Historische Photos in Philadelphia

Historische Fotos in Street View gibt es ja bereits. Das hier ist nicht wirklich neu (der Artikel ist aus dem Jahr 2011), aber dennoch lesenswert: Wie in Philadelphia historische Photos aus analogen Archiven in eine georeferenzierte Datenbank überführt wurden und nun online verfügbar sind. Außerdem wurde eine AR (Augmented Reality) App entwickelt, mittels der man die alten Photos direkt ins aktuelle Strassenbild einpassen konnte.


Mit dem Smartphone 3D Vermessungen erstellen

Eben habe ich auf Kickstarter etwas Interessantes gefunden: Spike – Laser accurate measurement & modeling on smartphones. Für alle, die Kickstarter nicht kennen: Kickstarter ist ein (wenn nicht das) Crowdfunding Portal, auf dem man Geschäfts- oder Produktideen veröffentlichen kann und finanzielle Unterstützung erhält.

Zum Thema Spike: Die Idee besteht darin, mit einem Stück Hardware das Smartphone zu ergänzen, damit man genaue Messungen mit einem einfachen Kameraphoto machen kann. Diese kann man dann auch direkt ins Internet stellen, so dass (das wird der eigentliche Gedanke dahinter sein) der Hersteller genaue 3D Daten erhält.

Die Idee kommt von einem Unternehmen, das in Sachen Vermessung nicht ganz unbedarft ist: ikeGPS.


Augmented Reality – was kommt da auf uns zu

Seit ich den Artikel über Augmented Reality geschrieben hatte, hören meine Gedanken kaum auf, sich um dieses Thema zu kreisen. Ich bin sicher, dass viele Branchen ihre Geschäftsmodelle in den nächsten 10 Jahren komplett überdenken müssen – so sehr wird diese Technologie unsere Welt verändern.

Nur ein Beispiel: Wenn zukünftig Menschen mit intelligenten Brillen (ich nenne das bewusst nicht mehr Google Glasses, da es bereits Wettbewerber gibt) rumlaufen – welchen Wert haben dann noch Plakate? Wie verdient z.B. die Deutsche Städtereklame dann ihr Geld, wenn Plakate überall eingeblendet werden können? Kurz vor der Wahl laufen wir durch die Stadt und an der Schule wird ein Wahlplakat zum Thema Bildungspolitik eingeblendet. Raumbezogene Informationsverarbeitung gewinnt einmal mehr an Bedeutung.

Das wird spannend!


Augmented Reallity und GIS

Augmented Reality ist ähnlich wie Big Data derzeit ein echtes Hype Thema. Für diejenigen, die nicht wissen, was gemeint ist: Augmented Reality blendet virtuelle Informationen wie z.B. Strassennamen im Gelände über das Kamerabild eines Smartphones oder Tabets. Eine bessere Definition findet sich sicher bei Wikipedia – für diesen Artikel sollte meine Erklärung ausreichen.

Leider sind die Ortungsgenauigkeiten bei mobilen Geräten noch nicht so gut, dass die eingeblendeten Inhalte erstens wirklich punktgenau dargestellt werden und zweitens auch „stillhalten“. Dieses Bild aus dem Jahr 2009 ist zwar sicher nicht mehr so richtig aktuell, es veranschaulicht das Problem aber ganz gut: Innerhalb von 12 Stunden wandert die Position eines iPhone4 erheblich – obwohl das Handy unbewegt ist.

Quelle: http://www.kowoma.de/gps/geraetetests/iOS/iPhone_iPad.html

Dieses Problem geht Metaio, ein deutsches AR Unternehmen, seit einger Zeit an. Zum einen wurden dort entsprechende Algorythmen entwickelt. Zum andern werden von Esri georefenzierte 3D Stadtmodelle (die aus dem Google StreetView Daten erstellt wurden) eingesetzt, die eine Erkennung im Gelände ermöglichen. Außerdem wurde ein spezieller AR Chip entwickelt, der deutlich schneller rechnet, als bisherige Smartphone Chips.

Was dann möglich ist, sieht man in diesem Video, das mich schon alleine deswegen begeistert, dass es mich auf tausend neue Ideen bringt.

Parallel dazu arbeitet man an einer Datenbrille á la GoogleGlasses – wir werden also tatsächlich in weniger als 10 Jahren die digitale Wirklichkeit um uns herum viel intensiver wahrnehmen. Ich bin gespannt, wann wir digitales Graffiti in AR bekommen werden.

