Datenschutz und Geodaten

Ein Blog, der mir sehr gut gefällt ist Geoinformationsrecht, leider erscheint dort nur selten ein Beitrag. Macht aber nichts, weil die Themen zu diesem recht speziellen Thema eher nicht nach einer täglichen Berichterstattung schreien.

Hier aber ein interessanter Artikel aus der Rubrik „Es ist schon alles gesagt worden, wenn auch noch nicht von jedem.“


Augmented Reallity und GIS

Augmented Reality ist ähnlich wie Big Data derzeit ein echtes Hype Thema. Für diejenigen, die nicht wissen, was gemeint ist: Augmented Reality blendet virtuelle Informationen wie z.B. Strassennamen im Gelände über das Kamerabild eines Smartphones oder Tabets. Eine bessere Definition findet sich sicher bei Wikipedia – für diesen Artikel sollte meine Erklärung ausreichen.

Leider sind die Ortungsgenauigkeiten bei mobilen Geräten noch nicht so gut, dass die eingeblendeten Inhalte erstens wirklich punktgenau dargestellt werden und zweitens auch „stillhalten“. Dieses Bild aus dem Jahr 2009 ist zwar sicher nicht mehr so richtig aktuell, es veranschaulicht das Problem aber ganz gut: Innerhalb von 12 Stunden wandert die Position eines iPhone4 erheblich – obwohl das Handy unbewegt ist.

Quelle: http://www.kowoma.de/gps/geraetetests/iOS/iPhone_iPad.html

Dieses Problem geht Metaio, ein deutsches AR Unternehmen, seit einger Zeit an. Zum einen wurden dort entsprechende Algorythmen entwickelt. Zum andern werden von Esri georefenzierte 3D Stadtmodelle (die aus dem Google StreetView Daten erstellt wurden) eingesetzt, die eine Erkennung im Gelände ermöglichen. Außerdem wurde ein spezieller AR Chip entwickelt, der deutlich schneller rechnet, als bisherige Smartphone Chips.

Was dann möglich ist, sieht man in diesem Video, das mich schon alleine deswegen begeistert, dass es mich auf tausend neue Ideen bringt.

Parallel dazu arbeitet man an einer Datenbrille á la GoogleGlasses – wir werden also tatsächlich in weniger als 10 Jahren die digitale Wirklichkeit um uns herum viel intensiver wahrnehmen. Ich bin gespannt, wann wir digitales Graffiti in AR bekommen werden.

Weitere Infos dazu kann man in diesem Artikel lesen.


Google Street View Filme

Wieder mal etwas, was wirklich cool ist, wenn auch sich der Nutzen – mir zumindest – nicht sofort erschließt: Filme – quasi Road Movies – erzeugt aus Google Street View. Unabhängig von mehr oder weniger sinnvollen Ankündigungen des BGH letzte Woche „frame“ ich ein Beispielvideo hier – freilich nicht, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Copyright dafür bei teehan+lax liegt.

Google Street View Hyperlapse from Teehan+Lax Labs on Vimeo.

Ich muss sicher nicht erwähnen, dass man selber solche Videos erstellen kann und dass die Technologie für alle Interessierten auch verfügbar ist – als Open Source.

 

Wie Google Karten macht

Manchmal finde ich Artikel im Netz, die ich am liebsten komplett wiedergeben möchte. Das hier ist so einer: „How Google Builds its Maps„. Der Artikel ist deswegen lesenswert, weil er tatsächlich beschreibt, wie bei Google Karten erstellt werden, indem Luftbilder, StreetView Daten und von Anwendern gemeldete Fehler verarbeitet werden. Das ist sicher keine vollständige Beschreibung, dennoch lesenswert. Insbesondere der Punkt, an dem dann überlegt wird, wohin das alles eines Tages führen wird: „In 50 years, Google will be the self-driving car company (powered by this deep map of the world) and, oh, P.S. they still have a search engine somewhere.“

Das würde den ein oder anderen GIS Anbieter sicher freuen, wenn’s wirklich so wäre. Jetzt ist eine Woche Funkstille, Urlaub!


Stadtcharakterisierung auf Basis Street View

Was zeichnet eigentlich eine Stadt aus? Dieser Frage widmeten sich diverse Plattformen, zumeist nutzen sie soziale Kriterien.

Dieser Artikel berichtet von einem Forschungsprojekt, in dem Städte anhand ihres architektonischen Stadtbildes charakterisiert werden: Was macht eigentlich das Typische am Stadtbild einer Stadt aus? Dazu wurden Daten aus Google StreetView systematisch analysiert. Wer’s ausführlich mag, kann dieses Paper lesen, wer weniger viel lesen mag, schaut auf diese Seite. Ganz klcikfaule schauen sich dieses Video hier an:


Wie cool ist Streetview wirklich?

Ernüchternd: Nur ca. 3% der Nutzer nutzen Google StreetView. Das ist das Ergebnis dieses Experiments, das man mit der Anleitung dort einfach nachbauen kann.

Konkret: Ein Anwendung basierend auf der Google Maps API wurde so gebaut, das eine Anwertung der Funktionen möglich war.

Über den Zeitraum einer Woche wurden 7.168 Sessions aufgerufen. Davon nutzen 73 (!) Streetview.


Fahrplan der Strassenkamerafahrten

Eigentlich nichts Neues, ich bin aber erst gestern darauf gestoßen: BING Maps hat den Fahrplan für die Erfassungsfahrten seiner Streetside Fahrzeuge im Internet veröffentlicht. Google hat das selbstredend für seine StreetView Fahrzeuge ebenfalls getan. Ein kurzer Vergleich der beiden Seiten verdeutlicht, dass Google deutlich weiter ist mit der Erfassung.


US Nationalparks in Pfadansicht

Ich bin mir nicht sicher, ob StreetView ein von Google geschützter Begriff oder Markenname ist – hier das müsste man aber ohnehin Trailview oder Pathview nennen.

Nature Valley hat im Grand Canyon, im Yellowstone und in den Smoky Mountains rund 450 Kilometer Wanderwege photographiert. Dabei kamen beeidruckende 360° Aufnahmen heraus. Ich musste direkt noch einmal den Havasupai Trail im Grand Canyon abgehen.

Sehr schön!

 

Google Street View Old School

Auf der Internetseite whatwasthere.com kann man historische Photos von Orten betrachten und auch selber geokodiert hochladen. Spannend an der Sache: Wo Street View verfügbar ist, sind die Bilder enorm gut in die aktuelle Situation eingebettet.