Wer trägt wie viel zu OSM bei

Die Leute von der Uni Heidelberg haben mich schon mit ihrem Artikel über die Qualität der OSM Daten beeindruckt. Nun haben sie eine weitere Studie veröffentlicht, in der es darum geht, wer wie und wieviel zu OSM beiträgt.

Meine Zusammenfassung:

Nur ein kleiner Teil der registrierten Menschen trägt dauerhaft und über einen längeren Zeitraum Daten zu OSM bei. Klar, steht ja auch auf der ersten Seite. Die höchste Aktivität gibt es in Deutschland. Die höchste Aktivität findet zwar in unseren Abendstunden und Sonntags statt, dennoch findet Einiges an Erfassung während der mitteleuropäischen Arbeitszeit statt. Was bedeutet, dass entweder die Leute ihre Arbeitszeit “missbrauchen”, um OSM Daten zu erfassen, oder beruflich motiviert (mit Unterstützung ihres Arbeitgebers) Daten erfassen oder aber: die meisten Beitragenden sind Studenten.

Bin gespannt, ob auch diese Studie es wie die letzte in die Süddeutsche Zeitung schafft.


Vergleich OSM TomTom

Pascal Neis, Dennis Zielstra und Alexander Zipf von der Uni Heidelberg haben in einer Studie Open Street Map und TomTom miteinander verglichen.

Die Untersuchungsergebnisse haben für Deutschland Gültigkeit – hier sind die Aktivitäten der Beitragenden vergleichsweise stark, so die Entwicklung der Daten auch sehr gut voranging.

Nach einem ersten Überfliegen der Studie bleibt für mich folgendes Fazit:

OSM hat insgesamt mehr Strassenkilometer. TomTom allerdings ist in Sachen Autonavigation besser aufgestellt. Das liegt zum einen an der besseren Erfassung der für Autonavigation relevanten Strassen, zum anderen daran, dass TomTom in Bezug auf Abbiegevorschriften deutich besser ist. Im Hinblick auf Fußgängerrouting allerdings ist der Studie zufolge OSM besser.

OSM ist in den neuen Bundesländern “besser”, allerdings ist TomTom in gering besiedelten Regionen tendenziell besser aufgestellt.

Ein Abstract wie auch ein Download der 21seitigen Untersuchung gibt’s hier: http://bit.ly/zfjWiH