Nokia Here für Android und iOS

Die Nokia Here Apps waren ein, wenn nicht das Argument, warum ich mir vor einiger Zeit ein Windows Phone gekauft habe. Dass Microsoft und Nokia nicht mehr nur glücklich in ihrer Ehe sind, hatte ich schon mal gehört, aber verfolgt habe ich das nicht (was sich ja auch in der „Auszeit“ von orgismus bemerkbar machte). Nun verkündete Nokia eine Kooperation mit Samsung, die den Beginn der Here Apps für Android markieren soll. Auch für iOS sollen die Here Apps (wieder) kommen, für Microsoft werden sie zumindest weiterhin gewartet. Allerdings habe man die Android Version komplett und von Grund auf neu entwickelt, so dass eine Windows Version auch recht einfach kompiliert werden könne.

Zunächst soll die Android Version exklusiv auf Samsung Devices (Galaxy sowie der Smart Watch Gear S) laufen.

Ein ausführlicher Artikel zu dem Thema findet sich hier: Dort wird auch die Historie der Nokia Kartendienste kurz aber gut beschrieben.

Nokia Here nicht mehr für iOS

Laut Indian Express (nee, von dieser Zeitung hab ich bislang auch noch nichs gehört) hat Nokia seine Here App zum Jahresende aus dem Apple AppStore entfernt. iOS User können nun nur noch den Webdienst nutzen.

Als Grund hierfür wird angeführt, dass es mit iOS 7 Probleme gab: „We have made the decision to remove our HERE Maps app from the Apple App Store because recent changes to iOS 7 harm the user experience.“

Allerdings scheint das nicht der einzige Grund gewesen zu sein: Nach dieser Quelle sind die Nutzer- und Zugriffszahen mit iOS Usern deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Dazu kommt sicherlich, dass Maps ein häufig genutztes Feature auf mobilen Geräten sind – die enge Kooperation zwischen Microsoft und Nokia legt nahe, dass man hier einen Vorteil gegenüber Apple sieht.


Neuigkeiten von Google und Apple Maps

Apple Maps war ja anfangs ein RIESIGER Flop mit personellen Konsequenzen und sorgt noch immer für Häme in diversen Medien. Nachdem Google Maps auf iOS Devices verfügbar sind, verliert Google nun aber kontinuierlich Anwender an Apple – die Süddeutsche titelt: „Google Maps verliert Millionen Nutzer an Apple„. Tatsächlich laden einer Studie von comscore zu Folge immer weniger iOS Anwender Google Maps herunter und bleiben statt dessen bei den vorinstallierten Apple Maps. Kann nun sein, dass Apple massiv aufgeholt hat oder dass es dem durchschnittlichen SmartPhone Anwender piepegal ist, was für Maps er nutzt. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Kartendienste sich gar nicht mehr viel geben, und dass die Anwender genau deswegen keinen Grund mehr sehen, andere als die mitgelieferten Karten zu nutzen…

Interessant in diesem Zusammenhang, wie Nokia Here sich so schlägt: zunehmende Absätze außerhalb des Nokia Konzerns…

Zum Thema Google ist dem Ein oder Anderen (der abends mal vor der Glotze sitzt) vielleicht dieser Werbespot aufgefallen.

Das passt insofern zu dem oben geschilderten Bild, dass der Handy Markt zwar ein großer ist, aber die Nische der „professionellen“ Anwendungen eben auch eine Menge Potenzial bietet und konsequent angegangen wird.


Nokia Here offen für alle

Nokia, ehemals Weltmarktführer ist in den letzten Tagen ja ziemlich präsentin der Presse: Die neuen Lumia Smartphones und die Allianz mit Microsoft haben es heute sogar ins Heute Journal geschafft. Kein Wunder, denn aktuell findet ja auch die Branchenmesse in Barcelona statt.

Nun hat Nokia dort erklärt, seine Kartendienste auch anderen Plattformen als Windows Phone zu öffnen. Wer sich mal die Karten auf einem dieser neuen Nokia Handys angeschaut hat, wird verstehen, warum Nokia an dieser Stelle von sich selbst überzeugt ist.

