Holistic Testing

Leider geschieht es immer wieder, das man mangelhafte Software erhält – quasi mit heißer Nadel gestrickt über den Zaun geworfen. Das muss man dann installieren, stellt Fehler fest, dreht noch eine Runde und schon steht der Kunde oder Chef auf der Matte und will wissen, warum das alles noch nicht tut…

Das Konzept des „holistic testing“ ist sicher nicht in jeder Situation brauchbar, dennoch: Ich finde das interessant, es gefällt mir, hier also eine kurze Beschreibung, um was es geht.

Beim ganzheitlichen Testen, wie man das übersetzen würde, lädt der Softwarehersteller Kunden ein, damit diese mit ihren Daten, ggfs. ihren Softwareanpassungen ihre Arbeitsschritte testen können. Die Tests dauern mehrere Tage, und es sind mehrere Parteien anwensend.

Täglich werden vom Hersteller gezielte Aufgaben vorgeben, die getestet werden sollen. Abends gibt es dann im „Plenum“ eine Zusammenfassung und einen Ausblick auf den nächsten Tag.

Am Ende hat der Hersteller dann einen guten Eindruck, was die Kunden mit der neuen Software anfangen können. Die Kunden haben das Gefühl (hoffentlich berechtigt), dass sie sich frühzeitig in den Prozess der QS einbringen konnten. Allerdings zahlen sie dafür auch einen Preis, den eigentlich der Hersteller bezahlen sollte: Sie übernehmen einen Teil der Testaufwände, die ja eigentlich Sache des Herstellers sind.

In jedem Fall habe ich den Eindruck, dass das „holistic testing“ eine guter Ansatz ist, um gute Software abzuliefern.


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