Python lernen

Wer noch immer noch keinen guten Vorsatz für das neue Jahr hat, könnte sich ja mal überlegen, Python zu lernen. Hier eine Liste brauchbarer, kostenloser Ressourcen:

Und wem das nicht reicht: Hier eine noch umfangreichere Liste

 

Esri EMEA UC

Letzte Woche war ich auf der ESRI User Conference – die für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Was gibt es neues zu berichten von Esri?

In meinen Augen im wesentlichen drei Punkte:

1. ArcGIS Online: Esri pusht diese Plattform massiv! Es gibt diverse neue (kostenlose) Tools, die ArcGIS Online nutzen und sie werden kontinuierlich erweitert. Sei es Esri Maps for Office, das nun simple Geoprocessing Funktionen erhält oder die Collector App, mit der die Datenerfassung vereinfacht wird. Außerdem wird mächtig Content angeboten, teilweise kostenpflichtig. Christophe Charpentier, ehemals in Frankreich für Content zuständig, akquiriert hier fleißig.

2. Live Daten: Es wurde zahlreiche Demos mit „Echtzeit“ (wie ich dieses Wort hasse) Daten gezeigt. Wenn bestimmte geographische Ereignisse eintreten, werden weitere Aktionen ausgelöst (Esri nennt das GeoEvent Processor, Safe Software hatte so etwas auch schon im FME Server vorgestellt).

3. ArcGIS Professional: Das neue ArcGIS Desktop (11) wird sich radikal ändern. Eine der ersten Aussagen zu dieser Software: Sie wird parallel zu ArcMap auf demselben Rechner laufen. Das hört sich ein wenig an, wie seinerzeit der Umstieg von ArcInfo Workstation auf ArcGIS. Aber: Was man von der „Pre Alpha Software“ gesehen hat, überzeugte!


QGIS 2.0 – der 2.0te Blick

Vor einige Tagen berichtete ich an dieser Stelle, dass QGIS 2.0 released wurde. Hier nun ein paar Infos zu den neuen Features – das ist schon überwältigend, was nun alles geht.

Es gibt einen umfangreichen Changelog, also eine Auflistung samt knapper Beschreibung der neuen Funktionen. Diese werde ich hier nicht alle aufzählen, aber einige, die ich wichtig und gut finde, herausstellen. Zuvorderst: QGIS heisst jetzt nur noch QGIS, nicht mehr Quantum GIS. Das reduziert Konfusion. Das nächste große Punkt: Der Processing Modeller, eine Art Model Builder, wie man ihn aus ArcGIS Desktop kennt (Meines Wissens geht die Idee übrigens auf Leop’s Map Models von Leopold Riedl zurück).

In der Kartographie wurden zahlreiche Verbesserungen durchgeführt, herauszuheben ist die Möglichkeit, Kartenserien zu erstellen. QGIS unterstützt nun Oracle Spatial und einige OGC Dienste.

Wie gesagt: Was wichtig ist, beurteilt jeder selbst, deswegen einfach selber ausprobieren: QGIS gibt es hier: http://qgis.org/en/site/


Augmented Reallity und GIS

Augmented Reality ist ähnlich wie Big Data derzeit ein echtes Hype Thema. Für diejenigen, die nicht wissen, was gemeint ist: Augmented Reality blendet virtuelle Informationen wie z.B. Strassennamen im Gelände über das Kamerabild eines Smartphones oder Tabets. Eine bessere Definition findet sich sicher bei Wikipedia – für diesen Artikel sollte meine Erklärung ausreichen.

Leider sind die Ortungsgenauigkeiten bei mobilen Geräten noch nicht so gut, dass die eingeblendeten Inhalte erstens wirklich punktgenau dargestellt werden und zweitens auch „stillhalten“. Dieses Bild aus dem Jahr 2009 ist zwar sicher nicht mehr so richtig aktuell, es veranschaulicht das Problem aber ganz gut: Innerhalb von 12 Stunden wandert die Position eines iPhone4 erheblich – obwohl das Handy unbewegt ist.

Quelle: http://www.kowoma.de/gps/geraetetests/iOS/iPhone_iPad.html

Dieses Problem geht Metaio, ein deutsches AR Unternehmen, seit einger Zeit an. Zum einen wurden dort entsprechende Algorythmen entwickelt. Zum andern werden von Esri georefenzierte 3D Stadtmodelle (die aus dem Google StreetView Daten erstellt wurden) eingesetzt, die eine Erkennung im Gelände ermöglichen. Außerdem wurde ein spezieller AR Chip entwickelt, der deutlich schneller rechnet, als bisherige Smartphone Chips.

Was dann möglich ist, sieht man in diesem Video, das mich schon alleine deswegen begeistert, dass es mich auf tausend neue Ideen bringt.