Eine interessante Analyse zu dem Thema findet sich in diesem Artikel: Die Zukunft der mobilen Geräte seien die Brillen – gestern hieß das noch Google Glasses, heute wird es bereits herstellerneutral als Smart Glass tituliert. Und mit den Brillen bekommt dann das Thema Augmented Reality einen ganz anderen Stellenwert. Und da sieht Nokia sich als Pionier und zukünftigen Marktführer. Zitat Stephen Elop, Scheff von Nokia: „We clearly have established a pattern for being leaders in augmented reality“.


Google macht CrowdSourcing

Google nutzt Crowd Sourcing (man könnte hier von der „Erfindung“ von Open Street Map sprechen), um seine Datenbasis von Google Maps zu verbessern. Das unterstützt Google mit Tools und den Map Maker Conferences. Gestern startete Google einen Mapathon, der bis zum 25. März geht. Zur Teilnahme motiviert Google, indem Preise von T-Shirts bis Tablets ausgelobt werden. Leider nur in Indien. Blöd, weil recht weit weg.

Aber auch interessant.

Denn Indien ist (zumindest diesem Artikel zufolge) ein stark umkämpfter Markt für Smartphones. Nokia und Microsoft – aktuell im Handyrennen ja nicht ganz vorne dabei – könnten hier richtig Boden gut machen. Schließlich hat Nokia (Navteq) nach eigenen Angaben in Indien bereits eine Coverage von rund 80%. Womit dieser Mapathon den Charakter eines Schachzugs im globalen Spiel bekommt…


Nokia Here

Nokia hat einen neuen Kartendienst gestartet. Er heisst here und ist unter here.net erreichbar.

Here kommt daher wie ein ganz ordinäres Kartenportal – allerdings in eigenem Design: Man sieht ’ne Karte, und man kann verschiedene Infos einblenden: Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten, Nahverkehr, usw. – der Content sieht recht gut aus, die Wetterkarte habe ich so noch nicht gesehen. Informationen zur Verkehrssituation gibt es auch – sie erinnern an das was google und der ADAC liefern. Ein Klick auf eine Stadt, die entsprechend dargestellt ist und man kommt zu verschiedenen Infos – z.B. ein Stadtüberblick. Die Menge und die Art , wie die Informationen präsentiert werden, ist schick.

Beeindruckend ist die Performance: Zoom&Pan sind beeindruckend schnell. Die 3D Ansicht sieht auf den Screenshots recht beeindruckend aus, hat bei mir aber nicht funktioniert – ein Glück ist bald Weihnachten…

Dann gibt’s auch ne Routenplanung. Auto, Fuß, öffentlich. Wegpunkte per Klick in eine bereits berechnete Route einfügen? Kein Problem und auch recht schnell. Öffentlich allerdings tut noch nicht so richtig – ich habe jedenfalls keine Route hinbekommen.

Noch im Beta: Der Map Creator. Damit kann man ins Crowd Sourcing für Nokia einsteigen und Daten erfassen. Das allerdings (zunächst) nur für solche Länder, die Nokia wahrscheinlich nicht so gut erfasst hat.

Das Ganze ist für diverse Platformen und Browser verfügbar. Und API’s soll es selbstverfreilich auch geben.

Warum?

In der recht ausgiebigen Diskussion zu diesem Artikel wird vermutet, dass Nokia bei Microsoft nicht weitreichend prominent und exklusiv genug positioniert wird. Und alleine deswegen etwas tun muss, um im Rennen gegen Google und Bing (und OSM) zu bestehen. Andererseits ist das Look&Feel schon sehr an Windows 8 angelehnt. Was dafür sprechen könnte, dass Nokia versucht, hiermit ein weiteres großes Portal zu etablieren. Das dann wiederum die Basis für den Vertrieb der Daten darstellt.


Oracle setzt Nokia Dienste ein

Wie das Wall Street Journal heute mitteilt, hat Oracle einen Vertrag mit Nokia abgeschlossen, der es Oracle ermöglicht, Nokia/Navteq Dienste und Daten in ihren Applikationen einzusetzen. Nokia gewinnt gegenüber TomTom einen weiteren wichtigen Kunden, denn Oracle ist nicht oder nicht nur im B2C sondern vor allem im B2B Markt unterwegs.

