Mobilität 2030

Gerade fand die Jahrestagung der deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft statt – ein Event, das sich der Mobilität widmet. Ein Thema, das ich nicht bewusst als großes GIS Thema wahrgenommen habe. Ist es auch nicht wirklich. Zumindest, wenn man z.B. die Trendstudie vom „Runden Tisch GIS“ zur letzten Intergeo liest.

Angesichts der steigenden Spritpreise und der Notwendigkeit, Kohlendioxidausstöße zu verringern, wird sich unser Mobilitätsverhalten gravierend ändern. Der ÖPNV gewinnt an Bedeutung, auch im Frachtverkehr werden auf lange Sicht die LKW nicht mehr dieselbe Rolle spielen wie heute und auch das Thema Elektromobilität wird unser Verhalten verändern. Was bedeutet das für Software? Multimodales Routing wird an Bedeutung gewinnen, die Elektromobilität wird neue Anforderungen ans Routing stellen.

Hier mal ein paar Anbieter von entsprechender Software, ohne Anspruch auf Vollständigkeit (die versuche ich, später mal herzustellen):


Swisstopo – Geoportal geht vorwärts

Ich denke grad wieder an die Ricola Werbung: Wer hat’s erfunden? Die Schweizer.

SwissTopo hat die API seines Geoportals sehr gut dokumentiert. Nicht genug, dass es eine API gibt (das wär doch was für uns hier in Deutschland, oder?), sie auch wirklich gut und schön dokumentiert. So sind zahlreiche Beispiele aufgeführt, zu denen man sich auch den Source Code anzeigen lassen und das Ganze auch ganz einfach in eigene Anwendungen einbauen kann.

Und wer nicht nur copy&paste machen will, sondern auch verstehen will, was er da macht, erstellt anhand des Tutorials in 7 Schritten seine eigene Webseite mit schweizer Karte. Cool!

Aber um mal auf die Frage zurückzukommen, wer’s erfunden hat: PTV.


Map&Guide als SaaS

PTV AG hat Map&Guide Internet herausgebracht. Map&Guide ist ein Transportroutenplaner für Speditionen, also ein Routenplaner mit speziellen Funktionen für  Spediteure – z.B.: Mautberechnung, Berücksichtigung von Lenk- und Ruhezeiten sowie Umweltzonen beim Routing.

Map&Guide Internet ist nun der Ansatz, das Produkt als SaaS anzubieten und somit Kunden, die relativ hohe Investionskosten scheuen, einen einfachen Einstig zu ermöglichen. Laut Hersteller ist die SaaS Variante bis auf wenige Funktionen der klassischen Version ebenbürtig.