Das hat zwar nur am Rande mit GIS zu tun, einen kurzen Post finde ich es aber wert: In Californien wurde ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er vor einem Stau auf seinem Smartphone nach einer alternativen Route suchte. Ja, auch in Californien ist die Benutzung des Handy am Steuer verboten – dort nennt man das “distracted driving” also abgelenktes Fahren. Er ging gegen diese Strafe vor, weil er der (nicht unberechtigten) Meinung war, dass das Rumdatteln mit Papierkarten mindestens genauso ablenkend sei. Recht bekam er nicht. Der Originaltext (verfasst nach dem netten amerikanischen Schema: sag, was du sagen wirst, sag es, sag, was du erzählt hast) ist hier.
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Der Wert von Satellitenbildauswertungen
Ich bin ja immer dankbar für Berichte, die Beispiele dafür bringen, welchen Wert GIS oder GIS Analysen haben. Für die Energieversorger gibt es ein recht schönes und prägnantes Beispiel, was passieren kann, wenn man gar kein GIS einsetzt. Beispiele, an denen aber der Wert der Analysen (nicht der zu vermarktenden Daten) errechnet wird, gibt es zwar, sie sind aber noch immer selten.
Das USGS hat für den Staat Iowa (besser: einen Teil davon) im Rahmen einer Value of Information Analysis (VOI) untersucht, welchen Wert Analysen von Landsat Daten haben. “A VOI analysis is a comparison of what canbe accomplished with higher quality informationversus what can be accomplishedwithout it.” Konkret wurde dort untersucht, wie sich die Nitratbelastung des Mais- und Sojaanbaus auf das Grund- und damit Trinkwasser auswirkt. Die Ergebnis: Die Nutzung der Landsat Daten ist mehrere 100 Mio US$ wert.
Aus der Karte aus dem Sinn
Ende letztes Jahr war das Massaker von Newtown tagelang ein Hauptthema in den Medien. Dazu entbrannte natürlich auch die Diskussion um das Waffenrecht in den USA – mal wieder. Auch hier fand das Thema Erwähnung. Aber dann war es mal wieder aus dem Sinn und wir hatten alle andere Themen, die uns beschäftigen.
Hier nun eine Karte (veröffentlicht vom Spiegel unter dem Titel “Atlas der Todesschüsse“), die verdeutlicht, wie die Situation mit Feuerwaffen in den USA wirklich ausschaut: Seit dem 14.12.2012 sind in den USA deutlich mehr als tausend Menschen durch Schusswaffen ums Leben gekommen. Und diese Karte macht aus jedem Einzelnen Opfer eine kleine Geschichte.
Open Topography
“Nee, wie geil” hab ich gedacht, als ich das hier gesehen habe: LIDAR Daten als OpenData. In den USA. Schade.
Das Portal ist wirklich einen Blick wert: Auf einer Google Maps basierten Karte sind die verfügbaren Datensätze (die zugegebenermaßen nicht alle topaktuell sind) dargestellt. So bekommt man schnell einen Eindruck davon, wo Daten verfügbar sind. Dort kann man dann ein Rechteck aufziehen und kann die Daten entweder sofort als KMZ Datei oder das gesamte DGM runterladen. Oder aber man macht ein paar Einstellungen, lässt die Daten prozessieren und freut sich auf die Email, die einen benachrichtigt, wenn die Daten fertig sind. Schon der Gedanke, dass man diese Daten für jedermann in Google Earth nutzbar bereitstellt und so eine enorme Reichweite erzielt, finde ich – bemerkenswert und beneidenswert.
Beim Geodatenzentrum des BKG kann man sich (kostenpflichtig) ein DGM im 10 Meter Raster bestellen. Mit einem Tool, dass ich jetzt nicht kommentiere sondern einfach hier zeige (weil es nicht leicht zu finden ist):
Daten visualisieren
Karten – zumindest thematische – sind nichts anderes, als die Visualisierung von statistischen Daten. Thematische Karten gibt es auf der Seite des US Census Bureau – also der staatlichen Behörde für Statistik der USA – auch, vor allem aber jede Menge wirklich guter Darstellungen. Damit man immer mal wieder auf diese Seite kommt, gibt es jede Woche eine neue Grafik.
