GIS und Ebola

Nachdem vorgestern intensiver als bisher in allen Nachrichten über die Ebola Epidemie in Westafrika berichtet wurde, stieß ich gestern auf diesen Artikel: Mapping Could Help Stop Ebola’s Spread. Darin wird beschrieben, wie GIS dabei unterstützen könnte, diesen Ausbruch in den Griff zu bekommen.

Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass GIS in diesem Zusammenhang bereits eingesetzt wird, bin ich dem mal nachgegangen. Schließlich wird hierzulande GIS eingesetzt, um z.B. die Maul- und Klauenseuche in den Griff zu bekommen. Alleine die ersten wenigen Google Treffer haben mich dann beruhigt:

Also: GIS kommt hier zum Einsatz und spielt offensichtlich nicht nur in der Information der Öffentlichkeit sondern auch in der Bekämpfung von Ebola eine Rolle. Hoffentlich letzten Endes eine erfolgreiche.

 

 

 

England auf einer Karte

Hier mal wieder ein Beispiel für eine gelungene (wie ich finde) Webmapping Seite: Illustreets zeigt verschiedene Daten von England in einer WebMap. Dabei handelt es sich im Nachbarschaftsdaten, wie Einkommen, Bildung, Kriminalitätsrate etc. Gut gemacht finde ich die Kartenanwendung: „ungissig“ mit der wesentlichen Aussage direkt offensichtlich.

Nachtrag vom 16.1.2014: Diesem Artikel zufolge (der die Seite wie ich übrigens für extrem gelungen hält) stammen die zugrunde liegenden Daten aus OpenDatea Quellen.

Google’s Marketing

Einer der ersten Blogposts hier handelte vom Marketing von MapInfo. Damals war er der Spruch „on a scale from one to ten, it’s an eleven“ Anlass meines Posts – schon den Slogan „Knowing where is just the beginning“ finde ich genial.

Nun hat Google mit seinen Fernsehspots das Ganze aber getoppt. Lars und Lisa gegen die Flut, Thomas der Meteoritenjäger und Andrew, der Skateparks aus Abfall baut: In drei Spots kommen Google Maps ins Bild.

Suchen und Finden – Kerngeschäft von Google – wird mit Karten in Verbindung gebracht. Google bringt die Suche mit diesen Spots aus dem Internet in die echte Welt. Das war schon vorher so, nun jedoch bringt Google es ins Bewusstsein aller: So wie Versteckspielen im Kindergarten mit Suchen zu tun hat, hat Google mit Finden zu tun.


Neuigkeiten von Google und Apple Maps

Apple Maps war ja anfangs ein RIESIGER Flop mit personellen Konsequenzen und sorgt noch immer für Häme in diversen Medien. Nachdem Google Maps auf iOS Devices verfügbar sind, verliert Google nun aber kontinuierlich Anwender an Apple – die Süddeutsche titelt: „Google Maps verliert Millionen Nutzer an Apple„. Tatsächlich laden einer Studie von comscore zu Folge immer weniger iOS Anwender Google Maps herunter und bleiben statt dessen bei den vorinstallierten Apple Maps. Kann nun sein, dass Apple massiv aufgeholt hat oder dass es dem durchschnittlichen SmartPhone Anwender piepegal ist, was für Maps er nutzt. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Kartendienste sich gar nicht mehr viel geben, und dass die Anwender genau deswegen keinen Grund mehr sehen, andere als die mitgelieferten Karten zu nutzen…

Interessant in diesem Zusammenhang, wie Nokia Here sich so schlägt: zunehmende Absätze außerhalb des Nokia Konzerns…

Zum Thema Google ist dem Ein oder Anderen (der abends mal vor der Glotze sitzt) vielleicht dieser Werbespot aufgefallen.

Das passt insofern zu dem oben geschilderten Bild, dass der Handy Markt zwar ein großer ist, aber die Nische der „professionellen“ Anwendungen eben auch eine Menge Potenzial bietet und konsequent angegangen wird.


Google will in den Business Bereich

Offensichtlich meint Google es langsam aber sicher ernst: Genug für den Konsumer Markt gemacht, nun soll der Business Bereich mit Karten und GeoApllikationen gerockt werden.

Zum Einen hat Google unlängst Toolbars auf den Markt gebracht, mit denen es möglich ist, in ArcGIS Desktop bzw. QGIS Daten aus der Google Maps Engine zu nutzen. Zum Anderen hat Google heute eine Partnerschaft mit Safe Software bekannt gegeben. Inhalt dieser Partnerschaft ist zunächst ein Tool, das es ermöglicht, 18 Formate kostenlos in die Google Maps Engine zu importieren (und auch wieder zu exportieren). Das alles ist nichts für Kindergeburtstage (Schnitzeljagdkarten macht man mit Google Maps, nicht ArcGIS und schon gleich gar nicht mit Hilfe von FME), sondern ein offensichtliches Bestreben, den kommerziellen GIS Markt aufzurollen.


