ein enorm genaues Bild – was die Kollegen der Zeit übrigens wirklich gut umgesetzt haben.

Traurig, dass auch diese Geheimdienstaktivitäten keine hundertprozentige Sicherheit bieten: In Boston konnten dennoch zwei Bomben explodieren. Dass die Täter dann recht schnell identifiziert waren, war wiederum eindrucksvoll und ist sicher auch auf entsprechende Datenmengen und Rechenleitungen zurückzuführen. Und: Wie viele Anschläge dadurch verhindert wurden, ist unbekannt. Genauso wenig ist bekannt, gegen wie viele Leute aufgrund geheimdienstlicher „Erkenntnisse“ zu Unrecht ermittelt wurde.

Diesem Artikel zufolge pflegte Snowden übrigens bereits vor seinem Dienstantritt bei der NSA Kontakte zu Wikileaks Unterstützern – und er bekam den Job dennoch. Was also taugt diese Datensammelwut?


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