Weitere Infos dazu kann man in diesem Artikel lesen.


Nokia Here offen für alle

Nokia, ehemals Weltmarktführer ist in den letzten Tagen ja ziemlich präsentin der Presse: Die neuen Lumia Smartphones und die Allianz mit Microsoft haben es heute sogar ins Heute Journal geschafft. Kein Wunder, denn aktuell findet ja auch die Branchenmesse in Barcelona statt.

Nun hat Nokia dort erklärt, seine Kartendienste auch anderen Plattformen als Windows Phone zu öffnen. Wer sich mal die Karten auf einem dieser neuen Nokia Handys angeschaut hat, wird verstehen, warum Nokia an dieser Stelle von sich selbst überzeugt ist.

Eine interessante Analyse zu dem Thema findet sich in diesem Artikel: Die Zukunft der mobilen Geräte seien die Brillen – gestern hieß das noch Google Glasses, heute wird es bereits herstellerneutral als Smart Glass tituliert. Und mit den Brillen bekommt dann das Thema Augmented Reality einen ganz anderen Stellenwert. Und da sieht Nokia sich als Pionier und zukünftigen Marktführer. Zitat Stephen Elop, Scheff von Nokia: „We clearly have established a pattern for being leaders in augmented reality“.


Digitales Grafitti – Wallit

Wer ein iPhone hat, kann mit der App von Wallit in der virtuellen Welt von Google Maps virtuelle Plakatwände aufstellen, auf die andere Menschen dann wie in verschiedenen Social Media Plattformen Nachrichten hinterlassen können.

Das interessante dabei: Man muss an dem Ort sein – egal, ob man das erste Mal eine Wand aufstellt oder an eine Wand schreibt. Wenn man sich dann durch die echte Welt bewegt, kann man sein iPhone dazu nutzen, diese virtuellen Wände via Augmented Reality anzusehen. Die App gibt es nur für iPhone im AppStore von Apple.


Ist das die Zukunft?

Das letzte Mal, dass ich etwas unbedingt haben wollte, ist schon sehr lang her. Damals war es ein Wildwasserkajak. Die Zeiten ändern sich. Ein iPhone wollte ich nie so recht und bin immer noch hin- und hergerissen, was für ein Smartphone mir ins Haus kommt (dass ein kommt, ist wohl sicher).

Heute glaube ich, ist meine Entscheidung allerdings gefallen: Google Goggles. Ich hatte schon einmal darüber geschrieben, nun scheint es ernst zu werden: Google hat erste Tests begonnen, und in Google+ gibt es eine eigene Gruppe. Hier gibt es jede Menge weiterer Infos und auch links und Kommentare dazu. Ein Video gibt einen ersten Eindruck darüber, wie das Ganze für den Anwender aussieht.


Augmented Reality: Software übersetzt Text on the fly

Augmented Reality wird zunehmend ein GIS Thema – will sagen: GIS Anwendungen, vor allem mobile werden zunehmend mit augmented reality zu tun haben. Das hat der Spiegel bereits vor 2 Jahren berichtet: http://bit.ly/wwtuBn

Das finde ich aus zwei Gründen interessant: Erstens, weil das damit schon fast als alter Hut bezeichnet werden kann – zwei Jahre sind in der IT ja wirklich eine lange Zeit.

Zum Zweiten: Dass der Spiegel – alles andere als ein Nischenblatt – über das Thema berichtet.

Nun hat die japanische Firma Omron eine Anwendung für Smartphones entwickelt, die Texte übersetzt. Neu daran ist, dass man dafür nicht mehr ein Foto machen muss – das funktioniert angeblich direkt, wenn man die Kamera über einen Text hält. Angeblich auch unter „schwierigen“ Bedingungen, wie schlechter Beleuchtung oder flache Winkel zum Text. Die Software kann angeblich englische, japanische, koreanische und Chinesische Texte verarbeiten. Hier mehr Informationen dazu: http://tcrn.ch/zT8NoD.

Ein Kommentar zu diesem Artikel spricht mir aus der Seele: In fremden Ländern müssen wir die Menschen bald gar nicht mehr fragen, was dieses Strassenschild bedeutet. Irgendwie auch schade…