Parallel dazu arbeitet man an einer Datenbrille á la GoogleGlasses – wir werden also tatsächlich in weniger als 10 Jahren die digitale Wirklichkeit um uns herum viel intensiver wahrnehmen. Ich bin gespannt, wann wir digitales Graffiti in AR bekommen werden.

Weitere Infos dazu kann man in diesem Artikel lesen.


SAP Hana und Esri – jetzt integriert

Was schon in Grundzügen bekannt war bzw. vermutet wurde, ist nun von SAP und Esri gleichermaßen bestätigt worden: ArcGIS wird in SAP Hana und Business Objects integriert – damit stehen auch mobilen SAP Anwendern Geodaten zur Verfügung. Die Integration sieht offensichtlich vor, GIS Funktionalität in SAP zur Verfügung zu stellen, so dass räumiche Auswertungen ohne GIS Kenntnisse möglich sind. Im Ergebnis bekommen Anwender wie gehabt Diagramme zu sehen (denen nun aber geographische Analysen zu Grunde liegen) oder eben auch Karten.

Damit ist die jahrelange Kooperation zwischen SAP und Esri nun aufgrund einer technischen Integration an der Basis erstmals wirklich und sinnvoll mit Leben gefüllt.


GIS und BigData – ESRI und Hadoop

Zum Thema Big Data und GIS hatte ich ja schon das ein oder andere berichtet. Ich bin mir nicht sicher, ob Esri diese Nische gerade als einziger GIS Anbieter besetzt, oder ob ich nur deren Infos zu dem Thema mitbekomme. Deshalb noch mal schnell bei Google nachgeschaut und… in der Tat, die anderen scheinen da weniger aktiv zu sein…Wie dem auch sei: Hier ein Beitrag zu Esri und Hadoop.

Ein paar viertelwissende Grundlagen zu BigData: Es gibt einerseits so genannte „in memory“ Ansätze, bei denen die Daten in einen Speicher geladen werden und so schnell verfügbar sind. Andererseits gibt es Hadoop – hier handelt es sich um eine verteilte Architektur, d.h. die Daten und Berechnungen werden auf mehrere Rechner verteilt. Eine einfache und gute Einführung zu Hadoop befindet sich hier bei der Computerwoche.

Nun also der Schwenk zum GIS. Esri hat mit den GIS Tools für Hadoop ein Open Source Toolkit bereitgestellt, das es erlaubt, Unmengen von räumlichen Daten in Hadoop auf Basis räumlicher Kriterien zu filtern und zu aggregieren. Oder Flächen zu definieren Punkt-in-Polygon Auswertungen durchzuführen. Wieder mit Unmengen von Daten. Man kann aber auch die Ergebnisse kartographisch darstellen. Hört sich spannend an, zumal es in ArcGIS 10.1 integriert werden kann.


Geodaten im Blick behalten

Das hört sich jetzt vielleicht trivial an, aber der Sinn und Zweck eines GIS ist ja im wesentlichen, dass man Informationen bereitstellt, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden. Da macht es ja nur Sinn, wenn man weiss, ob und wann diese Infos aktualisiert wurden. Nun gibt es Infos, die (nehmen wir mal geologische Karten) sich nicht in allzuhoher Taktzahl ändern. Alllerdings gibt es auch Informationen (die evtl. auch „nur“ an geografischen Features dranhängen), die sich öfters mal ändern. Und in Zeiten von BigData, SAP Hana Data, „ich muss alles in Echtzeit wissen, vor allem Kennzahlen“ ist es natürlich auch maximal sexy (verzeiht diesen Ausdruck), alles auf einem „Dashboard“ sehen zu können. Dem trägt nun auch Esri Rechnung: Das Operations Dashboard für ArcGIS bietet die Möglichkeit, Sichten auf Daten aus ArcGIS Online zu erstellen, und das eben auch „in Echtzeit“. Das Dashboard lässt sich mittels Widgets konfigurieren, so dass man die Postion von Objekten oder deren Attribute anzeigen kann – nicht nur in Karten. Dabei finden die Rollen der aus ArcGIS Online Anwendung.


Big Data

Big Data ist eines der aktuellen IT Hype Themen. Und wie das bei solchen Hype Themen so ist, reden da jede Menge Menschen mit, die auf einen Zug aufspringen und eigentlich nur ein Viertelwissen haben. Um mich dessen nicht selber schuldig zu machen, vertiefe ich das Thema an dieser Stelle nicht selber, sondern verweise mal auf ein paar lesenswerte Artikel, die entweder einen GIS Bezug haben oder einfach so lesenswert sind. Was nicht heissen muss, dass es nicht andere lesenswerte Artikel zu dem Thema gibt.

  1. Eine Einführung zum Thema GIS und Big Data (ooops – doch schuldig) mit einem Überblick, was es 2012 im Sommer an Lösungen gab
  2. Ein Artikel, in dem Esri die Nische besetzt – was machen eigentlich andere GIS Anbieter in diesem Umfeld?
  3. Ein fast schon philosophischer Artikel in der SZ – absolut lesenswert.

