Apple Maps für Desktop?

Verschiedene Blogs in den USA (ich zitiere hier nur zwei) beschäftigten sich gestern mit der Frage, ob Apple Maps nicht nur auf mobile Geräte wie iPad und iPhone kommt, sondern demnächst auch auf den Desktop Rechnern  – iMac und MacBook – verfügbar sein soll. Zu diesem Schluss kam man, weil man (ein Neuseeländer namens Cody Cooper) einen Hinweis auf Intel Chips (die nicht in iPad oder iPhone zum Einsatz kommen) in den Apple Maps Dateien fand. Ergo seien Apple Maps Anwendungen für den Desktop Sektor geplant.

Ein Kommentar dazu: Gut möglich, dass diese „Entdeckung“ lediglich damit zu tun hat, dass der iPhone Simulator auch auf Desktop Rechnern tut.

Ist schon Sommerloch?


Apple macht nun eigene Karten

Auf der Apple Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco wurde heute bekannt gegeben, was bereits länger erwartet wurde: Dass Apple nun einen eigenen Kartendienst anbietet: Apple Maps.

Apple hatte 2009 ein Unternehmen namens Placebase gekauft, der Gründer von Placebase wechselte ins GeoTeam bei Apple (war mir auch unbekannt, dass es so etwas gibt) und nun also macht Apple selber Karten. Dazu werden laut NZZ POIs unter anderem von Yelp eingesetzt. Die Kartennavigaton soll mit Siri sprachgesteuert funktionieren, eine turn-by-turn Navigation ist dabei und – man höre – Verkehrsinfos werden „auf Basis anonymisierter Wegaufzeichnungen anderer Nutzer“ geliefert. Dazu kommen freilich noch 3D Karten (Apple hatte ja auch noch 3C Technologies gekauft). Weitere Neuigkeiten zu dem Thema gibt es auch hier.

Stellt sich die Frage: Was bedeutet das nun für Google? In den USA entfallen rund 45% der Nutzung von mobilen Anwendungen von Google Maps auf iOS, 55% auf Android. Der direkte Umsatzverlust wird dabei wohl nicht so schlimm sein – die Umsätze, die in Zukunft aus mobilen Geodiensten generiert werden, sind für Google damit aber weg. Falls damit in Zukunft Geld verdient werden wird…