Wohin geht’s mit GIS?

Ein Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt, wurde gerade in den USA diskutiert: Wo geht’s eigentlich mit GIS hin? Teilt sich die GIS Welt in eine „neue“ und eine „alte“?

Die „alte“, die „traditionelle“ GIS Welt: Ich hab mich oft gewundert, warum es so viele altbackene Traditionalisten gibt, die an überkommenen Ideen und Geschäftsmodellen festhalten – und neue Ideen und Geschäftsfelder ignorieren.

Andererseits: Die „moderne“ Welt mit Maps, Social Media und Apps. Lauter neue Datenquellen und neuen Geschäftsideen. Ist das GIS?

Ist es vielleicht einfach nur so, dass die „alten GIS Hasen“ nun feststellen, dass immer mehr Menschen in GIS machen, ohne den traditionellen Geo-Hintergrund? Und dass die Diskussion völlig überflüssig ist und nur deswegen geführt wird, weil die alten GIS Hasen sich also bedroht sehen?

Was meint Ihr?

Ist der Begriff GIS noch zeitgemäß?

Was ist eigentlich GIS und was ist es nicht? Wo fängt GIS an und wo hört GIS auf?

In diesem Artikel wird die Behauptung aufgestellt, dass GIS ein Nischenbegriff sei, den nur GIS Nerds verstünden, die vorwiegend (bewusst übertrieben) aus der öffentichen Verwaltung kämen.

Die (wissenschaftliche) Definition von GIS, die ich an der Uni gelernt habe lautet ungefähr so: Ein System zur Erfassung, Auswertung und Präsentation geografischer Informationen, das aus Software, Hardware, Daten, Menschen, Methoden besteht. Diese Definition trifft auf vieles zu: Apps wie myTaxi oder Sites wie Google Maps – die Vielfalt der Methoden zur Auswertung und Präsentation variiert freilich. Dennoch: GIS hört sich irgendwie altbacken an, ich assoziiere damit durchaus monolithische Systeme. Coole, schicke neue Apps sind etwas anderes als GIS. Oder?

Dank Google ist es immer einfacher zu erklären, was man als „GISler“ beruflich macht: „So was wie Google Maps.“ Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Vielleicht entspringt dieser Satz dem Gedanken, dass manch einer einfach keine Lust auf lange Erklärungen und Rückfragen hat. Die Frage bleibt aber:

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