Die Bahn

Jetzt, wo in Mainz die Züge wieder rollen, ist es wohl Zeit, mal etwas über die Bahn zu schreiben. Nein, ich werde jetzt nicht großartig über die Pünktlichkeit herziehen (aber dass unlängst eine Zugbegleiterin das Bistro abschloss und mit dem Kommentar „ich verpass meinen Anschluss, wenn ich in diesem Zug bleibe“ ausstieg, das kann ich mir nicht verkneifen). Nein, die Bahn hat nun auch einen eigenen Zugm onitor (die SZ hat ja bereits seit anderthalb Jahren einen Zugmonitor am Start). Allerdings nennt die Bahn ihre Anwendung Zugradar. Inhaltlich geben sich die beiden Anwendungen nicht viel, optisch sind beide arg unterschiedlich – alles eine Frage des Geschmacks.

Zum Thema Bahn erschien es in der letzten Woche eine Pressemeldung von Intergraph, wonach die DB Netz AG auf Basis von Intergraph Lösungen das Projekt AGON (Ablösung der Geosysteme Netz) realisiert. Am Freitag letzte Woche erschien dann eine Korrektur dahingehend, dass DB Systel, der interne IT Dienstleister der Bahn faktisch nicht am Projekt beteiligt sei. Ich bin gespannt, was mach noch hört über eine konzernweite Konsolidierung, an der der interne IT Dienstleister nicht beteiligt ist.


Google Maps nun mit Werbung

Ob das einen ähnlichen Shitstorm auslösen wird, wie seinerzeit die Nachricht, dass Google von großen Maps Kunden Geld verlangt? Es würde mich wundern, wenn nicht.

Heise berichtet heute, dass Google beschlossen hat, „seine kostenlosen Karten-Apps für iOS und Android ab sofort durch Reklame finanzieren.“ Dabei sollen „relevante“ Anzeigen erscheinen, die in Zusammenhang zur Suchanfrage stehen. Klickt der Anwender auf die Anzeige, so erhält er weitere Informationen, wie die Route dorthin oder weitere, vom Inserenten definierte Infos. Die Clicks kosten dann und werden – wie auch bei AdWords – dem Inserenten berechnet.

Screenshots und Infos aus erster – Googles – Hand findet Ihr hier. Und, was meint Ihr – wie werden die Anwender reagieren?


 

Das neue Google Maps

Dass Google einen Relaunch von Google Maps plant, hatte ich ja bereits berichtet. Da es die Möglihkeit gibt, sich das Ganze vorab anzusehen, musste ich das natürlich vorab ausprobieren. Also los.

Dass ich meine Hardware mal erneuern müsste, ist mir schon lange klar. Also bin ich nicht wirklich überrascht, dass ich zuerst darüber informiert werde, dass ich einen aktuellen Browser brauche. Aber – und das freut mich: Ich kann es auch mit meinem „alten“ Browser Firefox 16 nutzen. Bei IE 9 gibt’s diese Option übrigens nicht…

Offensichtlich wird sofort, dass die Google Maps teilweise ganz anderes Look&Feel erhalten hat: Die Sucheingabe ist nicht mehr links sondern über der Karte. Kein Zoombalken mehr links, sondern kleine Schaltflächen rechts. So wurde Einiges verändert, aber das ist kein Problem, intuitiv ist es immer noch. Allerdings: Die Einfachheit, die Google Maps so erfolgreich gemacht hat, scheint am Ende zu sein. Überladen ist Google Maps noch nicht, aber nah dran.

Die Suche wurde überarbeitet: Ergebnisse werden nicht mehr tabellarisch links aufgelistet sondern in der Karte in verschiedenen Symbolen. Beim Klick auf das Symbol werden weitere Details angezeigt, und wenn man sich Erfahrungsberichte anschauen will, wird man zu Google+ weitergeleitet. Was passiert, wenn man kein Google+ Konto hat, bleibt abzuwarten. Direkt in der Karte kann man Suchergebnisse auch nach seinen Google+ Kreisen filtern.

In der Vergangenheit war es Geschäftsinhabern möglich, Webseiten so zu optimieren, dass sie (auch bei Google Maps) weit oben in der Ergebnisliste erscheinen. Inwieweit das neue Google Maps Seitenoptimierungen notwendig macht, bleibt abzuwarten.

Der erste Eindruck: Eine runde Sache für die Anwender und einige Punkte im Kampf gegen Facebook. Weitere Eindrücke in Kürze.