GIS in den nächsten 5 – 10 Jahren

Derweil der KSC sich gegen den Jahn abmüht und ich aus familiären Gründen keine Chance habe, das live zu sehen, stolperte ich über eine Institution, die ich bislang nicht kannte: UN initiative on Global Geospatial Information Management (GGIM).

Eine Arbeitsgruppe hat unlängst die Gedanken von 29 Experten zu Trends in den nächsten 5 – 10 Jahren von „Geospatial Information Management“ ausgewertet, zusammengefasst und in Amsterdam präsentiert. Also noch eine Trendanalyse – im Gegensatz zu der des Runden Tisch GIS e.V. geht es hier allerdings nicht nur um technologische Trends.

Hier ein paar ausgewählte Stichworte:

GIS (ich nehme das als Synonym für Geospatial Information Management) wird zunehmend von Menschen genutzt, die weder GIS Experten sind, geschweige denn mit dem Begriff etwas anfangen können. Mehr noch: Sie tragen aktiv dazu bei, relevante Daten zu erheben, beispielsweise durch die Nutzung von Social Media Plattformen.

Außerdem werden die Datenmengen rasant zunehmen. Einerseits durch neue Erfassungsmethoden wie unbemannte Flugzeuge, andererseits wird aber auch die vierte Dimension – Zeit – an Bedeutung gewinnen. Zusätzlich werden Leute (unbewusst) durch den Einsatz ihrer Smartphones Daten erzeugen. Den sogenannten Entwicklungsländern wird hier ein besonderes Wachstumspotenzial bescheinigt. Parallel zur rasanten Datenentwicklung wird auch die Technologie sich weiter entwickeln: In Big Data (eines der kommenden Hype Themen in der IT) Projekten werden Lösungen realisiert werden, die immense Datenströme von diversen Sensoren direkt verarbeiten.

Entsprechend wird es rechtliche Fragestellungen geben. Es gibt die Interessen der Anbieter einerseits, der Regierungen (ich sag nur nationale Sicherheit) andererseits und schließlich der Privatmenschen mit ihrem Wunsch nach Privatsphäre. Die Juristen werden der Technologie aber stets hinterherhinken.

Die staatlichen Behörden werden weiterhin eine wesentliche Rolle bei der Sicherung hoher Qualitätsstandards für Geodaten spielen – allerdings wird sich ihre Rolle (wie auch immer) ändern, jetzt wo Crowd Sourcing zusätzlich zu kommerziellen Anbietern eine weitere Größe wird.

PS: So Leid es mir für alle Anhänger des KSC tut: Der ist jetzt drittklassig

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