Ich könnte jetzt den Spielstand erneut aktualisieren, erwähne aber lieben einen anderen Artikel, der in diesem Zusammenhang ganz gut passt: Apple sollte TomTom kaufen. Meint jedenfalls der Autor dieses Artikels vor dem Hintergrund der Qualität der Apple Maps, die allgemein als schlecht bezeichnet wird. Sogar Tim Cook, CEO von Apple, nennt die Qualität der Apple Maps unzureichend und verspricht, dass Apple alles daran setzt, was möglich ist, um die Karten zu verbessern. Die Karten zu verbessern ist nicht schwer – bei dem Ausgangsniveau. Alles was möglich ist? Das lässt eine Menge Spielraum.


So und jetzt schreibe ich hoffentlich bald mal wieder über etwas praktischere Sachen!

Amazon steigt ins Geo-Geschäft ein

Gerüchte gab es schon länger, z.B. als Amazon UpNext kaufte – das war anfang des Sommers. Nun verdichten sich die Gerüchte: Nächsten Donnerstag soll laut Reuters das neue Tablet von Amazon, Kindle, auf den Markt kommen. Dieses soll dann auch Geodienste enthalten – in diesem Fall basieren sie auf Navteq. Nachdem Apple seinen eigenen Kartendienst hat, der auf TomTom basiert, wird es nun spannend, wie sich Amazon durchsetzt: Angeblich ist heute jedes fünfte Tablet ein Kindle – sofern bei den Kindles, die heute am Markt sind, wirklich von Tablets vergleichbar zu Nexus oder iPad sprechen kann. Es wird also spannend, wie Amazon seine neuen Kindles dann an dem Markt bekommt.

Halten wir den aktuellen Spielstand kurz fest: Google begann mit Teleatlas, das dann von TomTom gekauft wurde und macht jetzt eigene Karten. Apple begann mit Google, macht jetzt eigene Karten auf Basis TomTom. Microsoft und Yahoo basieren auf Navteq. Der Markt bewegt sich – bin gespannt, ob und wie Facebook antwortet…


Sieben Alternativen zu Google Maps

Welche Alternativen gibt es zu Google Maps, wenn ich Karten in meine Seiten einbauen möchte? Diese Frage hört man immer mal wieder; viele Menschen setzen sich damit wahrscheinlich nicht ernsthaft auseinander: Google ist bekannt, Google Maps ist einfach zu verstehen, Google Maps ist verbreitet (man bekommt also schnell Hilfe) – warum also sollte man suchen? Als Google vor knapp einem Jahr ankündigte, dass die Nutzung der Google Maps API für große Nutzer (> 25.000 Karten pro Tag, entspricht 750.000 pro Monat) nicht mehr kostenlos sein würde, führte das zu Empörung, Protest, Abwanderung – und damit werden die Alternativen dann eben doch interessant.

Dieser Beitrag (wie so vieles, was ich hier verlinke, in Englisch) listet ein paar Alternativen.

Proprietäre APIs (inkl. Datendiensten):

  • Microsoft Bing Maps
    sind angeblich bereits ab 500.000 Transaktionen pro Jahr kostenpflichtig…
  • Nokia
    bis 1 Mio Karten pro Monat kostenlos; je 500.000 Routen und Suchen moantlich (=Geokodierungen) kostenlos
  • MapQuest
    vor allem in den USA bekannt, aktiv und genutzt, bietet die Option Open Street Map (OSM) ohne Routing kostenlos an. Mit Navteq Daten kostet das Ganze nur für die Karten auch nichts, allerdings sind lediglich 5.000 Routen und Geokodierungen kostenlos

Offene APIs (also ohne Daten)

  • OpenLayers
    ist unter den offenen APIs die ausgereifteste (um nicht zu sagen: „älteste“), wird häufig mit OSM Daten genutzt und ist recht weit verbreitet
  • Leaflet
    deutlich jünger (und manche sagen: moderner) als OpenLayers
  • Modest Maps
    reduziert die Funktionaität angeblich auf’s Wesentliche
  • PolyMaps
    basiert auf SVG, also Vektor Grafiken, die im Browser gerendert werden.

All diese Informationen sind nicht wirklich ausführlich, dazu müsst Ihr Euch schon die Dinge schon selber anschauen. Feedback und Erfahrungen veröffentliche ich aber gerne! Einfach eine Email an mich oder einen Kommentar abgeben.