Social Networks in der Nachbarschaft

Ich glaube, der Punkt ist erreicht, an dem wir alle das Thema Kommunikation mal überdenken sollten. In den USA hat das Social Network Nextdoor (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Produkt von WiGeoGIS) inzwischen Einwohner aus 3.600 Gemeinden (wahrscheinlich besser übersetzt als Gemeinschaften) zusammengebracht.

Angeblich kennen rund 30% der Amerikaner keinen einzigen ihrer Nachbarn namentlich. Nun reden wenigstens einige von ihnen via Nextdoor miteinander. Aktiviert wurden sie durch klassische Papierbriefe. Die Mitglieder müssen nachweisen, dass sie wirklich dort wohnen, wo sie es angeben und absolute Diskretion wird gewährleistet – im Netz nicht ganz trivial. Wie sichergestellt wird, dass die Mitglieder miteinander und nicht übereinander reden, ist mir nicht klar, aber ein sicherlich ein wesentliches Erfolgskriterium.
Nochmal zum Verstehen: Nachbarn lernen einander via Internet kennen, verabreden sich via Internet zum Grillen im jeweiligen Garten oder klären, wer bei wem Nikolaus spielt.

Das Geschäftsmodell dahinter scheint noch nicht so recht zu klappen (wer sollte das auch noch nutzen, wenn er seine Nachbarn dann mal kennt?), dennoch bekommt NextDoor jetzt noch mal Geld. 18Mio US$.

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