Apple macht Street View aus der Luft

Apple plant laut diesem Beitrag, seine Kartendaten mittels autonomen Dronen zu verbessern: Ähnlich StreetView sollen die Dronen auch Daten z.B. von Verkehrsschildern sammeln. Allerdings sollen diese und andere Informationen wie z.B. Staus und deren Länge deutlich schneller verfügbar gemacht werden.

Außerdem will Apple in das Thema Indoor Navigation investieren, um Anwendern nicht nur die Route zum Einkaufszentrum zu zeigen, sondern auch noch zum gesuchten Geschäft.

Nokia Here nicht mehr für iOS

Laut Indian Express (nee, von dieser Zeitung hab ich bislang auch noch nichs gehört) hat Nokia seine Here App zum Jahresende aus dem Apple AppStore entfernt. iOS User können nun nur noch den Webdienst nutzen.

Als Grund hierfür wird angeführt, dass es mit iOS 7 Probleme gab: „We have made the decision to remove our HERE Maps app from the Apple App Store because recent changes to iOS 7 harm the user experience.“

Allerdings scheint das nicht der einzige Grund gewesen zu sein: Nach dieser Quelle sind die Nutzer- und Zugriffszahen mit iOS Usern deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Dazu kommt sicherlich, dass Maps ein häufig genutztes Feature auf mobilen Geräten sind – die enge Kooperation zwischen Microsoft und Nokia legt nahe, dass man hier einen Vorteil gegenüber Apple sieht.


Neuigkeiten von Google und Apple Maps

Apple Maps war ja anfangs ein RIESIGER Flop mit personellen Konsequenzen und sorgt noch immer für Häme in diversen Medien. Nachdem Google Maps auf iOS Devices verfügbar sind, verliert Google nun aber kontinuierlich Anwender an Apple – die Süddeutsche titelt: „Google Maps verliert Millionen Nutzer an Apple„. Tatsächlich laden einer Studie von comscore zu Folge immer weniger iOS Anwender Google Maps herunter und bleiben statt dessen bei den vorinstallierten Apple Maps. Kann nun sein, dass Apple massiv aufgeholt hat oder dass es dem durchschnittlichen SmartPhone Anwender piepegal ist, was für Maps er nutzt. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Kartendienste sich gar nicht mehr viel geben, und dass die Anwender genau deswegen keinen Grund mehr sehen, andere als die mitgelieferten Karten zu nutzen…

Interessant in diesem Zusammenhang, wie Nokia Here sich so schlägt: zunehmende Absätze außerhalb des Nokia Konzerns…

Zum Thema Google ist dem Ein oder Anderen (der abends mal vor der Glotze sitzt) vielleicht dieser Werbespot aufgefallen.

Das passt insofern zu dem oben geschilderten Bild, dass der Handy Markt zwar ein großer ist, aber die Nische der „professionellen“ Anwendungen eben auch eine Menge Potenzial bietet und konsequent angegangen wird.


Apple Maps – sind schön

Inzwischen ist zum Thema Apple Maps ja Ruhe eingekehrt: Apple hat Prügel bezogen, verantwortliche Mitarbeiter entlassen und schließlich haben sich Anbieter wie Google oder Nokia Here dazu herabgelassen, auch iOS zu bedienen.

Ohne dass ich dieses Thema wieder aufwärmen will: Heute wurde ich auf ein Photoalbum bei FLICKR aufmerksam gemacht: Hier sammelt Peder Norrby, ein Schwede, überaus ästhetische Apple Maps Fehler. Auch sonst sind seine Photos wie ich finde sehenswert, also einfach mal ein Glas Wein aufmachen und reinschauen.


2012 – ein Rückblick

So, langsam aber sicher wird es Weihnachten und dann auch 2013. Grund genug, einen kurzen Blick zurück auf das durchaus bewegte Jahr 2012 zu wagen.

Map Wars

Allein die Tatsache, dass von Map Wars gesprochen wird, stimmt mich für unsere Branche grundsätzlich optimistisch: Google, Apple, Microsoft und Amazon kämpfen mit Kartenapps und Geodaten um Endkunden. Apple hat sich blamiert, Google hat mit seiner neuen Preispolitik zahlreiche wichtige Kunden verprellt. GIS (oder vielleicht besser: Anwendungen mit Raumbezug) gewinnen an Bedeutung und Verbreitung!

Partnerschaften und Käufe

Freilich sind die Karten nur ein Teil im großen mobilen Geschäft – aber eben ein wichtiger, für den man sich mächtig ins Zeug legt. Daher wurden diverse Unternehmen  gekauft oder haben andere Unternehmen gekauft, um die Nase vor zu behalten oder nach vorne zu bekommen. ESRI – aus der „klassischen“ GIS Ecke kommend, kämpft um seine B2B und B2G Kunden und versucht gleichzeitig, einen Fuß ins B2C Geschäft zu bekommen – z.B. mit der Akquisition von Geoloqui. Derweil macht es Google umgekehrt und versucht auch im Bereich Geo mal in den B2B Bereich zu kommen – mit Google Coordinate. Auf der anderen Seite vereinbaren Autodesk und MapInfo eine Partnerschaft und Hexagon bedient mit den Lösungen von Intergraph, Leica und Erdas ganze Prozessketten. Der Markt sortiert sich gerade: Die einen suchen sich Nischen, aus denen andere sie zu vertreiben suchen, wieder andere verlassen ihre Nisschen.

