My Taxi – Wie Geoinformationen unseren Alltag verändern

Dass und wie GIS bzw. Geoinformationen unseren Alltag verändern, zeigt sich an der Diskussion um die App MyTaxi.

Die Idee von MyTaxi: Man ruft ein Taxi nicht mehr wie gehabt über eine Taxi Zentrale oder winkt es vom Strassenrand zu sich (was in Deutschland meiner Erfahrung nach ohnehin eher selten erfolgreich ist). Vielmehr kann ein Kunde nun per App ein Taxi rufen. Die App ermittelt den Standort des Kunden, sucht in der Umgebung ein freies Taxi. Der Kunde kann auf der Karte beobachten, wie das Taxi sich nähert. Dem Taxifahrer, der myTaxi nutzt, werden Aufträge in einem gewissen Radius zugestellt. Wie bei fast allen neuen Anwendern heutzutage kommt auch eine soziale Komponenten dazu: Der Kunde kann Fahrer bewerten und bevorzugen, der Fahrer kann Stammkunden einrichten.

Das Ganze ist erfolgreich – zumindest wird es so dargestellt. Und wie viele erfolgreiche Neuerungen, löst diese App eine Kontroverse aus. Diese deutet ein Artikel in der Zeit an, im Spiegel (Printversion vom 6.2.2012, aktuell online nicht frei verfügbar) wird sie als handfester beschrieben und auch auf der Seite von myTaxi bekommt man einen Eindruck davon. Ein neuer Player am Markt bietet eine Leistung schneller an(Geodaten und Smartphones), hat ein neues Geschäftsmodell (angeblich attraktiver für die Taxifahrer) und schon sind die alten Platzhirsche aufgescheucht. Sie erwehren sich des neuen Wettbewerbs und imitieren die neue Idee.

Grundlagen dieser neuen Geschäftsidee: Clevere Unternehmer, verfügbare Geodaten und Smartphones. Vor zehn Jahren war von Location Based Services die Rede und davon, wie sie unseren Alltag verändern würden. Vielen Menschen fiel es schwer, sich darunter ein funktionierendes Geschäftsmodell vorzustellen. Hier haben wir es. Ich bin begeistert.


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