Die Lektüre dieser Artikel sollte ausreichen, um auf der Cebit mitreden zu können. Die wird für uns GIS Menschen nämlich zunehmend wichtiger – wenn auch die Intergeo immer noch das alte Familien- und Klassentreffen ist.


2012 – ein Rückblick

So, langsam aber sicher wird es Weihnachten und dann auch 2013. Grund genug, einen kurzen Blick zurück auf das durchaus bewegte Jahr 2012 zu wagen.

Map Wars

Allein die Tatsache, dass von Map Wars gesprochen wird, stimmt mich für unsere Branche grundsätzlich optimistisch: Google, Apple, Microsoft und Amazon kämpfen mit Kartenapps und Geodaten um Endkunden. Apple hat sich blamiert, Google hat mit seiner neuen Preispolitik zahlreiche wichtige Kunden verprellt. GIS (oder vielleicht besser: Anwendungen mit Raumbezug) gewinnen an Bedeutung und Verbreitung!

Partnerschaften und Käufe

Freilich sind die Karten nur ein Teil im großen mobilen Geschäft – aber eben ein wichtiger, für den man sich mächtig ins Zeug legt. Daher wurden diverse Unternehmen  gekauft oder haben andere Unternehmen gekauft, um die Nase vor zu behalten oder nach vorne zu bekommen. ESRI – aus der „klassischen“ GIS Ecke kommend, kämpft um seine B2B und B2G Kunden und versucht gleichzeitig, einen Fuß ins B2C Geschäft zu bekommen – z.B. mit der Akquisition von Geoloqui. Derweil macht es Google umgekehrt und versucht auch im Bereich Geo mal in den B2B Bereich zu kommen – mit Google Coordinate. Auf der anderen Seite vereinbaren Autodesk und MapInfo eine Partnerschaft und Hexagon bedient mit den Lösungen von Intergraph, Leica und Erdas ganze Prozessketten. Der Markt sortiert sich gerade: Die einen suchen sich Nischen, aus denen andere sie zu vertreiben suchen, wieder andere verlassen ihre Nisschen.

Technologie

Das Thema, das ich am spannendsten finde, scheint an (weiten Teilen) der („klassischen“) Branche vorbei zu ziehen: Die IT ändert sich massiv: Die seit gefühlten hundert Jahren unveränderte Kommunikation mit dem Computer ausschließlich über die  Tastatur wird enden. Smartphones, Google Glasses oder Apples Siri: IT und wie wir damit arbeiten, ändert sich rasant. Die Geschwindkeit, mit der sich Technologien in der mobilen Welt verändern, ist ebenfalls rasant. Big Data ist eines der Hype Themen in der IT und wird an GIS nicht einfach vorbeigehen, die Cloud gewinnt immer mehr an Bedeutung. GIS Unternehmen sprechen immer noch und mehr davon, dass man GIS in komplexe Lösungen integrieren müsse – hinter dieser Aussagen stecken allerdings zahlrieche unterschiedliche Vorstellungen.

Open Data

Zahlreiche Initiativen fördern offene Daten, so auch die europäische und die deutsche Verwaltung. Auch das wird dazu führen, dass GIS sich immer stärker durchsetzen wird.

Ich bin sicher, dass sich der Markt in den nächsten zwei Jahren ordentlich umdrehen und vor allem konsolidieren wird: Zahreiche hippe Startups werden verschwinden, weil sie eben nicht mehr als Hip sind – mit Gück werden sie gekauft. Der ein oder andere etablierte Anbieter wird – schwupps – verschwinden. Bin gespannt, wer das sein wird.

Allen Lesern friedlliche Feiertage und einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches Jahr 2013!


Das meistgenutzte GIS

Eine Umfrage unter GIS Anwendern zeigt, dass ESRI das am weitesten verbreitete GIS ist. Der Autor dieser Studie schreibt zwar selbst darüber: „This crap is not scientific.“ Aber eigentlich macht das Ganze schon einen ganz soliden Eindruck.

Demnach wird ESRI Software von rund der Hälfte der 117 Befragten am häufigsten eingesetzt und ist darüber hinaus auch das Mittel der Wahl. Weitere Erkenntnisse:

  • 40% derer, die ESRI Software als primäres Werkzeug einsetzen, setzen auch OpenSource Software ein
  • 75% derer, die ESRI Software als primäres Werkzeug einsetzen, setzen auch Google Software ein
  • Umgekehrt gilt: 80% derer, die OpenSource (oder auch Google) als erste Wahl einsetzen, haben auch ein ESRI Produkt im Einsatz

Und wer so etwas ähnliches noch einmal nachlesen will zum Thema Kartendienste: Einfach hier lesen.