Schlechte Karten

Das hier wollte ich Euch nicht vorenthalten: Ein Dialog auf Twitter über eine wahrhaft nicht schöne „Karte„. Schon bemerkenswert, mit welcher Qualiität von Karten und Software manche Menschen huete noch arbeiten…


Karten erstellen für Farbenblinde

Sehr interessant: Laut diesem Artikel sind rund 7% der Männer (gegenüber 0,4% der Frauen) in einer mehr oder weniger starken Form farbenblind. Für diese Menschen ist ein wesentlicher Vorteil von Karten – schnelles Erfassen von Informationen – hinfällig. Die Engländer haben dem bereits vor zwei Jahren Rechnung getragen und ein spezielles Farbschema erarbeitet.

Im genannten Artikel werden einige Tools vorgestellt, mit denen man Farbschemata auswählen kann, die dem Problem Rechnung tragen oder aber seine Karten „mit den Augen“ eines Farbenblinden testen kann.


Farbgebung in Karten

Was man als Geograph (ja, ich schreibe das immer noch mit „PH“!) oder Kartograph (!) an der Uni lernte, was Günter Hake in mehrern Auflagen seiner Standardwerke schrieb, das ersetzt die folgende Grafik nicht. Aber für eine Menge Webkartenmacher, die von Farben keine Ahnung haben, ist das hier sicher hilfreich.

Und da die Grafik hier ein wenig zu klein ist, könnt Ihr auch einfach auf den Link unter der Grafik clicken und schon seht Ihr sie in groß. Weitere Ideen und Anregungen findet Ihr in diesem Artikel. Und wenn Ihr kein englisch könnt, dann empfehle ich die Lektüre von Günter Hake’s Werken.

 

Präsidentschaftswahl in den USA – kartographisch erklärt

Das Wahlsystem in den USA mit seinen Wahlmännern ist recht kompliziert. Karten dazu sieht man in den Nachrichten heute ja auch oft, und mitunter wird dann auch klar, das bevölkerungsreiche Staaten wie Californien „mehr Wert sind“ als dünn besiedelte Staaten. Hier nun ein Video, das anhand einer (sehr kreativen) Kartographie die Wahlen in den USA sehr schön erklärt: Geld regiert die Welt.

Der gesamte Artikel ist hier zu lesen.


Karten taugen nicht?

Diesen Artikel hatte ich schon vor einiger Zeit gefunden, bin aber nicht dazu gekommen, ihn an dieser Stelle zu erwähnen. Das muss damit zu tun haben, dass er behauptet, dass Karten viel zu viel Bedeutung beigemessen wird.

Die Argumente, die aufgeführt werden, sind durchaus überzeugend – vorab muss erwähnt werden, dass der Autor auf die Visualisierung von IT Sicherheitsproblemen anspielt.

1. Auf einer Weltkarte ist der Vergleich absoluter Zahlen schwer. Große Länder stechen stärker heraus als kleine. Stimmt. Wird aber auch im Grundstudium Kartographie / Geographie gelehrt.

2. 78% Wasser auf der Erdoberfläche sind für die Kartographie verschwendete Fläche. Stimmt auch – der Gedanke ist interessant.

3. Mit der Karte ist bereits eine Dimension der visuellen Darstellung vorgegeben – will sagen: Man schränkt sich in den Möglichkeiten ein. Stimmt auch: Sobald man sich festlegt, schränkt man sich ein.

Warum erwähne ich das an dieser Stelle? Erstens, weil es immer wieder Menschen gibt, die GIS und Karten für überflüssig halten. Es hilft vielleicht, deren Argumente zu kennen – auch wenn das hier nur ein kleiner Ausschnitt ist. Zweitens: Ohne eine gewisse Basisausbildung (in diesem Fall zum Thema Kartographie) scheint es eben doch nicht zu gehen. Genugtuung…