Gefällt mir! Richtig gut!
300 Millionen Punkte auf einer Karte
Genau 308,450,225 Punkte auf einer Karte der USA. Das sind für jeden Menschen, der in der Volkszählung 2010 gezählt wurde, ein Punkt. Die Methode ist hier beschrieben, die Karte gibt es hier.
Und hier einen Ausschnitt aus New York: Der Hudson River und der Central Park stechen als weisse Flecken heraus. 
Open Data und Karten
Ein kontrovers und höchst emotional diskutiertes Thema, das auf den ersten Blick weder mit Karten noch mit Open Data zu tun hat: Das Waffenrecht der USA.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Zeitung “The Journal News” die Adressen von Waffenbesitzern bei den Behörden angefragt, daraus eine Karte erstellt und diese im Internet veröffentlicht.
The Journal News weist darauf hin, dass die Daten bei den Behörden angefragt wurden und nach dem Gesetz von New York öffentlich sind.
Die Diskussion zu dieser Karte ist – wie man im Beitrag der SZ lesen kann – wenig kontrovers. Ablehnend trifft es eher. Das ist für die USA im allgemeinen und dieses Thema im besonderen schon bemerkenswert: Dort sind ja jede Menge Daten öffentlich zugänglich – auch personenbezogene z.B. von Straftätern. Diese Karte erscheint den meisten Menschen aber eher eine Hetzjagd vor – oder wie ein Kommentar deutlich macht: Wie der offensitchliche Hinweis an alle Bad Guys, wo sie eine Knarre finden können…
Präsidentschaftswahl in den USA – kartographisch erklärt
Das Wahlsystem in den USA mit seinen Wahlmännern ist recht kompliziert. Karten dazu sieht man in den Nachrichten heute ja auch oft, und mitunter wird dann auch klar, das bevölkerungsreiche Staaten wie Californien “mehr Wert sind” als dünn besiedelte Staaten. Hier nun ein Video, das anhand einer (sehr kreativen) Kartographie die Wahlen in den USA sehr schön erklärt: Geld regiert die Welt.
Der gesamte Artikel ist hier zu lesen.
Weniger ist mehr
Das WebGIS Anwendungen etwas weniger GIS besser stehen würde, weil es dann einfacher zu bedienen und schneller ist und damit eine höhere Akzeptanz findet, ist bereits lange meine Meinung. Hier nun ein Artikel, der das auch mal mit Zahlen untermauert. Hier (oder besser: Dort in Denver) wurden einfache Karten mit nur einem Thema ins Netz gestellt – und dazu einige Dinge beobachtet und gemessen. Die Ergebnisse kurz zusammengefasst:
- Karten mit nur einem Thema werden dreimal häufiger abgerufen als Karten mit mehreren Layern und damit Inhaltsverzeichnis oder Layersteuerung .
- Die Karten werden besser über Suchmaschinen gefunden, weil der Suchbegriff eindeutiger ist.
- Karten, die mit spezifischen Ereignissen zu tun haben (Nacht der offenen Museen oder ähnliches) führen zu hohen Besucherzahlen.
- Anwender clicken in Karten und die Hyperlinks in den Popups (Attributfenstern), weil sie dort die relevante Information erwarten.
- Karteneinstellungen werden kaum verändert.
Diese und weitere Ergebnisse kann man unterschiedlich interpretieren. Aber eins scheint mir offensichtlich: Das 20 Zentimeter nach unten scrollbare Layerverzeichnis fanden wir als Erstsemester cool. Heute ist es das nicht mehr.
Die Temperatur der Erde in den letzten 250 Jahren
Es gibt ja noch immer einige Menschen, die der Meinung sind, Global Warming existiere nicht. In diesem Sommer kann man das auch durchaus nachvollziehen. Wer’s aber mal mit Daten und ggfs. auch regional auf einer Karte sehen will, schaut einfach mal auf die Seite in Berkeley – berkeleyearth.org. Dort wurden Daten zusammengetragen, bereinigt und ausgewertet, die eine Aussage zu diesem Thema ermöglichen. Und: Die Daten kann man auch runterladen und selber damit spielen oder eben was sinnvolles machen.

