GIS und Ebola – Nachtrag

In der letzten Woche ist es um den Ebola Ausbruch in Westafrika recht ruhig geworden – nun gab es heute die beunruhigende Meldung, dass inzwischen über 4.000 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen sind. Angesichts dieser Zahl finde ich diesen Beitrag der SZ sehr gut.

Ich habe mich nach dem ersten Beitrag hier zum Thema etwas mehr mit dem Thema befasst und ein paar interessante Artikel gefunden, die sich mit dem Ausbruch beschäftigen.

Dieser Artikel betrachtet die bekannten Ausbrüche – bei Menschen und Tieren – der vergangenen 40 Jahre seit 1976 und zieht auch in Betracht, welche Tiere als Reservoir für das Virus dienen. Auf Basis der Verbreitung dieser Tierarten sowie der Bevölkerungsdichte in diesen Verbreitungsgebieten wird dann eine Wahrscheinlichkeit für den Übersprung von Tier auf Mensch ermittelt.

Ein weiterer Beitrag nutzt Mobilfunkdaten, um Reisepfade zu dokumentieren. Damit wird dann modelliert, wie sich das Virus ausbreiten könnte. Ein spannender Ansatz, zumal er untermauert, dass mobile Endgeräte weltweit an Bedeutung gewinnen – insbesondere in solchen Regionen mit bislang schlechter Infrastruktur.

Dann habe ich noch einen Artikel gefunden, in dem die Ausbreitung des Virus auf Basis eines „Global Epidemic and Mobility Model“ prognostiziert wird. Das Modell wird hier ausführlich beschrieben – wem das nicht ausreicht, der kann sich in der Literaturliste austoben.

Wer wissenschaftliches Interesse an dem Thema Epidemiologie hat, dem sei die Lektüre dieser Artikel empfohlen.

GIS und Ebola

Nachdem vorgestern intensiver als bisher in allen Nachrichten über die Ebola Epidemie in Westafrika berichtet wurde, stieß ich gestern auf diesen Artikel: Mapping Could Help Stop Ebola’s Spread. Darin wird beschrieben, wie GIS dabei unterstützen könnte, diesen Ausbruch in den Griff zu bekommen.

Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass GIS in diesem Zusammenhang bereits eingesetzt wird, bin ich dem mal nachgegangen. Schließlich wird hierzulande GIS eingesetzt, um z.B. die Maul- und Klauenseuche in den Griff zu bekommen. Alleine die ersten wenigen Google Treffer haben mich dann beruhigt:

Also: GIS kommt hier zum Einsatz und spielt offensichtlich nicht nur in der Information der Öffentlichkeit sondern auch in der Bekämpfung von Ebola eine Rolle. Hoffentlich letzten Endes eine erfolgreiche.