670 Mio. Smartphones in 2012 verkauft

2011 wurden mehr Smartphones verkauft als PC’s. Dass das der Beginn einer – ich will’s nicht gleich industrielle Revolution nennen – dramatischen Veränderung im IT Markt werden würde, war klar. 2011 waren es 488 Mio Smartphones, 2012 670 Mio. Sauberer Zuwachs.

Noch immer ist Android vorne, Samsung ist der Spitzenreiter, Symbian (was war das nochmal?) ist quasi tot, Nokia sieht mit dem Lumia aber Land. Und Apple? Ist mit dem iPhone 5 gut dabei, aber was kommt dann?

Was Apps und Maps angeht also: Google und Android weit vorne, iOS kommt dann und Windows Phone hat Potenzial…


Cloud Offloaded GPS

Da GPS Empfänger einen Stromverbrauch haben, der alleine dazu führen könnte, dass die Energiewende scheitert, hat sich Microsoft des Themas angenommen. Wahrscheinlich haben das mehrere Unternehmen, mir ist aber dieses Paper aufgefallen.

Die Idee: Der GPS Empfänger empfängt nur für sehr kurze Zeit (< 2ms) GPS Signale und sendet sie dann an einen Server. Hier werden die Daten weiterverarbeitet und mit anderen Datenquellen verschnitten, so dass man am Ende eine recht genaue Position (Genauigkeit < 35m) erhält. Dafür wird allerdings der Stroverbrauch um mehrere Potenzen gesenkt.

Damit ist klar, dass das Verfahren für Smartphones kaum taugt. Anwendungen wie Geofencing oder Tracking von Schiffen, zoologische Analysen etc. bekommen damit allerdings ganz neue Möglichkeiten.


Mobile Kartendienste – ein Benchmark

Der Sommer geht zu Ende, Weihnachten samt Wunschzetteln steht bald wieder an, un der ein oder andere wird dann über ein neues Smartphone nachdenken. Also schon mal vergleichen. Dieser Benchmark wurde von Nokia erstellt, er ist daher sicherlich nicht der allerobjektivste. Die Möglichkeiten der MapDienste werden für Lumia 920 (Windows Phone, Bing Maps), Galaxy S3 (Android, Google Maps) und iPhone 5 (iOS, Apple Maps) verglichen.

Die weltweite Abdeckung ist demnach bei Nokia am größten, bei Apple am wenigsten gut. Für hiesige Verhältnisse ist das weitgehend irrelevant, weil Nordeuropa und USA von allen dreien bedient wird. Wer öfters mal nach Südostasien, Japan oder Australien reist, könnte sich das das vorher vielleicht einmal genauer anschauen. Was die Features angeht, wird das Lumia (selbstredend) als das beste Telefon dargestellt: Karten inkl. Routing sind offline verfügbar, Fahrpläne und Verkehrsinfos sind vorhanden.

Ein anderer Beitrag schreibt bereits von den „Map Wars“, den Kartenkriegen, bezieht sich dabei aber nur auf Google Maps und Apple Maps. In diesem konkreten Fall über die 3D Funktionalität. Weniger als 20 US amerikanische Städte werden derzeit abgebildet, und der Nutzen dieses Feature ist mir noch immer nicht klar.

Es erinnert mich an die frühen Diskussionen zum Thema OpenSource GIS und proprietärem GIS?


Google sieht in mobiler Suche die Zukunft

Google hat im letzten Jahr ein Plus von 42% bei den Clicks auf Werbeanzeigen verzeichnet. Ohne genaue Zahlen zu nennen, ist wohl ein zumindest guter Teil auf den Zuwachs im mobilen Bereich zurückzuführen. Täglich (!) werden aktuell eine Million Android Geräte aktiviert – ergo werden auch mehr Suchanfragen von diesen Geräten abgesetzt. Und wohl auch mehr Clicks auf Werbung.

Laut Heise ist Google der Meinung, dass die mobile Suche heute erst da ist, wo die Dekstop Suche 1999 war (erinnert Ihr Euch: HotBot, Yahoo, AltaVista und so?) – will wohl sagen: Da ist noch jede Menge Potenzial drin. Sonst hätte man auch kaum Unternehmen wie Motorola und AdMob gekauft.

Weitere Artikel zu dem Thema:


Die meisten SmartPhone Besitzer nutzen Location based Services

Dieser Studie zufolge nutzen drei viertel der Smartphone Besitzer (in den USA) Location based Services. Konkret: 74% der Nutzer beziehen – Stand Februar 2012 – in der ein oder anderen Form Geoinformationen auf ihren Smartphones. Diese Zahl verwundert mich noch nicht, bemerkenswert ist aber, dass das einen Zuwachs von rund 20% seit Mai 2011 bedeutet.

Runde 18% der Smartphone Besitzer nutzen regelmäßig einen „geosocial“ Dienst wie Fousquare oder gowalla. Hier ist interessant zu beobachten, dass die Nutzung zusammenhängt mit Bildungsstatus und Einkommen: Je geringer, desto intensiver. Umgekehrt ist die Nutzung von Geoinformationen (exklusive der „geosocial“ Dienste) bei den besser situierten intensiver.


GPS in Handies werden genauer

Laut Heise plant Broadcom einen Chip für Smartphones zu bauen, der eine Ortung ermöglicht, die auf einige Zentimeter genau ist.

Das wird ermöglicht, weil neben GPS Sensoren auch Daten von Kreiselinstrumenten, Beschleunigungssensoren, Schrittzählern und Höhenmessern und Bluetooth-Beacon-Signalen ausgewertet werden. Letzteres eröffnet auch neue Möglichkeiten in der Indoor Navigation, wie z.B. in Shopping Centern, Flughäfen etc. Die Anwendungsfälle sind vielfältig.


Wenn Visionen wahr werden – wie es zum Smartphone kam

Diesen Artikel finde ich – auch wenn er mit GIS absolut nichts zu tun hat – bemerkens- und lesenswert. Er ist auch schön kurz und im Prinzip kommt es nur auf das Bild an.

Demnach hat Nathan Myhrvold, einst technischer Vordenker bei Microsoft bereits 1991 eine ziemlich konkrete Vorstellung dessen gehabt, was heute als Smartphone alltäglich wird. Wie gesagt: Bild angucken langt schon fast…