Deutschland hat gewählt – Deutschland sieht schwarz … aus

Diese Aussage bezieht sich nicht unbedingt auf den Ausgang der gestrigen Bundestagswahl, sie bezieht sich eher auf die politische Deutschlandkarte von gestern abend – die ist nämlich arg schwarz.

Die Süddeutsche Zeitung hat einen sehr umfangreichen Wahlatlas erstellt, an dem mir als erstes die Verteilung der Wahlbeteiligung ins Auge stieß. Ich bin zwar kein Kartograph, aber die Karte der Zweitstimmen in Relation zu anderen Merkmalen ist kaum mehr lesbar. Schade nur, dass die SZ zu einer Regionalzeitung verkommt, indem sie außer der Bundestagswahl noch die bayrische Landtagswahl abhandelt, nicht aber die hessische.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigt nicht nur die hessische Landtagswahl in einer Statistik, die durch Karten untermauert ist. Einfacher zu lesen, aber eben auch einfacher und weniger umfangreich.

Am Besten allerdings gefallen mir die Karten vom Bundeswahlleiter (Chef des Statistischen Bundesamts), die allerdings recht versteckt sind. Die sind einfach, klar und mit einer einfachen Legende.


Bundestagswahl

Demnächst sind wieder Bundestagswahlen. Der Bundeswahlleiter – gleichzeitig der Präsident des statistischen Bundesamts – hat verschiedene Auflistungen der Wahlkreise veröffentlicht. Darunter befinden sich auch brauchbare Geodaten in Gestalt von Shape Files in verschiedenen Bezugssystemen.

Damit Ihr auch ein paar Ideen bekommt, was man mit diesen Wahlkreisdaten machen kann, schaut mal in den Wahlkreis Atlas bei der Süddeutschen Zeitung rein. Dort sind die Ergebniss der Bundestagswahl 2009 kartographische aufbereitet – in einer brauchbaren Webkarte.

In diesem Zusammenhang noch eine Bitte – Geht wählen. Wenn es Euch stinkt: Wählt ungültig oder gebt einen leeren Stimmzettel ab. Nur abgegebene Stimmen verhindern, dass Minderheiten eine Stimme bekommen, die unverhältnismäßig vernehmbar wird. Eine hohe Wahlbeteiligung mit vielen Enthaltungen ist auch ein Signal!