GIS und Ebola

Nachdem vorgestern intensiver als bisher in allen Nachrichten über die Ebola Epidemie in Westafrika berichtet wurde, stieß ich gestern auf diesen Artikel: Mapping Could Help Stop Ebola’s Spread. Darin wird beschrieben, wie GIS dabei unterstützen könnte, diesen Ausbruch in den Griff zu bekommen.

Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass GIS in diesem Zusammenhang bereits eingesetzt wird, bin ich dem mal nachgegangen. Schließlich wird hierzulande GIS eingesetzt, um z.B. die Maul- und Klauenseuche in den Griff zu bekommen. Alleine die ersten wenigen Google Treffer haben mich dann beruhigt:

Also: GIS kommt hier zum Einsatz und spielt offensichtlich nicht nur in der Information der Öffentlichkeit sondern auch in der Bekämpfung von Ebola eine Rolle. Hoffentlich letzten Endes eine erfolgreiche.

 

 

 

OSM Routing

OpenStreetMap war bislang insbesodere eine gute Alternative zu kommertiellen Anbietern, wenn es um Visualisierung ging. Als Google vor einiger Zeit Lizenzgebühren erhob, wechselten prompt einige große Kunden zu OSM.

Nun gibt es einen ersten Prototyp, in dem mit OSM Daten auch geroutet wird. Ohne es im Detail getestet zu haben: Es ist zumindest mal rattenschnell.

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

http://jsrouting.apis.dev.openstreetmap.org/

Wie gut verschiedene Abbiegevorschriften etc. berücksichtigt sind, ist noch genauso unklar, wie die Abdeckung der Daten. Aber wie gesagt: Schnell ist es!

Karte der rechten Szene

Angesichts des anstehenden Prozesses gegen NSU Mitglied Beate Zschäpe hat diese Seite mit einer sehr guten Kartenanwendung Aktualität: Rechtes Land.

Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um eine Seite, die „die Orte der extremen Rechten, ihre Verbände, ihre Morde, ihre Überfälle, ihre Termine und aktuelle Vorhaben kartieren“ will. Das Projekt wird durch Crowd Funding finanziert und lebt letztlich auch (zumindest teilweise) vom Crowd Sourcing: Jeder kann Daten beitragen, muss sich allerdings „akkreditieren“ lassen. Auf einer weiteren Seite des apabiz wurden Daten gewonnen, indem „rechte Online-Versandhäuser gehackt und die Bestelldaten öffentlich gemacht“ wurden. Soweit ich das beurteilen kann, allerdings erst nach Anonymisierung.

Um zum Thema dieses Blogs zurückzukommen: Wirklich gut gemacht ist die Karte, da ist eigentlich alles so, wie es was in den Beiträgen zu guten Webmapanwendungen beschrieben ist.


OSM Daten portioniert bestellen

WeoGeo in den USA hat einen Geodatenshop online. Zwar findet man dort vorwiegend Daten für den amerikanischen Markt, aber eine Sache ist dann doch recht cool: OpenStreetMap Daten kann man hier so portioniert herunterladen, wie man es braucht: Unabhängig von administrativen Grenzen, quasi seamless für ein Projektgebiet. Man kann die Daten unter anderem als FileGeodatabase, Shape, DXF, KML oder GML bekommen. Die Daten sind gemäß der OSM Lizenz kostenfrei.

Daten per Polygon auswählen und bestellen

Ein paar weitere kostenlose Datensätze gibt es bei Weogeo auch noch, z.B. SRTM Daten.

Alternativ bekommt man bei der Geofabrik bekommt man die Daten je Bundesland, in einigen Ländern auch je Regierungsbezirk.


OpenStreet Map vs. Google Maps

Zur Qualität von Open Street Map wurden an dieser Stelle bereits Untersuchungen vorgestellt. Der Autor dieser Seite hat nun einmal einen recht ausführlichen Vergleich von OSM und Google Maps erstellt. Dabei wird weniger auf die Abdeckung eingegangen. Vielmehr werden die Dienste auf verschiedene Attribute hin abgeklopft und es wird beschrieben, wofür die Dienste geeignet sind. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass insbesondere bei OSM mitunter erhebliche regional Unterschiede existieren.

Bei all der Dynamik, die wir heute in dieser Branche sehen, ist es schade, dass ein solcher Vergleich bald veraltet ist.


Facebook Freunde auf der Karte

Was ich für Twitter schon längst gefunden hatte (siehe auch hier), habe ich für Facebook bislang vermisst. MapSocial stellt nun endlich Facebook Freunde auf einer Karte dar. Da mein Facebook Account seit langer Zeit nicht mehr in Gebrauch ist, musste ich also erst einmal suchen, bis ich den wieder nutzen konnte.

Die MapSocial App basiert auf OSM Daten, ist noch im Beta und funktioniert leider arg hakelig. Zusätzlich kann man damit auch einfach Fotos oder Kommentare auf Karten platzieren,  und die Bedienung ist einfach: Im Facebook AppCenter MapSocial auswählen, Friendmap erzeugen und dann die Freunde importieren. Ein wenig Hand ans Layout legen (kann man laut Beschreibung, ich konnte das allerdings nicht) und fertig ist die Karte.

