Google will in den Business Bereich

Offensichtlich meint Google es langsam aber sicher ernst: Genug für den Konsumer Markt gemacht, nun soll der Business Bereich mit Karten und GeoApllikationen gerockt werden.

Zum Einen hat Google unlängst Toolbars auf den Markt gebracht, mit denen es möglich ist, in ArcGIS Desktop bzw. QGIS Daten aus der Google Maps Engine zu nutzen. Zum Anderen hat Google heute eine Partnerschaft mit Safe Software bekannt gegeben. Inhalt dieser Partnerschaft ist zunächst ein Tool, das es ermöglicht, 18 Formate kostenlos in die Google Maps Engine zu importieren (und auch wieder zu exportieren). Das alles ist nichts für Kindergeburtstage (Schnitzeljagdkarten macht man mit Google Maps, nicht ArcGIS und schon gleich gar nicht mit Hilfe von FME), sondern ein offensichtliches Bestreben, den kommerziellen GIS Markt aufzurollen.


Esri EMEA UC

Letzte Woche war ich auf der ESRI User Conference – die für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Was gibt es neues zu berichten von Esri?

In meinen Augen im wesentlichen drei Punkte:

1. ArcGIS Online: Esri pusht diese Plattform massiv! Es gibt diverse neue (kostenlose) Tools, die ArcGIS Online nutzen und sie werden kontinuierlich erweitert. Sei es Esri Maps for Office, das nun simple Geoprocessing Funktionen erhält oder die Collector App, mit der die Datenerfassung vereinfacht wird. Außerdem wird mächtig Content angeboten, teilweise kostenpflichtig. Christophe Charpentier, ehemals in Frankreich für Content zuständig, akquiriert hier fleißig.

2. Live Daten: Es wurde zahlreiche Demos mit „Echtzeit“ (wie ich dieses Wort hasse) Daten gezeigt. Wenn bestimmte geographische Ereignisse eintreten, werden weitere Aktionen ausgelöst (Esri nennt das GeoEvent Processor, Safe Software hatte so etwas auch schon im FME Server vorgestellt).

3. ArcGIS Professional: Das neue ArcGIS Desktop (11) wird sich radikal ändern. Eine der ersten Aussagen zu dieser Software: Sie wird parallel zu ArcMap auf demselben Rechner laufen. Das hört sich ein wenig an, wie seinerzeit der Umstieg von ArcInfo Workstation auf ArcGIS. Aber: Was man von der „Pre Alpha Software“ gesehen hat, überzeugte!


GIS 2go: ArcGIS Projekte auf dem iPad

Das hier ist nicht mehr gaaaaanz so neu, dennoch wie ich finde grandios: Mit GIS 2go kann man ArcGIS Karten auf seinem Tablet (iOS oder Android) mitnehmen. Dazu gibt es einerseits ein AddIn für ArcMap, mittels derer die Karte „exportiert“ wird. Auf der anderen Seite existiert eine App, mit der man die Karten auf dem Tablet nutzt. Man kann mit dem Tablet Änderungen auf der Karte durchführen und dann in ArcMap zurückspielen.

Fast noch besser als die Idee und die App an sich gefällt mir die dazugehörige Internetseite: So gut wurde bislang noch selten über ein GIS Produkt informiert: Eine einfache Erklärung des Produkts, Videos und Tutorials, die zeigen, wie es geht, sowie eine klare Preisübersicht.


QGIS 2.0 – der 2.0te Blick

Vor einige Tagen berichtete ich an dieser Stelle, dass QGIS 2.0 released wurde. Hier nun ein paar Infos zu den neuen Features – das ist schon überwältigend, was nun alles geht.

Es gibt einen umfangreichen Changelog, also eine Auflistung samt knapper Beschreibung der neuen Funktionen. Diese werde ich hier nicht alle aufzählen, aber einige, die ich wichtig und gut finde, herausstellen. Zuvorderst: QGIS heisst jetzt nur noch QGIS, nicht mehr Quantum GIS. Das reduziert Konfusion. Das nächste große Punkt: Der Processing Modeller, eine Art Model Builder, wie man ihn aus ArcGIS Desktop kennt (Meines Wissens geht die Idee übrigens auf Leop’s Map Models von Leopold Riedl zurück).

In der Kartographie wurden zahlreiche Verbesserungen durchgeführt, herauszuheben ist die Möglichkeit, Kartenserien zu erstellen. QGIS unterstützt nun Oracle Spatial und einige OGC Dienste.

Wie gesagt: Was wichtig ist, beurteilt jeder selbst, deswegen einfach selber ausprobieren: QGIS gibt es hier: http://qgis.org/en/site/


SAP Hana und Esri – jetzt integriert

Was schon in Grundzügen bekannt war bzw. vermutet wurde, ist nun von SAP und Esri gleichermaßen bestätigt worden: ArcGIS wird in SAP Hana und Business Objects integriert – damit stehen auch mobilen SAP Anwendern Geodaten zur Verfügung. Die Integration sieht offensichtlich vor, GIS Funktionalität in SAP zur Verfügung zu stellen, so dass räumiche Auswertungen ohne GIS Kenntnisse möglich sind. Im Ergebnis bekommen Anwender wie gehabt Diagramme zu sehen (denen nun aber geographische Analysen zu Grunde liegen) oder eben auch Karten.

