Ist GIS noch was besonderes?

Was ist eigentlich GIS und was unterscheidet GIS denn noch von „normaler“ IT? Mit dieser Frage setzt sich ansatzweise dieser Artikel auseinander. Ein schöner Artikel zu dem Thema beschäftigt sich damit, wie aus GIS „Mainstream“ wurde.

Angefangen hat demnach alles damit, dass 2004 Google Keyhole kaufte und prompt waren diese coolen Bilder in Google Earth verfügbar. Kostenlos. Dann kam Google mit Google Maps und prompt waren Kartenanwendungen – bis dahin nur mit komplizierter Software und kostspieligen Datenlizenzen machbar – für jeden zugänglich und nutzbar. Prompt wurde auch die API genutzt, andere Anbieter wie Microsoft zogen nach (deren Mappoint einige GIS Hersteller übrigens arg beunruhigte) und prompt waren WebGIS Anwendungen auf einmal da, ohne dass GIS (im klassischen Sinn) Spiel wäre. Klingt absurd, ist aber so.

Da stehen wir also: GIS (oder besser Geographische Informationsverarbeitung) kann heute jeder und GIS Spezialisten werden immer weniger benötigt…


Ein Gedanke zu „Ist GIS noch was besonderes?

  1. Das würde ich so nicht sehen. Natürlich kannst du jedem Informatiker die API-Dokumentation von OSM in die Hand geben, noch eine Version ArcGIS spendieren und ein paar Links zu GeoServer, MapFish sowie Neo4j oben drauf packen. Trotzdem gibt es noch ein paar Sachen, die eher im Metier von GIS-Spezialisten liegen. Das Wissen über Projektionen, Generalisierung, Genauigkeiten, die kommunale GIS-Landschaft, usw. kann man sich nicht mal eben in ein paar Tagen anlesen.
    Zudem sagt es dein Blogtitel schon: GIS mit Leidenschaft! Wer sich nicht wirklich für „Geo“ begeistern kann, wird keine coolen Produkte abliefern.
    Und das Argument mit GMaps lasse ich sowieso nicht gelten. 😉 Nur weil alle lustige Routen und Mashups basteln können, wird die richtige Wertschöpfung á la GfK immernoch auf harten Daten beruhen für die man zumindest die wichtigsten GIS-Werkzeuge im Schlaf beherrschen muss.

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