Oracle setzt Nokia Dienste ein

Wie das Wall Street Journal heute mitteilt, hat Oracle einen Vertrag mit Nokia abgeschlossen, der es Oracle ermöglicht, Nokia/Navteq Dienste und Daten in ihren Applikationen einzusetzen. Nokia gewinnt gegenüber TomTom einen weiteren wichtigen Kunden, denn Oracle ist nicht oder nicht nur im B2C sondern vor allem im B2B Markt unterwegs.

Ich könnte jetzt den Spielstand erneut aktualisieren, erwähne aber lieben einen anderen Artikel, der in diesem Zusammenhang ganz gut passt: Apple sollte TomTom kaufen. Meint jedenfalls der Autor dieses Artikels vor dem Hintergrund der Qualität der Apple Maps, die allgemein als schlecht bezeichnet wird. Sogar Tim Cook, CEO von Apple, nennt die Qualität der Apple Maps unzureichend und verspricht, dass Apple alles daran setzt, was möglich ist, um die Karten zu verbessern. Die Karten zu verbessern ist nicht schwer – bei dem Ausgangsniveau. Alles was möglich ist? Das lässt eine Menge Spielraum.


So und jetzt schreibe ich hoffentlich bald mal wieder über etwas praktischere Sachen!

Wie viele Mitarbeiter machen Geo bei Google?

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie viele Mitarbeiter Google mit dem Thema „Geo“ – ich nenn es bewusst nicht GIS – beschäftigt?
Laut diesem Artikel sind es weltweit ca. 1.100. Interne wohlgemerkt. Extern kommen weitere rund 6.000 Mitarbeiter dazu.

Was die machen? Von Daten sammeln (Street View, Befliegungen, Daten aus dritten Quellen zusammentragen) über Daten bearbeiten und prüfen bis hin zur Softwareentwicklung wahrscheinlich alles. Wahrscheinlich auch Product Management und Vertrieb.

Zum Vergleich: ESRI beschäftigt laut Wikipedia in den USA rund 3.000 Mitarbeiter, TomTom nach eigenen Angaben 3.500 weltweit.


Nokia macht die Amazon / Kindle Maps

Ein kurzer Nachtrag zum Thema Amazon Maps:

Laut  techradar.com basieren die Amazon Maps, die auch als Kindle Maps bezeichnet werden, auf Navteq Daten. Um also den Spielstand zu aktualisieren:

Google begann mit Teleatlas, das dann von TomTom gekauft wurde und macht jetzt eigene Karten. Apple begann mit Google, macht jetzt eigene Karten auf Basis TomTom. Microsoft, Yahoo und Amazon basieren auf Navteq. 3:1 für Navteq?


Amazon steigt ins Geo-Geschäft ein

Gerüchte gab es schon länger, z.B. als Amazon UpNext kaufte – das war anfang des Sommers. Nun verdichten sich die Gerüchte: Nächsten Donnerstag soll laut Reuters das neue Tablet von Amazon, Kindle, auf den Markt kommen. Dieses soll dann auch Geodienste enthalten – in diesem Fall basieren sie auf Navteq. Nachdem Apple seinen eigenen Kartendienst hat, der auf TomTom basiert, wird es nun spannend, wie sich Amazon durchsetzt: Angeblich ist heute jedes fünfte Tablet ein Kindle – sofern bei den Kindles, die heute am Markt sind, wirklich von Tablets vergleichbar zu Nexus oder iPad sprechen kann. Es wird also spannend, wie Amazon seine neuen Kindles dann an dem Markt bekommt.

Halten wir den aktuellen Spielstand kurz fest: Google begann mit Teleatlas, das dann von TomTom gekauft wurde und macht jetzt eigene Karten. Apple begann mit Google, macht jetzt eigene Karten auf Basis TomTom. Microsoft und Yahoo basieren auf Navteq. Der Markt bewegt sich – bin gespannt, ob und wie Facebook antwortet…


TomTom veröffentlicht „Congestion Index“

TomTom hat den Congestion Index, einen Stau Index also, für 31 Metropolregionen in Europa und 26 ebensolche in Amerika herausgebracht.

Der Stau Index basiert auf Daten, die seit 2007 erhoben werden. Meines Wissens ist die Basis dieser Datenerhebung die MapShare Funktion: Wenn man sich mittels Internet neue Daten auf sein TomTom herunterlädt, werden gleichzeitig auch eigene, historische Fahrten, an TomTom übertragen. Das Ergebnis: TomTom verfügt über eine recht ansehnliche (um es mal so bescheiden zu formulieren) Datenbasis.

Diese also hat man nun genutzt, um den Stau Index zu ermitteln: Die Fahrtzeit in freien Verkehrssituationen wurden mit denen in Stoßzeiten verglichen. Diejenigen im ersten Quartal 2012 werden mit denen im ersten Quartal 2011 verglichen. Das Ergebnis: Ein prozentualer Wert über die Zunahme der Reisezeiten. Abnahmen gibt es nicht.

Den Report für Europa wie auch den für Amerika kann man auf der TomTom Seite herunterladen.


TomTom MapShare

So, die EM ist jetzt vorbei, also wieder mehr Aktivität an dieser Stelle.

TomTom hat angeblich auf 60 Millionen Geräte im Markt, die neuerdings alle dazu dienen können, Mittels MapShare können die Anwender dieser Geräte tagesaktuelle Strassendaten hochlagen. Auf diesem Weg überlässt TomTom einige Arbeit der Datenerfassung seinen Kunden. Coole Idee und nicht wirklich neu. Aber nun auf eine breitere Basis gestellt. Siehe auch dieser Artike der connect.

Zur Frage, ob Updates zu neuen Mautstrecken in Deutschland für italienische Fernfahrer nicht verfügbar seien, war heute abend keine Stellungnahme bei TomTom zu bekommen.


Vergleich OSM TomTom

Pascal Neis, Dennis Zielstra und Alexander Zipf von der Uni Heidelberg haben in einer Studie Open Street Map und TomTom miteinander verglichen.

Die Untersuchungsergebnisse haben für Deutschland Gültigkeit – hier sind die Aktivitäten der Beitragenden vergleichsweise stark, so die Entwicklung der Daten auch sehr gut voranging.

Nach einem ersten Überfliegen der Studie bleibt für mich folgendes Fazit:

OSM hat insgesamt mehr Strassenkilometer. TomTom allerdings ist in Sachen Autonavigation besser aufgestellt. Das liegt zum einen an der besseren Erfassung der für Autonavigation relevanten Strassen, zum anderen daran, dass TomTom in Bezug auf Abbiegevorschriften deutich besser ist. Im Hinblick auf Fußgängerrouting allerdings ist der Studie zufolge OSM besser.

OSM ist in den neuen Bundesländern „besser“, allerdings ist TomTom in gering besiedelten Regionen tendenziell besser aufgestellt.

Ein Abstract wie auch ein Download der 21seitigen Untersuchung gibt’s hier: http://bit.ly/zfjWiH