Damit ist die jahrelange Kooperation zwischen SAP und Esri nun aufgrund einer technischen Integration an der Basis erstmals wirklich und sinnvoll mit Leben gefüllt.


ESRI Events der letzten Tage

Unlängst fanden in den USA – genauer in Palm Springs  – zwei ESRI Konferenzen statt.

Zum Einen die ESRI Business Partner Konferenz. Diese Veranstaltung ist meines Wissens Mitarbeitern von ESRI Gesellschaften oder ESRI Partnern vorbehalten. Wenn man aber die Tweets dazu verfolgt hat, dann wird deutlich, dass ArcGIS 10.1, Cloud und mobile Devices die wesentlichen Themen sind, die ESRI beschäftigen. Alta4 hat hierzu auf seinem Blog ein wenig veröffentlicht.

Dann der ESRI Developer Summit, die ESRI Entwicklerkonferenz. Hierzu gibt es einiges mehr an Informationen, unter anderem auf dem Blog der Firma Geocom. Die umfangreichste Infosammung findet man beim Directions Magazine, die Kollegen haben die Infos wirklich umfangreich zusammengestellt.


ArcGIS Editor for OSM – Tutorial

An dieser Stelle haben wir schon einmal über den ArcGIS Editor für OSM berichtet. ESRI hat hier ein kleines Tutorial veröffentlicht, wie man OSM Daten mit dem Editor bearbeitet und erfasst.

ArcGIS und Spatial Databases

Hier hab ich was gefunden, was sich interessant anhört: Spatial Datenbanken mit ArcMap nutzen, ohne ESRI Server Technologie einsetzen zu müssen: ST-Links Spatial KIT.

Laut Webseite unterstützt diese Software das Bearbeiten von Daten in Postgresql / PostGIS und SQL Server 2008 / 2008 R2. Eine ausführliche Doku gibt es dazu.

ESRI FedCon – Konferenz für amerikanische Bundesbehörden

Die Konferenzsaison 2012 beginnt und damit kommen auch die ersten Nachrichten über neue Features, neue Trends etc.

In den USA fand gerade die ESRI FedKon, eine Konferenz für die Bundesbehörden statt. Man muss dazu erwähnen, dass es in den USA weniger eine Messekultur gibt wie bei uns. Stellt hierzulande die Intergeo oder die CeBit einen wichtigen Termin für viele GIS Anwender und Entscheider dar, sind es in den USA eher die Veranstaltungen von Herstellern. Entsprechend findet diese Veranstaltung Resonanz, nicht zuletzt weil ESRI zahlreiche, wenn nicht die meisten amerikanischen Bundesbehörden beliefert.

So wurden in den letzten Tagen wieder neue Eindrücke und Meinungen zu ArcGIS 10.1 veröffentlicht – das neue Release war selbstredend ein wesentliches Thema.

Folgender Artikel schreibt abseits der Features, dass ESRI mehr Verständnis für IT Sicherheits- und Betriebsthemen bekommen hat. So soll es z.B. in Zukunft möglich sein, ArcGIS Runtime gemeinsam mit älteren ArcGIS Versionen auf einem Rechner zu betreiben.

Dieser Artikel meint, dass ESRI immer stärker auf einen Trend eingeht, der nicht zuletzt durch Google und Co. gefördert wird: GIS Spezialisten werden immer weniger benötigt. Vielmehr benötigt man zunehmend fachliche Spezialisten, die wissen, das es geographische Analysemethoden gibt.

Ein letzter Artikel, den ich zu diesem Thema gelesen habe, stellt heraus, dass ein wesentlicher Aspekt von ArcGIS 10.1 das Thema „Cloud“ sei. Der Gedanke, Wissen und Karten zu teilen, ist ja nicht neu – Jack Dangermond predigt das seit langem. Mit Google Earth Builder scheint aber nun Wettbewerb da zu sein, der auch ESRI im Tempo anspornt.


ArcGIS 10.1

In den USA hat Jack Dangermond ArcGIS 10.1 (dessen Entwicklung angeblich 300 Mio. US$ gekostet hat) vorgestellt bzw. die Neuerungen konkret vorgestellt. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Integration in Microsoft Office: Es soll einen ESRI Maps Ribbon in Office geben (wohl als neues Produkt), das Excel Daten direkt in Karten darstellt und dann auch in PowerPoint Folien bringt.

ArcGIS 10.1 soll in Sharepoint, Cognos und Salesforce integriert werden – wie auch immer das im Detail ausschaut.

Eine ausführliche Liste dazu findet sich hier. Was ich persönlich am bemerkenswertesten finde: Angesprochen auf die Frage, was nach 10.1 kommt, gab es von Jack Dangermond keine konkreten Aussagen außer „there will be more 3d and more real-time data management“. Das hört sich fast so an, als würde 10.1 länger als ein Jahr die aktuelle Version bleiben…