Quelle: Facebook, Map Social App; irgendein Facebook Account

Für all diejenigen, die Social Media Marketing betreiben, aus meiner Sicht komplett unverzichtbar. ich bin gespannt, wann der logische nächste Schritt dann möglich ist: Verschneiden dieser Infos mit Daten der Marktforschung…


Wer trägt wie viel zu OSM bei

Die Leute von der Uni Heidelberg haben mich schon mit ihrem Artikel über die Qualität der OSM Daten beeindruckt. Nun haben sie eine weitere Studie veröffentlicht, in der es darum geht, wer wie und wieviel zu OSM beiträgt.

Meine Zusammenfassung:

Nur ein kleiner Teil der registrierten Menschen trägt dauerhaft und über einen längeren Zeitraum Daten zu OSM bei. Klar, steht ja auch auf der ersten Seite. Die höchste Aktivität gibt es in Deutschland. Die höchste Aktivität findet zwar in unseren Abendstunden und Sonntags statt, dennoch findet Einiges an Erfassung während der mitteleuropäischen Arbeitszeit statt. Was bedeutet, dass entweder die Leute ihre Arbeitszeit „missbrauchen“, um OSM Daten zu erfassen, oder beruflich motiviert (mit Unterstützung ihres Arbeitgebers) Daten erfassen oder aber: die meisten Beitragenden sind Studenten.

Bin gespannt, ob auch diese Studie es wie die letzte in die Süddeutsche Zeitung schafft.


Sieben Alternativen zu Google Maps

Welche Alternativen gibt es zu Google Maps, wenn ich Karten in meine Seiten einbauen möchte? Diese Frage hört man immer mal wieder; viele Menschen setzen sich damit wahrscheinlich nicht ernsthaft auseinander: Google ist bekannt, Google Maps ist einfach zu verstehen, Google Maps ist verbreitet (man bekommt also schnell Hilfe) – warum also sollte man suchen? Als Google vor knapp einem Jahr ankündigte, dass die Nutzung der Google Maps API für große Nutzer (> 25.000 Karten pro Tag, entspricht 750.000 pro Monat) nicht mehr kostenlos sein würde, führte das zu Empörung, Protest, Abwanderung – und damit werden die Alternativen dann eben doch interessant.

Dieser Beitrag (wie so vieles, was ich hier verlinke, in Englisch) listet ein paar Alternativen.

Proprietäre APIs (inkl. Datendiensten):

  • Microsoft Bing Maps
    sind angeblich bereits ab 500.000 Transaktionen pro Jahr kostenpflichtig…
  • Nokia
    bis 1 Mio Karten pro Monat kostenlos; je 500.000 Routen und Suchen moantlich (=Geokodierungen) kostenlos
  • MapQuest
    vor allem in den USA bekannt, aktiv und genutzt, bietet die Option Open Street Map (OSM) ohne Routing kostenlos an. Mit Navteq Daten kostet das Ganze nur für die Karten auch nichts, allerdings sind lediglich 5.000 Routen und Geokodierungen kostenlos

Offene APIs (also ohne Daten)

  • OpenLayers
    ist unter den offenen APIs die ausgereifteste (um nicht zu sagen: „älteste“), wird häufig mit OSM Daten genutzt und ist recht weit verbreitet
  • Leaflet
    deutlich jünger (und manche sagen: moderner) als OpenLayers
  • Modest Maps
    reduziert die Funktionaität angeblich auf’s Wesentliche
  • PolyMaps
    basiert auf SVG, also Vektor Grafiken, die im Browser gerendert werden.

All diese Informationen sind nicht wirklich ausführlich, dazu müsst Ihr Euch schon die Dinge schon selber anschauen. Feedback und Erfahrungen veröffentliche ich aber gerne! Einfach eine Email an mich oder einen Kommentar abgeben.


 

brewpubs: Brauereien in Deutschland

Ich würde würde das ja schon fast Openbeermap nennen: Die Karte der Kleinbrauereien mit angeschlossener Wirtschaft. Das Nord-Süd Gefälle sticht auf den ersten Blick ins Auge. Und was immer wieder behauptet wird: In Franken gibts am meisten Bier. Da steigen dieser Tage übrigens wieder das Annafest in Forchheim und die Bergkirchweih in Erlangen. Wer also noch nichts besseres vorhat: Franken ist immer eine Reise wert – und Urlaub ist ja auch bald.


JavaScript Editor für OSM

Um die Erfassung von Daten für OSM zu erleichtern, wird gerade ein einfach zu bedienender Editor entwickelt. Die Idee ist einfach: Ein Tool, dass es einfach macht Daten zu erfassen, soll dazu führen, dass auch mehr Leute Daten erfassen und beitragen. Also: Wer noch Zeit hat, einfach mal hier vorbeischauen und mitmachen.