Technologie

Das Thema, das ich am spannendsten finde, scheint an (weiten Teilen) der („klassischen“) Branche vorbei zu ziehen: Die IT ändert sich massiv: Die seit gefühlten hundert Jahren unveränderte Kommunikation mit dem Computer ausschließlich über die  Tastatur wird enden. Smartphones, Google Glasses oder Apples Siri: IT und wie wir damit arbeiten, ändert sich rasant. Die Geschwindkeit, mit der sich Technologien in der mobilen Welt verändern, ist ebenfalls rasant. Big Data ist eines der Hype Themen in der IT und wird an GIS nicht einfach vorbeigehen, die Cloud gewinnt immer mehr an Bedeutung. GIS Unternehmen sprechen immer noch und mehr davon, dass man GIS in komplexe Lösungen integrieren müsse – hinter dieser Aussagen stecken allerdings zahlrieche unterschiedliche Vorstellungen.

Open Data

Zahlreiche Initiativen fördern offene Daten, so auch die europäische und die deutsche Verwaltung. Auch das wird dazu führen, dass GIS sich immer stärker durchsetzen wird.

Ich bin sicher, dass sich der Markt in den nächsten zwei Jahren ordentlich umdrehen und vor allem konsolidieren wird: Zahreiche hippe Startups werden verschwinden, weil sie eben nicht mehr als Hip sind – mit Gück werden sie gekauft. Der ein oder andere etablierte Anbieter wird – schwupps – verschwinden. Bin gespannt, wer das sein wird.

Allen Lesern friedlliche Feiertage und einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches Jahr 2013!


Google Maps für iOS

Dass die Apple Maps ein Flop waren, ist ja längst breitgetrampelt worden in zahlreichen Beiträgen – auch in diesem Blog.

Nun erschien die Google Maps App für iOS 6, und sie ist – wenn man das Echo im Web liest – auch recht gut. iPhone und iPad Anwender haben also wieder eine brauchbare Karten App. Nicht: Konjunktiv, nicht „könnten haben“, sondern haben. Ausrufezeichen! Denn innerhalb kürzester Zeit schaffte es die Google Maps App an die Spitze und ist die am häufigsten heruntergeladene kostenlose App im AppStore. Das nenne ich mal ein Ausrufezeichen setzen!


Apple verändert die Welt

Bei Mercedes war es vor langer Zeit mal der Elchtest: Spott und Häme und: Jede Menge Aufmerksamkeit. Heute verkauft sich die A-Klasse ganz gut.

Ob Apple das mit seinen Karten auch noch hinbekommt? Ich zweifel dran. Aber: Spott und Häme haben eine gewisse Qualität. Hier das aktuellste zu dem Thema: Apple verändert die Welt.


Weitere Konsequenzen bei Apple

Das Apple Maps Fiasko – so kann man den holprigen und vielfach geschmähten Start von Apple Maps wohl nennen – hatte bereits personelle Konsequenzen. Nun geht es weiter: Der für Kartendienst zuständige Manager, Richard Williamson, soll laut diesem Bericht gefeuert worden sein.

Apple indes arbeitet weiter kräftig an Verbesserungen und scheint sich auch externes Know How einzukaufen…


Apple Maps – Konsequenzen bei Apple

Laut Süddeutscher Zeitung ist der „verpatzte Start“ des Kartendienstes von Apple (mit) dafür verantwortlich, dass Apple den für iOS zuständigen Scheff entlässt. Damit sollte dann wohl klar sein, dass Karten und Kartendienste heute deutlich mehr (wert) sind als einfache, schicke aber wertlose Gimmicks.


Oracle setzt Nokia Dienste ein

Wie das Wall Street Journal heute mitteilt, hat Oracle einen Vertrag mit Nokia abgeschlossen, der es Oracle ermöglicht, Nokia/Navteq Dienste und Daten in ihren Applikationen einzusetzen. Nokia gewinnt gegenüber TomTom einen weiteren wichtigen Kunden, denn Oracle ist nicht oder nicht nur im B2C sondern vor allem im B2B Markt unterwegs.

Ich könnte jetzt den Spielstand erneut aktualisieren, erwähne aber lieben einen anderen Artikel, der in diesem Zusammenhang ganz gut passt: Apple sollte TomTom kaufen. Meint jedenfalls der Autor dieses Artikels vor dem Hintergrund der Qualität der Apple Maps, die allgemein als schlecht bezeichnet wird. Sogar Tim Cook, CEO von Apple, nennt die Qualität der Apple Maps unzureichend und verspricht, dass Apple alles daran setzt, was möglich ist, um die Karten zu verbessern. Die Karten zu verbessern ist nicht schwer – bei dem Ausgangsniveau. Alles was möglich ist? Das lässt eine Menge Spielraum.


So und jetzt schreibe ich hoffentlich bald mal wieder über etwas praktischere Sachen!