Das neue Google Maps

Dass Google einen Relaunch von Google Maps plant, hatte ich ja bereits berichtet. Da es die Möglihkeit gibt, sich das Ganze vorab anzusehen, musste ich das natürlich vorab ausprobieren. Also los.

Dass ich meine Hardware mal erneuern müsste, ist mir schon lange klar. Also bin ich nicht wirklich überrascht, dass ich zuerst darüber informiert werde, dass ich einen aktuellen Browser brauche. Aber – und das freut mich: Ich kann es auch mit meinem „alten“ Browser Firefox 16 nutzen. Bei IE 9 gibt’s diese Option übrigens nicht…

Offensichtlich wird sofort, dass die Google Maps teilweise ganz anderes Look&Feel erhalten hat: Die Sucheingabe ist nicht mehr links sondern über der Karte. Kein Zoombalken mehr links, sondern kleine Schaltflächen rechts. So wurde Einiges verändert, aber das ist kein Problem, intuitiv ist es immer noch. Allerdings: Die Einfachheit, die Google Maps so erfolgreich gemacht hat, scheint am Ende zu sein. Überladen ist Google Maps noch nicht, aber nah dran.

Die Suche wurde überarbeitet: Ergebnisse werden nicht mehr tabellarisch links aufgelistet sondern in der Karte in verschiedenen Symbolen. Beim Klick auf das Symbol werden weitere Details angezeigt, und wenn man sich Erfahrungsberichte anschauen will, wird man zu Google+ weitergeleitet. Was passiert, wenn man kein Google+ Konto hat, bleibt abzuwarten. Direkt in der Karte kann man Suchergebnisse auch nach seinen Google+ Kreisen filtern.

In der Vergangenheit war es Geschäftsinhabern möglich, Webseiten so zu optimieren, dass sie (auch bei Google Maps) weit oben in der Ergebnisliste erscheinen. Inwieweit das neue Google Maps Seitenoptimierungen notwendig macht, bleibt abzuwarten.

Der erste Eindruck: Eine runde Sache für die Anwender und einige Punkte im Kampf gegen Facebook. Weitere Eindrücke in Kürze.


Facebook Freunde auf der Karte

Was ich für Twitter schon längst gefunden hatte (siehe auch hier), habe ich für Facebook bislang vermisst. MapSocial stellt nun endlich Facebook Freunde auf einer Karte dar. Da mein Facebook Account seit langer Zeit nicht mehr in Gebrauch ist, musste ich also erst einmal suchen, bis ich den wieder nutzen konnte.

Die MapSocial App basiert auf OSM Daten, ist noch im Beta und funktioniert leider arg hakelig. Zusätzlich kann man damit auch einfach Fotos oder Kommentare auf Karten platzieren,  und die Bedienung ist einfach: Im Facebook AppCenter MapSocial auswählen, Friendmap erzeugen und dann die Freunde importieren. Ein wenig Hand ans Layout legen (kann man laut Beschreibung, ich konnte das allerdings nicht) und fertig ist die Karte.

Quelle: Facebook, Map Social App; irgendein Facebook Account

Für all diejenigen, die Social Media Marketing betreiben, aus meiner Sicht komplett unverzichtbar. ich bin gespannt, wann der logische nächste Schritt dann möglich ist: Verschneiden dieser Infos mit Daten der Marktforschung…


Amazon steigt ins Geo-Geschäft ein

Gerüchte gab es schon länger, z.B. als Amazon UpNext kaufte – das war anfang des Sommers. Nun verdichten sich die Gerüchte: Nächsten Donnerstag soll laut Reuters das neue Tablet von Amazon, Kindle, auf den Markt kommen. Dieses soll dann auch Geodienste enthalten – in diesem Fall basieren sie auf Navteq. Nachdem Apple seinen eigenen Kartendienst hat, der auf TomTom basiert, wird es nun spannend, wie sich Amazon durchsetzt: Angeblich ist heute jedes fünfte Tablet ein Kindle – sofern bei den Kindles, die heute am Markt sind, wirklich von Tablets vergleichbar zu Nexus oder iPad sprechen kann. Es wird also spannend, wie Amazon seine neuen Kindles dann an dem Markt bekommt.

Halten wir den aktuellen Spielstand kurz fest: Google begann mit Teleatlas, das dann von TomTom gekauft wurde und macht jetzt eigene Karten. Apple begann mit Google, macht jetzt eigene Karten auf Basis TomTom. Microsoft und Yahoo basieren auf Navteq. Der Markt bewegt sich – bin gespannt, ob und wie Facebook antwortet…


Microsoft, Apple, Google, Facebook – und wie sie zu „location“ stehen

Ein kurzer, lesenswerter Beitrag erschien gestern im Blog von Safe Software. Ausgehend von der These, dass Software Firmen die vier Trends “ Mobile, Cloud, Social, and Location“ verfolgen müssen, um erfolgreich zu bleiben, beschreibt er kurz, wie sich Microsoft („kämpft hart, um im Spiel zu bleiben“), Apple („macht keine Gefangenen“), Google („hat die Sicht auf GIS verändert und ist immer noch Marktführer“) und Facebook („denkt wenigstens intensiv nach“) hier positionieren und warum.


MapSocial – Karten in Facebook

Heute häufig getwittert: Map Social, ein Kartendienst für Facebook. Freilich noch gar nicht so richtig sondern zunächst einmal als Beta.

Damit hat sich’s aber auch schon: Ich habe versucht, mich darin zurecht zu finden und eine Karte zu erstellen, stets erfolglos. Lediglich dieser nette Kerl blieb zu jeder Zeit auf meiner Karte zentriert – kennt den jemand? Mein Freund ist das jedenfalls nicht…

MapSocial setzt OSM ein und soll eine Menge können:

  • Eigene Karten erstellen, dort Photos und Infos teilen
  • aus verschiedenen BaseMaps auswählen
  • FourSquare Locations darstellen und durchsuchen
  • Karten teilen und veröffentlichen

Angedacht sind auch „gaming“ und „augmented reality“ – ich bin gespannt – weiteres folgt bald.


Social Media, (Daten)sicherheit und der (Daten)schutz

Dazu hatten wir vor einiger Zeit bereits berichtet: Datenschutz und Social Media. Dieser überaus interessante Artikel beschäftigt sich mit der Frage, welche Informationen, insbesondere ortsbezogene, man ohne viel Aufwand über Menschen herausbekommt.

Der Autor stellt die Frage, ob wirklich jemand in der Lage ist, all die Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen zu lesen und auch zu verstehen – und wie ausgegrenzt man inzwischen ist, wenn man nicht akzeptiert.

Am Beispiel einer fiktiven Person wird beschrieben, wie man ohne viel Aufwand Informationen über Menschen erhält, die im echten Leben wirklich weh tun können. Auch wird beschrieben, wie man aus manchen Social Media Pattformen Geodaten erhält, die man einfach auf einer Karte darstellen (und damit räumlich auswerten) kann.

Schießlich gibt es ein paar Tipps, wie man sich am Besten verhält, damit man sich weitgehend „sicher“ bewegt, z.B.:

  • wenn man einen Tweet geotagged, das „location sharing“ anschließend wieder abzustellen,
  • Fotos nur bewusst mit Geokoordinaten auf Flickr oder andere Seiten hochladen.

Lesenswert und je mehr ich darüber nachdenke: Das Thema wird uns immer stärker beschäftigen…