FBI sucht nach Mitteln, Social Media Plattformen auszuwerten

Diverse amerikanische Seiten verweisen heute auf diesen Artikel: Das FBI, die US amerikanische Bundespolizei, hat bereits am 20.1. einen RFI (request for information, quasi eine Voruntersuchung zu einer Ausschreibung)  veröffentlicht. Es geht dabei um eine Lösung, die Social Media Plattformen analysieren soll, auch räumlich:

  • diverse Phänomene sollen auf augenblicklich auf Karten dargestellt werden
  • Social Media Quellen sollen geokodiert werden und räumliche Suchfunktionen enthalten
  • die „bösen Buben“ (sorry, aber wie soll man sonst „bad actors“ übersetzen?) sollen geortet, ihre Bewegungen verfolgt und analysiert werden.

Damit sucht mal offensichtlich eine Möglichkeit, aus belanglosen Meldungen in Twitter, Facebook und Co., die Schlüsselbegriffe enthalten, konkrete Bilder von Situationen zu bekommen. So könnten z.B. Meldungen, die das Wort Rauchwolke oder Knall enthalten, in einer räumlichen Konzentration auf einen Großbrand hindeuten – was unter Umständen auch einen Bombenanschlag bedeutet. Auf diese Art und Weise könnte perspektivisch auch ein Profiling von Accounts stattfinden, so dass die „bösen Buben“ nicht nur verfolgt werden – Wunsch scheint zu sein, deren Verhalten auch räumlich vorher sagen zu können.

Interessant an dieser Geschichte finde ich dreierlei:

  1. Welcher Anbieter wird wohl hier das Rennen machen und: Werden wir es je erfahren?
  2. Wenn das FBI eine solche Asschreibung veröffentlicht: Haben die selber
    – keine Ahnung
    – keinen Marktüberblick und keine Mittel, den zu schaffen?
  3. Big Brother is seriousliy starting to watch us!

Als Kinder haben wir uns öfters mal den Spass gemacht und am Telefon „Bombe“ gesagt, auf dass wir irgendeinen Spion irgendeiner Geheimpolizei damit beschäftigen. Es hieß, dass Telefone überwacht würden und auf bestimmte Codewörter anspringen würden. Nix mehr Spass…


 

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